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	<title>Poker Firma &#187; Phillip Marmorstein</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Die Wahrheit – Same same</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Unter vielen anderen dümmlichen Sprüchen, die von gelangweilten Mitschülern mannigfaltig in die hölzernen Schultische meines Gymnasiums eingraviert wurden, fand sich auch folgender:<br />„Hier verkümmerte ein Genie!“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Unter vielen anderen dümmlichen Sprüchen, die von gelangweilten Mitschülern mannigfaltig in die hölzernen Schultische meines Gymnasiums eingraviert wurden, fand sich auch folgender:<br />
„Hier verkümmerte ein Genie!“</p>
<p>Damals fand ich das nicht nur lustig, sondern auch zutreffend. Denn trotz permanenter Leistungen um die 3,0 wurde mein Genius weder gefördert, ihm gehuldigt oder er zumindest erkannt. Erst heute, gut 30 Jahre später, sind mir zwei Dinge klar geworden.</p>
<p>Ein wahres Genie kann nicht verkümmern, da es immer eine intellektuelle Herausforderung findet. Die Schule ist tatsächlich eine Vorbereitung auf das Erwachsenen Dasein. Wer gut aufpasst, Sachverhalte relativieren und miteinander in Bezug setzen lernt, der kann später die eine oder andere Fallgrube vermeiden.</p>
<p>Wenn mich heute jemand fragt, welches wohl die wichtigsten Fächer sind, würde meine Antwort lauten: Mathematik und Geschichte.<br />
Die Mathematik erklärt die Logik hinter den Dingen und quantifiziert sie &#8211; und die Geschichte, ja die Geschichte wiederholt sich. Wer also Entwicklungen genau betrachtet, kann, wenn er die Vergangenheit überträgt, die Zukunft vorhersagen. Natürlich nicht absolut, aber mit größerer Wahrscheinlichkeit als ein unbedarfter Betrachter.</p>
<p>In diesem Licht möchte ich die Entwicklung des Backgammon betrachten und anschließend einige Überlegungen zu der Entwicklung des Pokerns wagen.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/backgammon.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-48090" style="border: 0pt none;" title="backgammon" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/backgammon-668x1024.jpg" alt="" width="169" height="258" /></a>Ich erlernte das Backgammon spielen von einem Freund im Jahre 1981. Er bestand darauf, um Geld zu spielen, aber hatte mir das abgeknöpfte Lehrgeld bald zurückgegeben und schuldet mir bis heute DM 60. Danke, dass Du mir den Weg gezeigt hast und: Te absolvo de peccatis tuis Dominik.</p>
<p>Damals gab es in München eine lebhafte Backgammonszene, in der sich Gegner in jeder Spielhöhe finden ließen. Da die meisten Spieler ihre Spielstärke überschätzten, war es einfach, lukrative Partien für immer größere Einsätze zu finden. Der Aufbau einer Bankroll war dementsprechend ein Kinderspiel. Mit wachsender Zuversicht wagte ich mich über die Stadtgrenzen hinaus. Begünstigt von einem kleinen Boom entstanden sowohl eine deutsche, als auch eine europäische Backgammontour. Auch dort konnte ich mich bald durchsetzen. Meine persönliche Glanzzeit begann mit dem Gewinn der WM 1988 und dauerte die nachfolgenden 4 Jahre an, wobei ich 1990 und 1991 Nr.1 der Weltrangliste war.</p>
<p>Das war in etwa auch der Zeitpunkt einer einsetzenden Technisierung. Zunehmende Rechenleistung der Computer und Fortschritte in der Programmierung (u.a. die Entwicklung von neuronalen Netzen) führten bald zur Entstehung eines dem Menschen überlegenen Backgammonprogramms. Durch die eingebauten Lernfunktionen verkürzte sich der Zeitraum, der zum Erlernen des Spiels notwendig war, von grob geschätzten drei  Jahren auf ca. sechs Monate. Dies führte zum Entstehen einer wesentlich größeren Anzahl von Spitzenspielern. Ich musste mich immer öfter mit starken Gegnern messen, die Anzahl der Hechte im Karpfenteich wuchs stetig. Ab 1994 begann ich auf Poker umzustellen, da es im Backgammon einfach zu mühsam wurde, gute Gewinne einzufahren. Später entstanden Online-Sites auf denen Backgammon gespielt werden kann. Durch einen relativ hohen Rake und den ständig lauernden Verdacht, der Gegner könnte sich eines Programms bedienen, währte deren Blütezeit nur kurz. Heute ist die Szene ziemlich „verarmt“.</p>
<p>Merken Sie schon was ?</p>
<p>Als ich mit Poker anfing, war die Weltelite eine kleine Gruppe. Nur die ehrgeizigsten und talentiertesten waren in der Lage, sich mit Hilfe der spärlich vorhandenen Literatur und viel Rechen- und Gedankenarbeit in die Spitze vorzuarbeiten. Von 1998-2002 habe ich, bis auf wenige Ausnahmen, mit allen Spitzenspielern schon mal im Turnier oder Cashgame an einem Tisch gesessen. Auch hier konnte ich mich nur auf dieses Niveau hinaufarbeiten, weil sich viele Pokerspieler überschätzten und höhere Limits spielten als ihrem Können angemessen war.</p>
<p>Der 2003 einsetzende Poker-Internetboom hat einiges verändert. Pokerliteratur ist jetzt leicht erhältlich. Durch die hohe Spielgeschwindigkeit und mögliches Multitabling kann man in gleicher Zeit wesentlich mehr Hände als live spielen. Anreise und Wartezeiten entfallen gleichfalls. Jede Site bietet eine Pokerschule an, deren Inhalte mittlerweile sehr instruktiv sind. So kann man heutzutage binnen drei Monaten intensiven Onlinepokerns auf ein beachtliches Niveau kommen. Der entstehende Effekt ist eine Verbreiterung der Spitze.</p>
<p>Da Onlinepokerseiten aber durch einen hohen Marketingaufwand ständig neue Spieler dazugewinnen, kippt das Gleichgewicht zwischen Gewinnern und Verlierern nur langsam um. Beschleunigend wirkt allerdings der Umstand, dass einem potentiellen Nullsummenspiel durch die Betreiber Milliardenbeträge entzogen werden.</p>
<p>Der Effekt ist bereits zu spüren. Bei Gesprächen mit hochkarätigen Pros, die früher in den höchsten Cashgames der Welt gespielt haben, entdecke ich oft Missmut und Resignation. Sie können online und teilweise auch live die höheren Limits schon nicht mehr schlagen. Das fällt Neulingen in der Pokerszene gar nicht so auf, insbesondere da ja auf Großturnieren immer neue Millionäre geschaffen werden.</p>
<p>Wie Backgammon wird auch Poker bestehen bleiben. Sicher auch mit einer weltweit viel größeren Anzahl an Spielern, da es einfacher zu lernen und auf allen Ebenen spannend ist. Wichtig ist nur, dass Sie eine realistische Zielsetzung haben. Denn die Bandbreite der Möglichkeiten erscheint endlos. Wollen Sie die Weltherrschaft oder zumindest so groß wie Pokerstars werden? Oder reicht es Ihnen, der Parasit an der Milbe auf dem Stein in dem Erdklumpen im Profil des Turnschuhs von Phil Ivey zu sein? Oder vielleicht doch nur in dem von Marcel Luske?</p>
<p>Falls Sie aber dabei sind, eine Profikarriere zu starten, sehen Sie sich vor. Denn eines kann ich Ihnen garantieren:</p>
<p style="text-align: center;">Gewinnen wird schwieriger werden!</p>
<p><i>Phillip Marmorstein</i></p>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; HO, HO, HO</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 15:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Wieder ist ein Jahr zu Ende und zur allgemeinen Überraschung fügt sich dem nahtlos ein neues an. An sich ein unspektakuläres Ereignis, wenn nicht so viele in festen Zyklen denken würden. Ein ganzes Leben scheint für manchen am Stück zu unhandlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Wieder ist ein Jahr zu Ende und zur allgemeinen Überraschung fügt sich dem nahtlos ein neues an. An sich ein unspektakuläres Ereignis, wenn nicht so viele in festen Zyklen denken würden. Ein ganzes Leben scheint für manchen am Stück zu unhandlich.</p>
<p>Deswegen wird Zeit nach einer willkürlichen Konvention in Portionen zerteilt, die überschaubarer sind. So scheinen Ziele besser definierbar und Teilziele leichter erreichbar. So wird in schöner Regelmäßigkeit am Silvesterabend die Latte höher gelegt oder zumindest der Vorsatz gefasst, dass einem nicht schon im Anlauf die Puste ausgeht. Perfekten Lebensformen, wie der Pokerfirma Redaktion, einigen Kolumnisten, Marcel Pipal und mir, sind solche Gedanken völlig fremd. Da gibt es einfach nichts mehr zu verbessern!</p>
<p>Bei einigen, gerade noch als humanoid zu bezeichnenden Lesern, die sich, durch zahlreiche dümmliche Kommentare belegbar, auf unserer Seite tummeln, ist allerdings reichlich Potential nach oben da.</p>
<p>Nur wie kann ich mich zu einem besseren Menschen entwickeln, wenn ich mir meiner Defekte gar nicht bewusst bin? Selbsterkenntnis ist bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung!<br />
Nun, Eure Hilflosigkeit rührt mich.  Deswegen nachfolgend ein kleiner Test zur Selbstbestimmung.</p>
<p><strong>1. Du bist UTG und raist auf das 3-fache des BB.  Der Spieler am Button reraist auf das 9-fache des BB zurück.</strong><br />
A &#8211; Du rereraist auf das 27-fache<br />
B &#8211; Du bestellst Dir einen doppelten Jägermeister<br />
C &#8211; Du berätst Dich erst mal mit Deinem imaginären Freund dem Gnu.<br />
D &#8211; Du brichst weinend zusammen<br />
<strong><br />
2. Dein Partner hat sich (natürlich zu Recht) von Dir getrennt</strong><br />
A &#8211; Du raist jede Hand<br />
B &#8211; Du limpst nur noch<br />
C &#8211; Du foldest jede Hand<br />
D &#8211; Du bestellst Dir einen doppelten Jägermeister</p>
<p><strong>3. Die Klofrau fordert eine Benutzungsgebühr von 20 Cent</strong><br />
A &#8211; Du versuchst, sie auf 5 Cent runterzuhandeln<br />
B &#8211; Du gibst ihr 50 Cent, denn Du zahlst gerne 30% mehr<br />
C &#8211; Du zückst ein Bündel 500er und verlangst nach genauem Wechselgeld<br />
D &#8211; Du marschierst 2km in die nächstliegendste öffentliche Bedürfnisanstalt. Dort ist es kostenlos und Du kannst auch noch soziale Kontakte pflegen<br />
<strong><br />
4.  Du gehst oft in Saunaclubs, um</strong><br />
A &#8211; Pokergewinne zu verprassen<br />
B &#8211; auch einmal für was anderes als Poker Geld auszugeben<br />
C &#8211; ordentlich zu entgiften<br />
D &#8211; Geld fürs Pokern zu verdienen</p>
<p><strong>5.  Bei einem gewagten Raise brichst Du Dir beide Hände. Verdammt, denn jetzt</strong><br />
A &#8211; kannst Du nur noch callen<br />
B &#8211; dauert es noch länger bis Du endlich schreiben lernst<br />
C &#8211; kannst Du keine Karten mehr halten<br />
D &#8211; bist Du bei der Selbstbefriedigung während des Onlinepokerns auf fremde Hilfe angewiesen</p>
<p><strong>6. Du verzockst Dein ganzes Barvermögen. Egal, denn</strong><br />
A &#8211; dann überfällst Du halt noch ne Bank<br />
B &#8211; es waren ja eh nur noch 73 Cent<br />
C &#8211; Du hattest die Odds auf Deiner Seite<br />
D &#8211; Geld macht eh nicht glücklich</p>
<p><strong>7.  Du bist ein widerwärtiger Soziopath, der gerne furzt. Vorzugsweise</strong><br />
A &#8211; in der Parfümerie<br />
B &#8211; in der Kirche<br />
C &#8211; am Pokertisch<br />
D &#8211; im Restaurant</p>
<p><strong>8.  Auf der Bubble droht auch Deine Blase zu platzen</strong><br />
A &#8211; Du löst Feueralarm aus<br />
B &#8211; Mein Gott, Du lässt halt laufen<br />
C &#8211; Du pinkelst vorsichtig unter den Stuhl Deines Nachbarn. Wenn das Malheur entdeckt wird, könnte selbiger vielleicht eine Zeitstrafe bekommen und Du kommst ohne Schwitzen ins Geld<br />
D &#8211; Du beschließt, jetzt endgültig keine Turniere mehr zu spielen und benützt den mitgebrachten Nachttopf</p>
<p><strong>9. Du hast die 1.000.000$ Marke auf Deinem Poker Online Account überschritten.</strong><br />
A &#8211; Vor Freude machst Dich nass und bittest Deine Mutter dir deine Windeln zu wechseln<br />
B &#8211; Na und? Das hast Du doch schon 800 Mal geschafft und bist wieder flach gegangen.<br />
C &#8211; Leider bist Du an Deinem Computersessel festgewachsen und es macht Null Unterschied<br />
D &#8211; Juhuuu , nur noch 700.000$ und Du bist wieder pari</p>
<p><strong>10.  Es schneit&#8230;</strong><br />
A &#8211; Du erfreust Dich am Sonnenuntergang<br />
B &#8211; Du baust eine Sandburg<br />
C &#8211; Du freust dich über den trockenen Platz unter der Brücke<br />
D &#8211; Du bestellst Dir einen doppelten Jägermeister</p>
<hr />
<h2 style="text-align: center;">AUFLÖSUNG</h2>
<p>Überwiegend A Antworten: Jede Hilfe kommt zu spät<br />
Überwiegend B Antworten: Du bist rettungslos verloren<br />
Überwiegend C Antworten: Vielleicht klappt‘s ja im nächsten Leben<br />
Überwiegend D Antworten : Auch egal</p>
<hr />
In diesem Sinne wünsche ich allen Freunden und denen, die es werden möchten:</p>
<p style="text-align: center;">Ein erfolgreiches neues Jahr</p>
<p style="text-align: center;">Frohe Ostern</p>
<p style="text-align: center;">Gesegnete Pfingsten</p>
<p style="text-align: center;">Alles Gute zum Geburtstag</p>
<p style="text-align: center;">Ein friedvolles Jom Kippur</p>
<p style="text-align: center;">und ein frohes Weihnachtsfest</p>
<p><i>Phillip Marmorstein</i></p>
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		<title>Die Wahrheit – Reflektionen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 20:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Aus einer Jahrhunderte alten Linie von Brunnenvergiftern abstammend, vergiftet Herr Marmorstein nun die frommen Herzen unzähliger Pokerspieler. Ironie-Allergikern und Sarkasmus-Resistenten wird von der Lektüre dieses Artikels abgeraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Als ich im Oktober 2007 anfing Artikel zu schreiben, hatte ich dafür mehrere Gründe.</p>
<p>1.    Ich hatte die letzten 7 Jahre ausschließlich im Ausland gelebt. Es fiel mir auf, dass ich des Öfteren in meiner Rede innehalten musste, da mir ein Wort entfallen war. Für mich ein untragbarer Zustand, da ich mich auf meine rhetorischen Fähigkeiten verlassen können möchte, und mich zu oft stammelnd und nach Worten ringend, wie ein Ausländer fühlte. Der Verlust der Muttersprache ist nur nach Einnahme großer Mengen alkoholhaltiger Getränke zu entschuldigen.<br />
2.    „Wer schweigt stimmt zu.“ Ich hätte mich ja abwenden können von dem ganzen Schwachsinn, den selbsternannten Pokerautoritäten und cerebraldiarrhöisch geplagte Mitläufer von sich geben, aber mein Selbstwertgefühl zwang mich zur Meinungsäußerung.<br />
3.    „Wer rastet, der rostet.“ Eine neue reizvolle Aufgabenstellung für mich, den Versuch zu unternehmen, meine Gedanken in Worte zu fassen und dem einen oder anderen vielleicht einen Gedankenanstoß zu geben oder zumindest einen Lachreiz zu erzeugen. Poker hat mir viel gegeben, es ist doch schön, wenn man etwas davon weiterreichen kann.<br />
4.    Der Ehrgeiz den perfekten Pokerartikel zu schreiben. Ja, die Essenz meiner Gedanken in nur einem Artikel zu vereinen. Eine Zen-Übung, vergleichbar mit dem Malen des perfekten Kreises.<br />
5.    Kommunikation mit meinen Lesern:<br />
Wie schön, wenn meine zeitintensiven Bemühungen mit einem Kommentar honoriert werden. Dann weiß ich wenigstens, dass ich nicht nur gegen die Wand rede. Vielleicht sogar mal ein konstruktiver Meinungsaustausch ?</p>
<p>Mittlerweile sind 20 Monate vergangen. Ein guter Zeitpunkt für ein Resümee:</p>
<p>1.    Die sprachlichen Fähigkeiten scheinen soweit wiederhergestellt. Mission erfolgreich!<br />
2.    Wie sagte Fritz Muliar in seiner Rolle „Der brave Soldat Schwejk“ unvergesslicherweise:<br />
„Wieso sollte ich auf die Armee scheißen? Wenn ich auf die Armee scheiße, kommt auf den Einzelnen nicht sehr viel. Wenn aber die Armee auf mich scheißt. . . . . “<br />
Die Analogie dazu ist, dass meine Bemühungen in dieser Richtung völlig sinnlos sind. Mission gescheitert !<br />
3.    Ja, ich habe die Aufgabenstellung gelöst, glaube allerdings, dass meine Bemühungen auf unfruchtbaren Boden gefallen sind. Mission erfolgreich gescheitert !<br />
4.    Mission gescheitert ! Den perfekten Pokerartikel gibt es bereits . Kuckst Du: <span style="color: #ff6600;"><a href="http://davidzeitlin.com/2009/03/26/the-unbearable-lightness-of-poker">http://davidzeitlin.com/2009/03/26/the-unbearable-lightness-of-poker</a></span><br />
5.    Mission komplett gescheitert ! Ich muss ein geistesgestörter Sozialromantiker sein, wenn ich wirklich geglaubt habe, ich könne mit meinen Lesern kommunizieren. Ich glaube das Maximum waren drei Kommentare und davon wollte einer die Uhrzeit wissen.</p>
<p>Ja, wenn ich eine Frau wäre, da müsste ich nur einmal husten und alle Leser schreiben sich empört die Finger wund. Eine Frau, die Poker spielt und auch noch eine eigene Meinung vertritt ? Da sei Gott vor !<br />
Vielleicht wäre ja auch das Feedback auf meine Artikel besser, wenn ich eine Vagina hätte&#8230;?</p>
<h2>INTERVIEW MIT PIPPA MUFFY STEIN</h2>
<p>Der bekannte plastische Chirurg Rocko Monte hat bei Herrn Marmorstein erfolgreich eine Totaloperation durchgeführt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für Ungläubige hier der Beweis:</p>
<p>Nach erfolgreicher Geschlechtsumwandlung:</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/nach-erfolgreicher-geschlechtsumwandlung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-34305" title="nach-erfolgreicher-geschlechtsumwandlung" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/nach-erfolgreicher-geschlechtsumwandlung.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Der Heilungsverlauf ist sensationell und Pippa scheint ihre neue Konfiguration extrem schnell zu adaptieren.<br />
Wenige Minuten später:</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/wenige-minuten-spater-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-34306" title="wenige-minuten-spater-2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/wenige-minuten-spater-2.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Wir treffen Frau Stein im Beisein von Herrn Notar Dr. jur. Petrus Findling an, der sicherstellt, dass Frau Stein frei von halluzinogenen Drogen ist. Anwesend sind weiterhin Herr Dr. Monte, falls medizinische Versorgung notwendig wird, sowie Herr Marmorstein, der das Interview durchführt.</p>
<p><strong>PM:</strong> Ist Pippa clean?<br />
<strong>PF:</strong> Ich habe die letzten zwölf Stunden mit Frau Stein verbracht. Die Nahrungsmittel und Getränke, die sie zu sich genommen hat, habe ich sämtlich vorgekostet. Sie hat sich die ersten zehn Stunden Realityshows auf RTL und SAT1 angeschaut, danach eine Stunde geduscht und bis zu Ihrem Eintreffen online gepokert. 92 Tische NLH gleichzeitig , Blinds 1c-2c , Endresultat war ein Gewinn von $2,84 . Zur Sicherheit hat Herr Dr. Monte noch eine Blutprobe entnommen.<br />
<strong>PM:</strong> Ihr Befund Herr Doktor?<br />
<strong>RM:</strong> Ein frisches Rot, mittlere Viskosität, hoher Hämeanteil, harzig in der Nase. Dominante Mineraltöne mit starken Rauchnoten, liegt schwer auf der Zunge und ist extrem zäh im Abgang. Alles in Allem ein frecher Tropfen.<br />
<strong>PM:</strong> Danke Herr Doktor. Pippa, ich darf Sie doch so nennen, erst mal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Gewinn von $2,84.<br />
<strong>PMS:</strong> Ihr seid alles blöde Wichser.<br />
<strong>PM:</strong> Hilft Ihnen Ihre multipel gespaltene Persönlichkeit dabei, 92 Tische zur gleichen Zeit zu spielen?<br />
<strong>PMS:</strong> Natürlich ist die Spalte gespalten. Habe ich doch gerade machen lassen.<br />
<strong>PM:</strong> Aha. Spielen Sie oft online Poker?<br />
<strong>PMS:</strong> Ich bin immer online. Durch meine weibliche Intuition bin ich mit der gesamten Welt verbunden. Auf einer Schwingungsebene. Ich spüre, wenn am Südpol ein Wal kalbt oder in der russischen Taiga das Gras wächst.<br />
<strong>RM:</strong> Ich hätte gern noch ein Glas von dem Roten.<br />
<strong>PM:</strong> Wie sieht Ihre nähere Zukunft aus?<br />
<strong>PMS: </strong>Ich werde jetzt vermehrt live Turniere spielen und während ihr auf meine Titten schaut, nehm ich euch notgeilen Idioten das Geld weg.<br />
<strong>PF:</strong> Ich verwehre mich gegen den Terminus „notgeil „.<br />
<strong>PM:</strong> Notiert, Herr Notar. Pippa, haben Sie bereits einen Reiseplan?<br />
<strong>PMS:</strong> Auch hier lasse ich mich von meiner Intuition leiten. Mein Hauptproblem ist, wie ich all die sexy Klamotten in meine 12 Koffer bringe.<br />
<strong>RM:</strong> Herr Notar, Sie sollten kurz an die frische Luft gehen, Sie sehen sehr weiß aus.<br />
<strong>PF:</strong> Danke, aber ich sehe immer so schlecht aus. Ich fühl mich am Besten, wenn ich mich am Schlechtesten fühle.<br />
<strong>PM:</strong> Pippa, haben Sie schon einen Sponsor?<br />
<strong>PMS:</strong> Mein Geschlechtsteil juckt !<br />
<strong>PF:</strong> Können wir das bitte streichen!<br />
<strong>RM:</strong> Welche Farbe ?<br />
<strong>PMS:</strong> Das bedeutet, dass es regnen wird. Hoffentlich Geld.<br />
<strong>PM: </strong>Pippa, Sie fallen durch einen passiv-aggressiven Stil auf , der mit verblüffend einfachen und dennoch komplizierten Spielzügen sämtliche Gegner verwirrt und langweilt. Unsere Leser brennen darauf zu wissen, wie Sie diese Technik entwickelt haben.<br />
<strong>PMS: </strong>Ganz einfach. Eine Mischung aus Politik und Stricken: Eine links, Eine rechts und Eine fallen lassen.<br />
<strong>RM:</strong> Herr Notar, soll ich Sie auch mal ein wenig anzapfen?<br />
<strong>PF: </strong>Haha, das ist sinnlos. Ich bin völlig blutleer.<br />
<strong>PM:</strong> Pippa, planen Sie bei anhaltenden Erfolgen Unterricht zu geben oder Seminare abzuhalten. Vielleicht sogar ein Bootcamp?<br />
<strong>PMS:</strong> Nein, aber ich werde einen Vertrieb mit meinen benutzten Höschen starten.<br />
<strong>RM:</strong> Hört sich lecker an.<br />
<strong>PM: </strong>Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen und bedanke mich für das Gespräch.<br />
<strong>PF: </strong>Danke für das Gespräch.<br />
<strong>RM: </strong>Danke für das Gespräch.<br />
<strong>PMS: </strong>Danke für das Gespräch.</p>
<hr />
<p>Ich hoffe, Sie haben nichts von Alledem verstanden und spielen weiterhin Ihren geradlinigen verknöcherten Stiefel weiter. Nur so können ich und Gleichgesinnte überleben.</p>
<p><i>Phillip Marmorstein</i></p>
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		<title>Inklusiv-Interview mit Carsten Joh</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 21:10:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Es gibt 1,8 Millionen Pokerspieler in Deutschland. Ich freue mich über jeden deutschen Turniergewinner, bei einigen mehr, bei anderen weniger. Von den Zweien, deren Sieg mir die größte Freude bereitet, ist einer Carsten Joh. Ein alter Freund aus Backgammon Zeiten, mein Nachbar und Paddeltennis Partner, als ich 2001/2 in Marbella lebte. Um der Journaille das Stellen der ewig gleichen dummen Fragen zu ersparen, was nach dem Interviewen von 50 Siegern furchtbar langweilig für alle Beteiligten ist, hier:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Es gibt 1,8 Millionen Pokerspieler in Deutschland. Ich freue mich über jeden deutschen Turniergewinner, bei einigen mehr, bei anderen weniger. Von den Zweien, deren Sieg mir die größte Freude bereitet, ist einer Carsten Joh. Ein alter Freund aus Backgammon Zeiten, mein Nachbar und Paddeltennis Partner, als ich 2001/2 in Marbella lebte. Um der Journaille das Stellen der ewig gleichen dummen Fragen zu ersparen, was nach dem Interviewen von 50 Siegern furchtbar langweilig für alle Beteiligten ist, hier:</p>
<h1>10 Fragen an Carsten Joh</h1>
<p><i>Marmorstein</i>: Nochmals herzlichen Glückwunsch zu Deinem Sieg. Wer war Dein schwerster Gegner? </p>
<p><div id="attachment_22767" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/carsten-joh_ev51.jpg"><img class="size-full wp-image-22767" title="Mit dem Bracelet" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/carsten-joh_ev51.jpg" alt="" width="210" height="316" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem Bracelet</p></div><br />
<i><b>Joh: </i></b>Die vielen Stunden, die ich spielen durfte. Von Mittags bis 2 in der Früh den Fokus nicht zu verlieren, ist extrem anstrengend. Am Finaltisch hat mich David Walasinski beeindruckt, der dann Dritter wurde. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Wann hast Du die Größe Deiner Leistung voll registriert, der erste Deutsche zu sein, der bei der WSOP ein Hold&#8217;em Bracelet gewinnt?</p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Erst nachdem es mir gesagt wurde. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Gibt es einen Ratschlag für unsere Leser, wie man sich die beste Chance gibt, ein solches Turnier zu gewinnen? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Sein eigenes Spiel zu spielen, nicht den Stil der anderen aufdrücken lassen. Lasst euch nicht von großen Stacks oder großen Namen beeindrucken. Sich bei jedem Spielzug Zeit nehmen, nicht übertrieben, nur im Rhythmus bleiben. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Wie gefällt Dir Pokerspielen in Las Vegas im Vergleich mit europäischen Events? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Mir gefallen die frühen Startzeiten und dass man diese auch akkurat einhält. Nur zu neunt am Tisch zu sitzten, ist bequemer und bringt mehr Aktion ins Spiel. Außerdem gibt es strikte Benimmregeln, deren Einhaltung penibel überwacht wird. Die Siegerehrung fällt durch das Abspielen der Nationalhymne etwas zu lange aus. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Wie verkraftest Du die Zeitumstellung und die Temperaturstürze zwischen draußen und drinnen? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Nach Möglichkeit so wenig wie nötig vom Turniersaal nach draußen gehen. Mal kurz aufwärmen führt mit Sicherheit zu einer Erkältung. Mit Jetlag habe ich kein Problem, weil ich es langsam angehen lasse. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Die Last, die Ehre Pokerdeutschlands verteidigt zu haben, lag nur einen Tag auf Deinen alleinigen Schultern. Bist Du erleichtert? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Ich hab das ursprünglich nicht so empfunden. Als ich angefangen hab darüber nachzudenken, gab es bereits einen zweiten Sieger.</p>
<p><i>Marmorstein</i>: Dein Herz hängt am PLO Cashgame. Du hast hier auch 3 PLO Turniere gespielt, bist allerdings nie in den zweiten Tag gekommen. </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Ja, dieses Turnier habe ich mit durchschnittlich guten Karten gewonnen. Beim Omaha hab ich mein Geld immer mit der besseren Hand in die Mitte gekriegt, um mich dann am River zu verabschieden. Ich wäre gern mal in die Geldränge gekommen, um zu sehen ob ich dort bestehen kann. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Du bist ein Hundefreund und hast momentan 4 kanine Mitbewohner. Tausche Bracelet gegen lebenslange Hundefutterversorgung. Deal -No Deal? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Deal</p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/wsop-2009-event-51-finale/kl_carsten-und-steven-levi.jpg"><img title="Am Final Table" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/wsop-2009-event-51-finale/kl_carsten-und-steven-levi.jpg" alt="carsten-und-steven-levi.jpg" width="195" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Am Final Table</p></div><br />
<i>Marmorstein</i>: Realistisch gesehen, gibt es nur wenige Möglichkeiten diesen Sieg zu überbieten. Ist Stillstand  Rückschritt? Wie geht’s weiter? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Vom Prestige her geht es wirklich nur noch mit einem Sieg im Main Event der WSOP. Ansonsten werde ich mehr EPT Turniere spielen. </p>
<p><i>Marmorstein</i>: Ich habe den Finaltisch live miterlebt und empfand die Stimmung elektrisch. Was hast Du empfunden? </p>
<p><i><b>Joh: </i></b>Die Unterstützung meiner Freunde hat mich in die richtige Stimmung versetzt. Kleine Ratschläge und Aufmunterungen in den Pausen und zwischen den Händen haben mir geholfen, wach und konzentriert zu bleiben. Meine Frau hatte den Tag in LA verbracht und kam gerade rechtzeitig zum Beginn des Finales zurück. Um 5 Uhr früh ging ihr Flug nach Marbella. Was hätte es für einen dramatischeren und schöneren Abschluss für sie geben können? So und jetzt lass uns einen Strawberry Daiquiry trinken gehen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit – Größenwahn</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/kolumnen/die-wahrheit-%e2%80%93-grosenwahn/18609</link>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 09:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[cashgame]]></category>
		<category><![CDATA[madsen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[royal flush]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Nichts weniger als legendär war die Sequenz, die sich beim PLO Cashgame während des CAPT Events 2008 in Salzburg ereignete. Iris, eine Dame aus der Schweiz, schaffte  es in 2 unmittelbar aufeinanderfolgenden Spielen einen Royal-Flush zu halten. Astronomische Wahrscheinlichkeit von ca.26.000.000 :1!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Ich kann mich noch genau an meinen ersten  Royal-Flush erinnern. Er war mir nach nur 3 Jahren Pokerspiel vergönnt! Durch den beschleunigten Spielablauf im Internet und der Möglichkeit an mehreren Tische auf einmal zu sitzen ist die Halbwertszeit deutlich gefallen. Sie ist trotzdem noch hoch genug.<br />
Das äußere Erscheinungsbild von Iris unterstreicht deutlich, dass sie kein Pokerprofi ist. Elegant, gepflegt, teuer und stilsicher gekleidet, offensichtlich aus Spaß und Freude und nicht wegen Gewinnstrebens dem Pokern zugetan.</p>
<p>Offensichtlich unbeeindruckt von der infinitesimal niedrigen Wahrscheinlichkeit ihrer Errungenschaft, meinte sie trocken: “Das mach ich dieses Jahr nochmal!“ Putzig! Denn nachfolgende Berechnungen ergeben, dass Iris, falls sie 40 Stunden an 350 Tagen im Jahr pokert, bei 20 gespielten Händen pro Stunde, im Mittelwert 92 Jahre auf ein da Capo warten muss. Dennoch bleibt der Ausspruch das Bonmot 2008, denn er wurde mit der kompletten Unschuld des Amateurs getätigt.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/illu_marmorstein_bracelet.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-18847" style="border: 0pt none;" title="illu_marmorstein_bracelet" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/illu_marmorstein_bracelet.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>Jeff Madsen, US Amerikaner und professioneller Pokerspieler schrieb 2006 Geschichte, indem er, nur 5 Wochen älter als das gesetzliche Mindestalter, sich beim $ 2000 NLH Turnier gegen 1578 Mitspieler durchsetzte und damit  jüngster Bracelet Gewinner aller Zeiten wurde. Zum Kompott gewann er nur 6 Tage später ein weiteres Bracelet im $ 5000.- NLH Shorthanded Event. Eine einzigartige und herausragende Leistung.</p>
<p>Bei einem nachfolgenden Interview wurde er nach seiner Sicht der Ereignisse befragt. O-Ton Madsen: “Dieses Jahr habe ich nur 2 Bracelets gewonnen, denn die Szenerie war noch etwas ungewohnt für mich. Nächstes Jahr gewinne ich mindestens 3.“ Bravo Junge! Das ist Größenwahn in seiner puresten Form, denn obwohl Madsen ohne Zweifel hochtalentiert ist, lassen sich Turniere mit großen Teilnehmerzahlen nicht nach Belieben gewinnen.<br />
Kurze Hochrechnung:</p>
<table style="height: 58px;" border="0" width="471">
<tbody>
<tr>
<td>Turniergewinn bei 150-2500 Teilnehmern (Main Event mal außen vor gelassen ), freundlich gerechnet =</td>
<td align="left" valign="bottom">1:200</td>
</tr>
<tr>
<td>200&#215;200x200 =</td>
<td>8.000.000</td>
</tr>
<tr>
<td>Allerdings kann Madsen an der WSOP an ca.40 Turnieren teilnehmen, also dividieren wir (mathematisch nicht ganz korrekt, wiederum extrem großzügig gerechnet)<br />
8.000.000 : 40 =</td>
<td align="left" valign="bottom">200.000</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Alle 200.000 Jahre schafft es ein Turniergott vom Kaliber Jeff Madsen also, so ein  Triple hinzulegen. Obwohl zum Zeitpunkt obiger Aussage erst 21 Jahre alt muss Jeff sehr gesund leben, um dieses Ziel zu erreichen.<br />
Ich will ja nicht wetzen, aber kann es mir nicht verkneifen und das auch noch in denglish, eine Hand zu beschreiben, die Madsen auf dem Weg zum ersten Bracelet gewonnen hat ( bitte nicht an Details festbeißen )<br />
Ca.Level 4, Madsen mit doppeltem Average, raist preflop auf 3-faches Blind und wird nur vom Big Blind gecallt. BB ist ein tighter Spieler, der Madsen covert. Flop 10 &#8211; 6 – 2  offsuit. BB checkt, Madsen, stolzer Besitzer von A – 10 Contibet in Pothöhe. BB checkraised dümmlich, da er ja nur Drilling 6 gefloppt hat und  Madsen raist augenblicklich All-in. Nach dem trivialen Call des BB&#8230;.Turn A, River A. Full House Madsen. Obligater YES Schrei mit nachfolgendem Turniergewinn. Brilliant!!<br />
Zunehmend komme ich mir vor wie die alte Morla aus der unendlichen Geschichte, die mit der Zeit allergisch auf Jugend reagiert. Junge dynamische Überflieger, die, vom Lauf getragen, meinen sie hätten Pokern neu erfunden. Jeder glaubt er wäre der Größte, nur weil er mal ein Turnier gewonnen und ein paar Finaltische erreicht hat. Turniere werden im K.O. Modus gespielt, was bedeutet, dass zwangsläufig ein Sieger übrigbleibt. Die Frage, ob dieser Sieg mit solidem mathematischen Vorteil errungen wurde oder nur durch Glück, bleibt meist offen. Oder in der Terminologie des deutschen Glückspielmonopols ausgedrückt: „Jede Woche gewinnt irgendein Idiot die Lotterie&#8221;.</p>
<p>Auf Grund dieser Überlegungen habe ich mir angewöhnt neue Superstars erst nach 2-3 Jahren wahrzunehmen. Die meisten neuen Helden sind bis dahin schon wieder in der Bedeutungslosigkeit der großen Masse verschwunden. Oft genug sind mir ehrfurchtsgeladene Gespräche oder Berichte untergekommen, die vom neuen Stern am Pokerhimmel handeln und bei mir auf Unverständnis treffen, da ich genau jenem Spieler von Cashgametisch zu Cashgametisch nachtingele. Und selbst wenn sie das Zeug haben sich in der Pokerszene durchzusetzen, gibt es noch genug andere Fallen in die ein unreifer, zu plötzlichem Reichtum gekommener Mensch reintappen kann. Mir ist da noch eine Geschichte in Erinnerung, wie ein Braceletgewinner in Las Vegas es nicht bis zum Casinoausgang geschafft hat ohne vorher beim Craps sämtlichen Gewinn plus Restbankroll plattzumachen. Ich hoffe es hat wenigstens Spaß gemacht. In gewisser Weise ist es fast normal, mit dem leicht verdienten Geld mal so richtig auf den Putz zu hauen.</p>
<p>Als Georg Foreman mit 38 Jahren ein Comeback versuchte, fragte man ihn nach seinen Beweggründen, im reifen Alter seine Gesundheit nochmal auf&#8217;s Spiel zu setzen. Ich bin Pleite, bekannte er freimütig. Ja wie habe er es denn geschafft die ganzen Millionen durchzubringen? Foreman: “Fast women and slow horses“</p>
<p>Der Pokerboom hat mit Sicherheit einigen geholfen länger im Geschäft zu bleiben als es ihnen zusteht. Von Online Pokerseiten oder von Privatpersonen gesponsert wird, ohne Rücksicht auf vernünftiges Bankroll Management, munter drauflos gespielt, bis dann schlussendlich 6 bis 7-stellige Minusbeträge erwirtschaftet sind.</p>
<p>Aber auch Cashgame Spieler, die einem trügerischen Lauf vertrauen, finden sich gelegentlich vor dem Nichts wieder. Ein mir bekannter Londoner gewann über den Zeitraum von 6 Monaten in einer 250 Pfund Buy-in Partie unglaubliche 300.000.-.Das entspricht durchschnittlich 8 gewonnenen Buy-ins pro Tag! Meine Beobachtung, dass die Qualität seines Spiels mit dem Resultat wenig zu tun hatte bewahrheitete sich wenige Monate später, als mich Besagter fragte, ob ich ihm nicht einen Tausender leihen könnte.<br />
Ich könnte noch viele Beispiele aufführen, lasse es aber dabei bewenden, eine deutliche Warnung auszusprechen, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren und sich soviel Realitätssinn wie möglich zu bewahren.</p>
<p>Denn bedenke Grünschnabel: “Wenn Du Dich nach vollbrachten Heldentaten des Vortags nackt im Spiegel betrachtest und glaubst Dir sind als Resultat Deines Mutes ein zweites Paar Eier gewachsen, dann ist es wahrscheinlicher, dass der normale graue Alltag wieder eingetreten ist und Dich gerade jemand  in den Arsch fickt.&#8221;</p>
<p><I>Phillip Marmorstein</I></p>
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		<item>
		<title>Die Wahrheit – Sensationen im Doppelpack</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/kolumnen/die-wahrheit-%e2%80%93-sensationen-im-doppelpack/3878</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 20:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Langsam neigt sich das Jahr 2008 dem Ende zu. Schon jetzt sind mehr sensationelle Dinge passiert als man erwarten konnte, auch wenn dieses Jahr durch den Schalttag ja länger als normal ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Politisch prägt die Farbe Schwarz die einschneidensten Ereignisse: Zuerst verliert die CSU bei der Landtagswahl in Bayern die absolute Mehrheit, was bei vielen jenseits aller Vorstellungskraft lag und dann gewinnt Obama die US-Präsidentschaftswahl. Wenn mir das vor 2 Jahren einer vorhergesagt hätte, würde ich ihn genauso ausgelacht haben wie einen, der 1987 den Mauerfall innerhalb 2 Jahren prognostiziert hätte.</p>
<p>Sportlich geht’s schwarz weiter: Lewis Hamilton gewinnt die Formel 1 und China richtet die Olympischen Spiele aus. Ein rabenschwarzes Szenario, wenn man bedenkt, wie hier die gesamte Welt vorgeführt worden ist. In einem Land, wo Menschenrechte mit Füssen getreten werden, wird mit Hilfe der (in ihrer Freiheit beschnittenen) Weltpresse eine an Widerlichkeit schwer zu überbietende PR Show abgezogen. Angesichts der vorher abgegebenen Versprechungen mit Sicherheit der Bluff des Jahres!</p>
<p>Womit wir schon beim Thema wären. Denn auch im Poker gibt es im Jahr 2008 zwei Sensationen zu vermelden:<br />
Als erste große Sensation im Pokerbereich kann die Gründung der Pokerfirma bezeichnet werden. Hier haben die intellektuelle Ausbeutung und Verwehrung basisdemokratischer Rechte bei Pokerolymp zu einer Abwanderung der Macher geführt, die auch gleich die artikulationsfähigen Pokerspieler mitgenommen haben. Als im Prinzip loyaler Charakter habe ich mir die Entwicklung bei Pokerolymp die letzten 3 Monate noch angeschaut (präventiv aber keine neuen Artikel eingestellt), um jetzt für die Pokerfirma zu schreiben.<br />
Leider hat die kleingeistige Geschäftsführung meinen Abschiedsbrief nicht veröffentlicht, so dass ich nur hoffen kann, dass meine Stammleser mich auch so finden. Entscheiden Sie selbst</p>
<table id="AutoNumber1" style="border-collapse: collapse; padding-left: 4; padding-right: 4; padding-top: 1; padding-bottom: 1; background-color: #EAEAEA" border="1" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="100%">
<div style="padding-left: 4; padding-right: 4; padding-top: 1; padding-bottom: 1; background-color: #EAEAEA">
<p align="left"><i><strong>Sag zum Abschied laut Servus</strong></i></p>
<p><i>Nach etwa einem Jahr Zugehörigkeit zu Pokerolymp möchte ich mich hiermit abmelden. Für die gewohnheitsmäßigen Hinterfrager, aus denen wie ich hoffe meine Leserschaft besteht, kurz eine Darlegung meiner Grunde:</i></p>
<p><i>Die Hauptattraktion bei PO war, dass hier Großteile der deutschsprachigen Pokerelite als Autoren tätig waren. Ich war also in guter Gesellschaft. Dem ist nicht mehr so! Nach einem permanenten Exodus ist es einsam geworden auf dem Olymp. Auch Feeds, wie z. B. der Blog von Kenna James,<br />
sind kein Ersatz für originär deutschsprachige Artikel.</i></p>
<p><i>Des Weiteren hat die Auslagerung der PO-Community in Pokerring das Handling der Seite erschwert. Auch lässt mich der kommerzielle Hintergrund dieses Verkaufs an der ursprünglichen Unabhängigkeit von PO zweifeln. Und wenn sich die Parameter ändern, sollten die Mitwirkenden wenigstens davon in Kenntnis gesetzt werden.</i></p>
<p><i>Wer Gefallen an der „Wahrheit“ hatte wird meine Artikel zukünftig unter www.Pokerfirma.de und im Royal Flush Magazin finden. Der Letzte macht das Licht aus.</i></p>
<p><i>Phillip Marmorstein</i></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Gesunde Systeme halten ein wenig Kritik aus. Bei PO ist das offensichtlich nicht der Fall. Hier haben,  im Gegensatz zum Normalfall, die Kapitäne zuerst das sinkende Boot verlassen, zurückgeblieben sind nur gewisse Nagetiere.</p>
<p>Die zweite Poker-Sensation ist die Geburt meines Sohnes Jason Kyle Marmorstein am 19. Juni 2008. Um Ihnen zu erklären, welche revolutionären Auswirkungen das auf die Pokerwelt haben wird, muss ich etwas weiter ausholen.</p>
<p>Ich habe 3 Kinder aus erster Ehe. Bedauerlicherweise musste ich unlängst feststellen, dass meine Tochter(19 J.) raucht. Wenn´s wenigstens Zigarren wären, wäre es halb so schlimm, aber Zigaretten sind schädlich und schlichtweg widerlich. Daraufhin befragte ich meine beiden Söhne. Der ältere meinte: „Nur nach dem Geschlechtsverkehr, also maximal 12 pro Tag.“ Der jüngere ( 13 J.) war empört über mein Vertrauensdefizit: „Aber Papa, rauchen hab ich doch schon mit 8 aufgehört.“<br />
Dieser schon in jungen Jahren zu vernünftigen Entscheidungen befähigte Stammhalter ist folglich auch ein talentierter Pokerspieler. Er spielt am liebsten Heads-up Sit´n´gos, bei denen er durch brachiale Aggression auch gute Erfolge erzielt.</p>
<p>Diese Beobachtung führte bei mir zu folgender Fragestellung: Ist es möglich, dass der genetische Code, den ich weitergebe, sich in zunehmendem Alter verändert, also mein persönlicher Reifungsprozess in die Doppelhelix eingebaut wird? Und welche Rolle spielt die genetische Anlage des Fortpflanzungspartners? Führt eine gleiche Ausrichtung vorhandener Merkmale zu einer Potenzierung derselben?</p>
<p>Leider wurde die für diese Thematik wichtige Grundlagenforschung, die der von der SS geleitete Verein Lebensborn E. V. (<span style="color: #ff9900;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensborn_e.V.">http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensborn_e.V.</a></span>) durchführte, brüsk durch den Einmarsch der Alliierten zum Stillstand gebracht. Glücklicherweise können wir aber davon ausgehen, dass unter der Präsidentschaft von Barack Obama an dieser Thematik weitergearbeitet wird.</p>
<p>Wie, das verstehen Sie nicht? So naiv können Sie doch wirklich nicht sein!<br />
1988 bewarb sich David Duke, Parlamentsmitglied von Louisiana und Vorsitzender des Ku-Klux Clan (<span style="color: #ff9900;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ku_klux_clan">http://de.wikipedia.org/wiki/Ku_klux_clan</a></span>) um die Präsidentschaft der USA.  Ein Versuch, der kläglich scheiterte. Doch die Clanmänner haben dazugelernt und einen Kandidaten an die Macht gebracht, den man mit ihnen niemals in Verbindung bringen würde: Einen Neger!!<br />
Nur so lässt sich erklären, dass Barack Obama noch keinem Attentat zum Opfer gefallen ist. Er steht unter dem Schutz des Clans! Mit den ab Januar zur Verfügung stehenden Regierungsgeldern ist es nur eine Frage der Zeit, bis zum Thema Rassenhygiene und Fortpflanzungsverbesserung verlässliche Forschungsergebnisse vorliegen.</p>
<p>Trotzdem gab es in den vergangenen Jahrzehnten im Privatsektor erfolgreiche Versuche der menschlichen Genoptimierung. Dazu 2 Beispiele:</p>
<p>1. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass sich die Protagonisten der Unterhaltungsindustrie unverhältnismäßig oft untereinander verheiraten und vermehren. Der offensichtliche Grund ist die Verbesserung schon vorhandener Erbanlagen. Die Stimmen der Sänger werden besser, die schauspielerischen Leistungen intensiver und der abgehobene Lebensstil noch abgehobener.</p>
<p>2. Tiger Woods! Die Kreuzung zwischen der Kraft des Afroamerikaners und der Geschmeidigkeit der Asiatin hat folgerichtig zu der potentesten Golfmaschine geführt, die bis dato bekannt ist. Bei seinem Einkommen wird es an Nachahmern nicht fehlen!</p>
<p>Zur Sache:<br />
Jasons Mutter Lieu ist Vietnamesin. Ich habe sie im Victoria Casino London kennengelernt, wo sie professionell Poker gespielt hat.  Vietnamesen sind das verzockteste Volk, das mir bekannt ist. Als sie mich ihrer Familie als neuen Lebenspartner vorstellte, wollte ihr Vater wissen, was ich beruflich mache. Auf die Antwort „Berufsspieler“ schlug mir, statt der gewohnten Skepsis und Ablehnung, eine Welle der Sympathie und Begeisterung entgegen. Als mich letzten Herbst Lieu informierte, dass sie jetzt ihre biologische Funktion erfüllen wolle, stimmte ich begeistert zu. Wenn meine Theorien stimmten, würde die Kombination der, evolutionär verfeinerten, vietnamesischen und meiner, durch Lebenserfahrung komprimierten, Erbmassen einen Gaming-Superstar hervorbringen.</p>
<p>Das wäre auch im Hinblick auf meine Altersversorgung beruhigend, da mein Therapeut bei mir unlängst latente Anlagen zur Yachtpyromanie festgestellt hat (vgl.  BlaBla Verlag Baden-Baden 2002; Sinnlose Gespräche am Pokertisch : „Die teuersten Hobbies der Welt“. Original Mitschnitte aus dem Casino Baden-Baden ).</p>
<p>Nach Jason´s Geburt hieß es jetzt nur noch seine Anlagen genau zu beobachten und wo nötig zu fördern. Ich wurde nicht enttäuscht!<br />
Schon nach wenigen Tagen konnte ich feststellen, dass das Babygeschrei, welches sich bei anderen Kindern wie „wäh wäh“ anhört,  bei Jason als ein deutliches „raise raise“ wahrzunehmen ist.<br />
Mit 4 Wochen hatte ich ihn auf meinem Schoß, während ich online pokerte. Gebannt folgte Jason der Action und gab nur sporadisch ein „raise raise“ von sich. Im Verlauf der nächsten Wochen konnte ich 2 Dinge feststellen: Wenn Jason quengelte, konnte man ihn am besten durch Online Poker beruhigen und seine „raise“ Rufe schienen immer öfter an passenden Momenten zu kommen.<br />
Ich beschloss, versuchshalber seiner Führung zu folgen. Der Erfolg war eindeutig! Mit Jasons Hilfe steigerte ich meine online Performance während seines dritten Lebensmonats um satte 900%. Instinktiv setzt er den Raise an der richtigen Stelle.<br />
Auch ansonsten entwickelt er sich prächtig, nur vielleicht ein wenig frühreif. Hier ein Bild von unserem Oktoberfestbesuch vom 5. 10. 2008</p>
<div id="attachment_3879" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/11/jason-oktoberfest.jpg"><img class="size-full wp-image-3879" title="Jason beim Oktoberfest" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2008/11/jason-oktoberfest.jpg" alt="" width="500" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Jason beim Oktoberfest</p></div>
<p>Hier stößt Jason gerade angewidert die dritte Maß von sich. Na gut,  es war Paulaner, nicht sein Lieblingsbier Löwenbräu, aber das Löwenbräu Festzelt war überfüllt. Vielleicht war es ja zu etwas gut, denn seither hat er kein Bier mehr angerührt.</p>
<p>Ich kann es kaum erwarten bis Jason eigenständig sitzen kann (noch etwa 2 Monate ), denn dann kann er alleine spielen. Ein großdimensioniertes Touchpad ist bereits in Arbeit. Es hat nur 3 Funktionen, Raise, Call und Fold die auch unterschiedliche Flächen einnehmen. Raise 90%, Call 1% und Fold 9%. (ab März 09 auch im Fachhandel als :Raisy-Daisy Baby Poker Pad erhältlich)</p>
<p>Selbstverständlich bekommt Jason dann auch eigene Accounts: JASON 0,6.  Pokerwelt erzittere!<br />
Ich habe schon mal einige Hochrechnungen zum zukünftigen Einkommen von Jason gemacht, mit mehr als zufriedenstellenden Resultaten.<br />
Davon ausgehend, dass er bis zu seinem 20. Lebensjahr pokert (danach hat er vielleicht andere Interessen) unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen täglichen Spielzeit von 3 Stunden, bin ich, extrem konservativ geschätzt, auf ein Einspielergebniss von € 370 Mio.  gekommen. Es kommen rosige Zeiten auf mich zu (hab mir gleich ein paar Yachtkataloge kommen lassen).</p>
<p>Auch Sie haben Glück, denn ich bin kein Egoist. Anlässlich meines ersten Artikels für die Pokerfirma habe ich beschlossen 20% von Jasons Action zu verkaufen. In Stückelungen von jeweils 1% können die ersten 20 Leser notariell verbriefte Anteilsscheine für läppische € 200.000 erwerben. Abgabe in der Reihenfolge der Anfragen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Also Beeilung, denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; Blogs</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 23:19:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Im Jahre 1989, im zarten Alter von 28 Lenzen, kam ich zum ersten Mal in den Besitz eines eigenen Mobiltelefons. Ich vermeide hier bewusst den Ausdruck „Handy“, da dieses Gerät ein sperriger Kasten mit über 5 Kilo Gewicht war. Im wesentlichen sah es aus wie eine Autobatterie mit Hörer und hatte weiterhin den Nachteil, dass die maximale Gesprächszeit unter einer Stunde lag. Wenn ich mein Gedächtnis malträtiere kann ich mich sogar nebulös an Zeiten vor dem Handy erinnern. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Erstaunlicherweise konnte man auch ohne permanente Erreichbarkeit überleben, wobei ich mir heute den Verzicht auf die Segnungen der modernen Technik nur schwer vorstellen kann.<br />
Ich bin allem Neuen gegenüber aufgeschlossen, versuche, meinen Finger am Puls der Zeit zu haben und kann mittlerweile sogar einen PC bedienen.</p>
<p>Dennoch schaffte es ein Spieler bei der CAPT in Innsbruck, mich in Zweifel zu stürzen. Er beglückwünschte mich nämlich zu meinem gelungenen und amüsanten BLOG auf Pokerolymp. Ich bedankte mich artig und fing dann an zu grübeln. Ich dachte immer, dass ich Artikel verfassen würde. War ich zum BLOGGER mutiert, ohne es gemerkt zu haben? Und was ist überhaupt ein Blog und warum existiert er?</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass es hier Leser gibt, von denen man genau wie von mir glaubt, dass in unserer Kindheit die Dinosaurier noch gelebt haben. Für diese Methusaleme hab ich mir die Mühe gemacht bei Wikipedia nachzuschauen:</p>
<p><em>Ein Weblog [ w?bl?g ] (Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), meist abgekürzt als Blog [ bl?g ], ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst.<br />
</em></p>
<p>Zur weiteren Veranschaulichung erlaube ich mir im Anschluss die genehmigte Wiedergabe des ursprünglich auf www.Gehirndurchfall.de erschienen BLOGS des aufstrebenden Pokerspielers Hubertus Schweineschwartler, der dort seinen Werdegang der Öffentlichkeit zugänglich macht.</p>
<hr />
<p><strong>12.Feb.2006</strong><br />
WAHNSINN !!!<br />
Ich muss es herausschreien in die Welt. Unglaublich! Aber lieber der Reihe nach.<br />
Mein Name ist Hubertus Schweineschwartler. Ich lebe in Freising bei München mit meiner Frau Britta, unseren 2 Töchtern Anna und Therese und unserem Dackel Horst. Ich bin 35 Jahre alt und arbeite am Flughafen in der Gepäckabfertigung.<br />
Gestern lud mich mein bester Freund Al Insetzer zu sich ein. Sie kennen Al sicher aus der Sendung „Deutschland sucht die Superschlampe“. Ab und zu veranstaltet er bei sich zu Hause eine kleine Casting-Orgie, bei der er mich gerne dabei hat. Nette kleine Abwechslung vom drögen Alltag. Nach einem kurzen formellen Vorstellen begannen die 10 Damen unverzüglich, sich zu entkleiden, mit Mousse au Chocolat anzuschmieren und dann gegenseitig sauberzulecken. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass jede der potentiellen Superschlampen versucht, durch möglichst obszöne Worte und Gesten Al’s Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Vergebens, denn Al war in einem Nebenraum, aus dem er mir winkend bedeutete, zu ihm zu kommen. „Hubsi“, sagte er, „vergiss, was da draußen abläuft, die wahre Action ist hier drinnen. Mit diesen historischen Worten deutete er auf seinen PC wo ein verwirrender Tanz aus Karten, Chips, Avataren und einer mitlaufenden Textzeile zu sehen war. Al erklärte mir, dass hier, direkt in seinem Arbeitszimmer, ein Pokerturnier abläuft. Er erklärte mir kurz die Regeln dann spielte er ein so genanntes „Sit-n-go“, ein 1 Tisch Turnier, bei dem er leider gleich als 3ter Spieler ausschied. Das Angebot, ob ich auch eines spielen wolle, lehnte ich ab, da es mir zu gefährlich sei, bei einem Spiel, dass ich gar nicht kann, Geld zu riskieren. NEIN, NEIN, sagte er, hier auf www.vollidiotenpoker.com kann man auch um Spielgeld pokern. Also gut, dann kann ich’s ja mal probieren. Und jetzt kommt der Hammer:<br />
!!!!!!!!!!!!!! ICH HABE DIREKT 2 TURNIERE HINTEREINANDER GEWONNEN !!!!!!!!!!!!<br />
Es ist offensichtlich, dass ich ein Naturtalent bin. Überglücklich bedankte ich mich bei Al, ohne den ich meine Bestimmung nie gefunden hätte. Im Hinausgehen lehnte ich sogar das freundliche Angebot der, mittlerweile wieder sauberen, „Superschlampen“ ab, bei ihrem netten Fessel und Peitschspiel mitzumachen. Ich musste dringend nach Hause. Meine neue Karriere planen. </p>
<p><strong>13.Feb.2006</strong><br />
Die Vernunft hat die Überhand gewonnen. Ich habe beschlossen, zuerst praktische Erfahrung anzusammeln, bevor ich um echtes Geld spiele. Wahrscheinlich ist es Zeitverschwendung, da ich sowieso alle wegputzen werde, aber ich habe ja Familie und will vorsichtig ans Werk gehen. Also, hier ist mein Plan: Ich werde jeden Tag 10 Sit-n-gos spielen und meine Platzierungen sorgfältig notieren. Da immer die ersten 3 Spieler Geld bekommen, kann ich dann meine Ergebnisse übertragen und weiß somit, wie ich abgeschnitten hätte. Genial, oder? </p>
<p><strong>14.Feb.2006</strong><br />
Probleme bereitete mir noch die Auswahl eines geeigneten Spielernamens. Nach Studium der (noch) aktuellen Weltspitze habe ich mich für eine leichte abgewandelte Zusammensetzung der Namen zweier Superstars entschieden. Watch out for: „Viel Brunzen“<br />
<strong><br />
15.Feb.2006</strong><br />
Habe die blödsinnige Beschränkung von 10 SnG aufgehoben. Je mehr ich spiele, desto schneller komme ich zu einem zuverlässigen statistischen Wert. </p>
<p><strong>18.Feb.2006</strong><br />
WOW. Was für ein Wochenende! Ich habe von Freitagabend 21.00h bis Sonntagabend 23.00h durchgespielt. 1247 SnGs ! Hier meine Statistik :<br />
1. Platz 0<br />
2. Platz 0<br />
3. Platz 2<br />
4. Platz 15<br />
5. Platz 4<br />
6. Platz 83<br />
7. Platz 156<br />
8. Platz 249<br />
9. Platz 740<br />
Diese Idioten passen nie eine Hand. Obwohl ich total unlesbar bin, da ich jede Hand raise und demzufolge immer gefährlich bin, bringe ich keinen Bluff durch. Ich glaube das liegt nur daran, dass ohne Einsatz gespielt wird.<br />
Ich habe beschlossen eine weitere Finesse einzubauen und spiele ab jetzt willentlich nur noch 99% meiner Starthände. He,He,wir werden schon sehen, ihr Weichbirnen!<br />
<strong><br />
12.Mai.2006</strong><br />
Meine Taktik ist aufgegangen. Habe soeben einen 1. Platz erzielt! Ich wage zu behaupten, dass nach nunmehr insgesamt 54.783 SnGs mein Spiel fundiert und abgerundet ist. Werde morgen meine erste Einzahlung tätigen. </p>
<p><strong>14.Mai.2006</strong><br />
Na also. Nach 12 SnGs liege ich schon $ 2,34 vorne </p>
<p><strong>16.Mai.2006</strong><br />
Ein erster kleiner Rückschlag. Von meinen Erfolgen übermütig geworden, habe ich mich auf ein Heads-up eingelassen. Na ja, der Mann hieß „Total Donkey“, wer kann da schon widerstehen?<br />
Kein Problem, die $12.400 hol ich schon wieder rein. Nur ein bisschen an meiner Selbstkontrolle arbeiten und Impulshandlungen vermeiden. Ich muss zwischenzeitlich nur meine Lebensversicherung auflösen, damit Britta nicht merkt, dass ich unser gemeinsames Konto geplündert habe. </p>
<p><strong>3.Juni.2006</strong><br />
Mein Chef ist ein ignorantes Arschloch! Er hat mir verboten, meinen Laptop in die Arbeit mitzunehmen. Wie soll ich denn da meinen Brand aufholen? Ich hab doch schon $38,17 gutgemacht! </p>
<p><strong>4.Juni.2006</strong><br />
Wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Ein befreundeter Hacker hat mir gezeigt, wie ich mich in den Computer der Flugsicherung einloggen kann. Da spar ich mir sogar noch die Internetgebühren. Hehe! </p>
<p><strong>27.August.2006</strong><br />
Britta ist vor 4 Tagen mitsamt Kindern und Hund zu ihren Eltern gezogen. Bloß weil sie uns Strom und Wasser abgestellt haben. Sie versteht einfach nicht, wie ich unsere gesamten Ersparnisse beim Pokern verlieren konte. Pah! Verlieren! Ich nenne das intelligentes Investment. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Kein Problem, in ein paar Wochen habe ich die läppischen $120.000.- mit Profit zurückgewonnen, ich hab ja noch $643,12 auf meinem Account. </p>
<p><strong>28.August.2006</strong><br />
Ich vermisse Horst. </p>
<p><strong>12.September.2006</strong><br />
Ich verliere zuviel Zeit mit Einkaufen und Haushaltsführung. Und die Wucherpreise für Lebensmittel! Aber wer intelligent einkauft, kann jede Menge sparen. Doch das Hauptproblem ist der Zeitverlust. Muss mal überlegen, wie ich noch Zeit einsparen kann. </p>
<p><strong>3.Oktober.2006</strong><br />
Ein Arbeitskollege meinte heute, dass ich stinke. Dabei ist er ein Knoblauchtürke und kann das doch gar nicht beurteilen. Egal, ich spar im Schnitt 18 Minuten pro Tag, wenn ich mich nicht dusche und keine Wäsche mehr wasche. Das steht locker dafür. </p>
<p><strong>14.Oktober.2006</strong><br />
Ich bin entlassen worden. Die SOKO meint, die Ursache des gestrigen Flugzeugzusammenstosses sei das Ausfallen der Flugsicherungscomputer auf Grund eines Einhackens in ihr System. Die Blackbox würde dokumentieren, dass das Letzte, was der Pilot der einen Maschine gesagt hatte, war:<br />
„Ich seh den künstlichen Horizont nicht mehr, sondern nur eine Pokerpartie.“<br />
Da müssen sich die Herrschaften schon den Vorwurf gefallen lassen, dass die Sicherheitsstandards erschreckend niedrig sind, wenn sich jeder x-Beliebige da einhacken kann. </p>
<p><strong>24.November.2006</strong><br />
Katastrophe! Der Preis für den Grundpfeiler meiner Ernährung ist von 39 Cent auf 45 Cent gestiegen. Dabei war in Whiskas alles drin, was ich für eine gesunde Diät brauche. Besonders die Sorten Thunfisch und Hühnchenstücke waren extrem lecker. Ich muss weg aus diesem Land! </p>
<p><strong>3.Dezember.2006</strong><br />
Ein freundlicher Ex-Kollege hat sich bereit erklärt, mich auf die Maschine nach Kalkutta zu schmuggeln. Zwar in einer Hundebox, aber ich kann mir momentan beim besten Willen kein Ticket leisten. Ich habe alles außer meinem Laptop verkauft und meine Bankroll ist durch einen vorübergehenden Antilauf auf $82,57 geschrumpft. In Indien ist alles billiger und dort wird sich Alles zum Guten wenden. Das spüre ich, denn ich habe durch meine Pokerkarriere einen sicheren Instinkt entwickelt. </p>
<p><strong>12.Februar.2007</strong><br />
Genau ein Jahr, seit ich mit Poker in Berührung gekommen bin. Die Menschen in den Slums von Kalkutta sind sehr freundlich zu mir. Sie halten mich für eine Art seltsamen Guru. Den Laptop kann ich bei der christlichen Mission anschließen. Die haben sogar Wlan. Super! Eine Mahlzeit täglich gibt’s noch obendrauf.<br />
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich mal in einem Freeroll cashe und dann geht’s wieder bergauf. </p>
<p><strong>3.März.2007</strong><br />
Ich habe einen neuen Freund. Ich habe ihn gestern vor der Mission kennengelernt. Dr.Bhupindar Singh interessiert sich brennend für meine Online Poker Karriere. Er meint, nur schade, dass ich keine anständige Bankroll habe. So ein Talent wie ich. </p>
<p><strong>5.März.2007</strong><br />
Bhupindar hat mir einen interessanten Vorschlag gemacht. Er könnte eine Transplantation für mich organisieren, bei der ich eine Niere verkaufen kann. Für $20.000. Klingt verlockend. Er sagt, die verbleibende Niere ist mehr als genug. Morgen gehe ich in seine Praxis für einen Bluttest.<br />
<strong><br />
6.März.2007</strong><br />
Schöne Praxis. Alles sehr sauber. Bhupindar sagt, ich hätte eine sehr seltene Blutgruppe, er hätte schon einen Käufer, der sogar $25.000 bezahlen würde. Gemacht! Morgen ist die OP. </p>
<hr />
<p>Hier endet der Blog von Hubertus Schweineschwartler. Wahrscheinlich war ihm das Bloggen zu mühsam geworden und er verbringt lieber mehr Zeit am Pokertisch. Bringt wohl auch mehr. Wünschen wir ihm von dieser Stelle weiterhin alles Gute.</p>
<p>Hoffentlich ist nun auch den geistig schwerfälligen unter Ihnen der Unterschied zwischen einem BLOG und einem ARTIKEL klar geworden. Ich gebe hier mitnichten regelmäßige Einblicke in mein tägliches Leben. Die müssen Sie schon bei einem persönlichen Gespräch mit mir gewinnen. Natürlich nur, wenn Sie selber auch etwas Interessantes zu erzählen haben. Denn wie sagte H. Lecter so schön „Quid pro Quo“.</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit – Geheimwaffen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 21:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[turnier]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Januar und Februar war ich in Tschechien mit der Strukturierung des Kingspokerroom beschäftigt. Zum 1. März beendete ich dieses Engagement einvernehmlich mit der Casinoleitung, da die organisatorische Arbeit beendet war und die Leitung des Tagesgeschäfts nun der ansässige Floorman übernahm. Viel Glück und weiterhin guten Erfolg in Rozvadov!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Nachdem ich mich dort 2 Monate ausschließlich mit Hold´em beschäftigt hatte, bemerkte ich deutliche Omaha-Entzugserscheinungen. Für mit der offiziellen Statistik der WHO unvertraute sei hier kurz angemerkt, dass Omaha Pot Limit nach Crack und Heroin auf Platz 3 der süchtig machenden Drogen rangiert. Also habe ich mich im März und April mit PLO vollgepumpt. In Berlin, Hamburg und Salzburg war guter Stoff zu bekommen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Dealer, auch wenn einige neu im Geschäft zu sein scheinen.</p>
<p>In den wenigen nüchternen Momenten zwischendurch habe ich erkannt, dass ich doch eher ein schreibender Spieler als ein spielender Schreiber bin. Das hat zur Folge, dass die Frequenz meiner Artikel abnehmen, aber hoffentlich näher am Spielgeschehen dran sein wird.</p>
<p>Ganz nah dran am Spielgeschehen war ich am letzten Tag des CAPT Events in Salzburg, als nämlich keine PLO Partie zustande kam und ich zum Abdecken der Tagesspesen in einem Hold´em Cashgame Platz nahm. Da ich normalerweise nie Hold´em Cash spiele, befand ich mich plötzlich in einer völlig ungewohnten Umgebung. Die Gegnerschaft bestand aus einer homogenen Masse von Jungspunden, einheitlich ausgerüstet mit Sonnenbrille und IPod. Nachdem ich anfänglich durch den Anschein von soviel Professionalität eingeschüchtert war, bemerkte ich bald, dass die Qualität des Spiels deutlich hinter der Qualität der Fassade zurückblieb. Wie eine Hollywood Kulisse, bei der die Häuserfront authentisch wirkt, dahinter aber nur Luft ist.</p>
<p>Ich gewann den Eindruck, dass hier im Fernsehen aufgenommene Verhaltensmuster zufällig abgespult wurden. Die lange Denkpause, wenn jeder schon 4 Minuten vorher weiß, dass hier ein Fold kommen wird. Die theatralische All-In Ankündigung am Flop, wenn bereits € 1500 in der Mitte sind und der Westentaschendramatiker versucht, mit € 20 vier Gegner aus der Hand zu drücken und viele andere, befremdlich wirkende, schlecht getimte Spielzüge.<br />
In der Biologie ist dieses Verhaltensschema bestens als „Mimikri“ bekannt. Harmlose Tiere versuchen gefährliche Tiere in Aussehen und Verhalten nachzuahmen. Ein gutes Beispiel ist der Hornissen-Glasflügler, der seinen Fressfeinden vorgaukelt, eine echte Hornisse zu sein (vgl. Wikipedia). Ja, das sieht täuschend echt aus und ich würde es mir 2-mal überlegen, bevor ich diesen harmlosen Schmetterling mit der bloßen Hand von meinem Erdbeerkuchen verscheuchen würde.</p>
<p>Ob die Evolution den neuen Mimikri-Hold´em-Helden genug Zeit lässt, ist fraglich. Die Fressfeinde sind zu durchtrieben und durchschauen die Maskerade zu schnell. Da wird noch die eine oder andere Bankroll aufgefressen werden, bevor einem der Stachel geglaubt wird. So scheint mir Selbstdarstellung der wahre Grund für dieses Rollenspiel zu sein. Schön, dass sich das so viele leisten können.</p>
<p>Ich habe mit altgedienten Pros gespielt, die bewusst den entgegengesetzten Eindruck erwecken wollen: Die nette ältere Dame, die einem 2 Buy-Ins aus der Tasche zieht, während sie dich in ein Gespräch über Tulpenzucht verwickelt. Der Kautabak spuckende Bauerntrottel, der vermeintlich keine 3 zusammenhängenden Worte rausbringt, dich aber konstant in jeder Hand ausspielt.</p>
<p>Da werden einem Betrunkenheit, Ahnungslosigkeit, Unwissen, Regelunkunde, Übermüdung, Weltfremdheit, Gleichgültigkeit usw. vorgespielt, nur um einen in Sicherheit zu wiegen. Auch hier hält die Natur Beispiele erfolgreicher Entwicklungen bereit, siehe Wikipedia.</p>
<p>Von diesen Denkansätzen sind unsere deutschsprachigen Nachwuchspros nur noch einige Lichtjahre entfernt. In der Zwischenzeit (die am Besten mit der Aneignung von fundiertem Wissen und Erwerb von umfassender Erfahrung verbracht werden sollte) kann ich vielleicht aushelfen: Wenn schon – denn schon !!!</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: medium;">Geheimwaffen</span></strong></p>
<p>Sind Sie ein aufstrebender junger Pokerpro mit mehr Ego als Verstand?<br />
Sind Sie zu faul zum Lesen, wollen aber trotzdem Alles besser wissen?<br />
Sind Sie der Meinung, Sie hätten ein gottgegebenes Recht zu gewinnen?<br />
DANN SIND SIE HIER RICHTIG !</p>
<p>Die zugrunde liegende Theorie ist einfach und schnell erklärt:<br />
Alles, was meine Gegner aufregt und/oder sie emotional aus der Bahn wirft, verschafft mir einen Vorteil. Es trübt ihr objektives Urteilsvermögen und verleitet sie zu Fehlern.</p>
<p>1. DER SLOWROLL<br />
Halten Sie Sich mit dem Aufdecken der gewinnenden Hand so lange wie möglich zurück. Reagieren Sie nicht auf die Aufforderung des Dealers oder anderer Mitspieler, Ihre Karten aufzudecken, auch wenn Sie an der Reihe sind. Geben Sie dem Gegner, nachdem er seine Hand gezeigt hat, durch verbale (Verdammt! Nicht schon wieder! Warum immer ich?) oder non-verbale Signale (Kopfschütteln, heftiges Nicken, Augenrollen) zu verstehen, dass er gewonnen hat. Nach einer möglichst langen Pause, im Idealfall bewegt der Dealer den Pot schon Richtung Gegner, decken Sie nun doch die bessere Hand um. Je näher Ihre Hand an der Nuts ist, desto effektiver ist der Slowroll.<br />
Lassen Sie die nun folgenden Beschimpfungen gleichmütig an sich abprallen. In manchen Fällen empfiehlt sich ein Kommentar wie z.B.: Wenn Sie es nicht verkraften zu verlieren, sollten Sie nach Hause gehen.</p>
<p>2. PARTIEBREMSE<br />
Die meisten Pokerspieler wollen in einem bestimmten Zeitrahmen so viele Hände wie möglich spielen. Sie unterliegen dem Irrglauben, dadurch mehr Umsatz und demzufolge mehr Gewinn generieren zu können. Wirken Sie dem entgegen! Stiften Sie Verwirrung, indem Sie außer der Reihe agieren. Reagieren Sie nie, wenn Sie wirklich dran sind. Lassen Sie sich mindestens 2-mal durch den Dealer zum Handeln auffordern. An dieser Stelle erfüllen nun auch IPod und Sonnenbrille ihren wahren Zweck: Wer nichts hört und nichts sieht, kann auch nicht wissen, wenn er dran ist!<br />
Lassen Sie häufig die Potgröße nachzählen. Sie müssen dazu nicht unbedingt noch in die Hand involviert sein.<br />
Beantworten Sie prinzipiell alle Aufforderungen des Dealers mit einer Frage. Bsp.: Dealer: „Ihr Blind mein Herr.“ Sie: „Warum?“<br />
Hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und das wollen wir ja alle: Kreativ Pokern!</p>
<p>3. FLATULENZ<br />
Wenn Sie Ihre Mitspieler grundlos beleidigen, kann das zu einem Hausverbot führen. Wenn Sie jedoch eine permanente Quelle unangenehmer Gerüche sind, beleidigen Sie nur den Geruchssinn aller Anwesenden. Das könnte man natürlich auch durch fehlende Körperhygiene oder monatelanges Tragen der gleichen Socken oder Unterwäsche erzielen. Hier könnte man Ihnen jedoch einen Vorsatz anlasten. Im Gegensatz zu anderen Methoden unangenehme Gerüche zu entwickeln, hat der Flatus jedoch den Vorteil, dass Sie komplette Unschuld an dessen Entstehung vortäuschen können, denn wer kann denn Blähungen kontrollieren? Oberflächlich betrachtet niemand! Glücklicherweise hat die moderne Wissenschaft hier eine Lösung parat: Um einen konstanten Gärungsprozess im Dickdarm aufrecht zu erhalten, darf ich an dieser Stelle auf ein Bohnengericht des in Fachkreisen zu einsamen Ruhm aufgestiegenen Spielers „Methan-Fred “ verweisen:</p>
<table style="height: 256px;" border="0" width="468">
<tbody>
<tr>
<td>Zutaten:<br />
1 Glas braune Bohnen,<br />
1 Glas weiße Bohnen,<br />
1/2 Glas Graupen,<br />
1/2 Glas Öl oder 3 EL Gänse- oder Hühnerschmalz,<br />
2 große Zwiebeln,<br />
1 EL rotes, scharfes Paprikapulver,<br />
1 Knoblauchzehe,<br />
250 g geräuchertes Rindfleisch oder geräucherte Gänsekeule,<br />
3 Fleischknochen,<br />
3 Markknochen,<br />
Salz</td>
<td>Zubereitung:<br />
Öl oder Fett in einem großen, hohen Topf erhitzen.<br />
Gehackte Zwiebeln darin goldbraun anrösten. Vom Feuer nehmen, Paprika dazugeben, mit 1/4 Glas Wasser löschen. Bohnen und Graupen zugeben und unter Rühren ca. 5 Minuten dünsten. Mit Salz würzen und mit Wasser aufgießen, so dass der Topf fast voll ist. Aufkochen. Knochen, Knoblauch und Fleisch zufügen, ca. 1/2 Stunde kochen. Vom Feuer nehmen, danach nochmals eventuell würzen. Topf mit einem gut sitzenden Deckel oder Alufolie fest verschließen.<br />
Im Backofen bei 150 Grad 12 bis 15 Stunden garen. Nachsehen, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist, bevor das Gericht über Nacht im Backofen bleibt, andernfalls Wasser zugießen. Falls der Tscholent 1 Stunde vor dem Servieren zu flüssig ist, Deckel abnehmen und noch bräunen lassen. Nicht umrühren, damit die Bohnen nicht “matschig” werden.<br />
Das Gericht soll nicht “suppig” sein, sondern saftig und braun.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese Geheimwaffe können Sie selbstverständlich ganzjährig einsetzen. Merke: Flatulenz hat nichts mit Frühling zu tun!</p>
<p>4. ESELSTREIBEREI<br />
Glücklich und zufrieden sind Pokerspieler, wenn sich an ihrem Tisch ein oder mehrere „Esel“ befinden. Diese verlieren ihre Chips schneller, als die anderen Spieler sie aufstapeln können. Ihr Ziel ist nun, diese „Goldesel“ so schnell wie möglich zu vertreiben. Machen Sie sie auf ihre Fehler aufmerksam. Erklären Sie ihnen, dass sie hier mit lauter Profis am Tisch sitzen und keine Chance haben. Geben Sie die Esel der Lächerlichkeit preis. Verhöhnen Sie sie. Beschimpfen Sie sie lauthals als schlecht spielende Idioten, wenn sie ihre 1-3 Outer treffen. Schütten Sie ihnen Rotwein über die Hose.<br />
Voller Genugtuung werden Sie die wachsende Aggression Ihrer Mitspieler beobachten können. Den entgangenen Profit durch den Abzug des Esels werden Sie mannigfach durch die Fehler der anderen Spieler reinholen, die sich durch abgrundtiefen Hass auf Sie zu den wirrsten Spielzügen verleiten lassen.<br />
Konsequentes Anwenden dieser fortschrittlichen Gewinnmethoden wird Ihnen viele unvergessliche Stunden am Pokertisch bescheren. Bedenken Sie: Sie sind hier, um Geld zu gewinnen, nicht um neue Freundschaften zu schließen.</p>
<p>Ein Wort der Vorsicht:<br />
Unter keinen Umständen dürfen obige Geheimwaffen in Pot-Limit-Omaha Partien angewandt werden. Hier könnte es zu unvorhersehbaren Nebeneffekten kommen, da die meisten PLO Spieler sich bereits über einen längeren Zeitraum kennen.<br />
Ihre Dankbarkeit können Sie gerne auf diesem Forum zum Ausdruck bringen oder, falls Sie mich mal persönlich sehen, mir freundlich von Ferne zunicken</p>
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		<item>
		<title>Die Wahrheit – Legal, Illegal &#8211; Scheißegal</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/kolumnen/die-wahrheit-%e2%80%93-legal-illegal-scheisegal/6074</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 22:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Die USA sind eine Welt für sich. Wenn man Nordamerika sagt vergisst man leicht, dass da Kanada, Mexiko, die Karibik und Zentralamerika mit dazu gehören. Denn in den USA gibt es alles, was ein Kontinent braucht. Ewiges Eis, Wüsten, Berge und Meer. Sie haben fast alle erdenklichen Bodenschätze und die meisten davon im Überfluss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Im Überfluss haben die US-Amerikaner auch sonst vieles, wo Bewohnern anderer Staaten der Schnabel trocken bleibt. Fernsehsender, Rapper, Fast Food Ketten, Amokläufer, Fettleibige, Magersüchtige und Brad Pitt. Und Gesetze. Viele Gesetze. Sehr viele Gesetze. Unglaublich sehr viele Gesetze. Sehr viele unglaubliche Gesetze.</p>
<p>Viele sind zum Schutz des Staats, auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil sonst wohl die Serverkapazitäten hier gesprengt würden, und einige zum Schutz des Burgers, äh, Bürgers. Hier gibt es nette Kuriositäten, da die USA ja eine Föderation sind wodurch es, ähnlich wie in Deutschland, sowohl Bundes- als auch Ländergesetze gibt. Der Humorist Ephraim Kishon formulierte einst vortrefflich: „In den USA gibt es Staaten, in denen sich eine Frau nicht prostituieren darf. In anderen Staaten darf sie und in einigen muss sie.“ Wichtige Dinge sind auf Bundesebene geregelt. Z.B. darf in den ganzen USA nicht öffentlich Alkohol konsumiert werden (man muss sein Bier zum unsichtbar machen in eine Papiertüte stecken, dann ist es ok) dafür darf man sich, sobald man 18 ist, beliebig Schusswaffen kaufen. In ein Casino darf man erst mit 21, denn da sollte man schon etwas reifer sein. Bundesweit darf man Unternehmen verklagen, die einen heimtückisch töten wollen, wie Zigarettenhersteller oder den Produzenten des Mikrowellenofens, der vergessen hat in der Gebrauchsanweisung darauf hinzuweisen, dass sein Gerät nicht zum Trocknen frisch gebadeter Babys geeignet sei (wobei ich bezweifle, dass der Mutter, die das fertig gebracht hat, dadurch geholfen gewesen wäre). Andere Kleinigkeiten wie die Todesstrafe sind regional geregelt. Übertragen wir das gedanklich mal nach Deutschland…Richter: „Tja, Herr Schulze, hätten Sie Ihre Frau in Hamburg gevierteilt, wären Sie mit 15 Jahren davon gekommen, aber hier in Bremen schicken wir Sie auf den elektrischen Stuhl.“ Köstlich!</p>
<p>Casinos sind nur in Nevada und New Jersey erlaubt. Vielleicht ist deswegen Nevada einer der Staaten, in denen Prostitution verboten ist, um die Laster wenigstens in einer Richtung zu beschränken. Clevere amerikanische Unternehmer suchten nach Lücken im Gesetz, um neue lukrative Casinostandorte zu schaffen (Merke: Wo viele Gesetze da auch viele Lücken) und wurden auch fündig: Ist das Casino auf dem Wasser, dann ist jeder Standort legal.</p>
<p>Dadurch entstanden Casinodestinationen deren Popularität teilweise nicht nachvollziehbar ist. Tunica- Mississippi ist eine davon. Die Region besticht durch nichts, außer dass ein gezeitenfreier Nebenarm des Mississippi und billiges Bauland vorhanden sind. Die „Casinoboote“ liegen ihr Leben lang fest vertäut auf 20cm Brackwasser. Infrastruktur außerhalb der Casinos ist nicht existent. Während eines Aufenthalts bei der World Poker Open wollte ich mir mal die Gegend ansehen und musste 30 km fahren, bis die erste Ortschaft in Sicht kam. Trotz dieser zentralen Lage mitten im Nirgendwo werden dort Milliardengewinne eingefahren.</p>
<p>Ich besuchte auch Gulfport/Biloxi, eine kleine Hafenstadt ca. 100 km östlich von New Orleans. Hier sind auch „Casinoboote „im Hafen fixiert, das Städtchen existierte aber schon vorher und ist dementsprechend sympathischer.</p>
<p>Von solchen Wassercasinos gibt es noch jede Menge, was aber der wirkliche Hit ist, wurde mir erst bei einem Urlaub in San Diego 2002 bewusst. In Kalifornien ist Poker legalisiert, deswegen gibt es dort allerorten Pokerclubs in diversen Größen. Nach 5 Tagen Strand trieb uns die Langeweile auf die Straße, die über den Oceans 11 Pokerclub in Oceanside (freundlich und zweckdienlich) schließlich nach Pechanga führte.</p>
<p>Dort haben die Luiseno Indianer in ihrem Reservat im Temecula Tal ein Casino hingestellt (www.pechanga.com und www.pechanga-nsn.gov). Ich hatte vorher noch nie etwas von den Luisenos gehört. Wahrscheinlich, weil sie bis kurz vor die Ausrottung dezimiert, nicht den Bekanntheitsgrad von Sioux oder Apachen erzielen konnten. Jedenfalls sind Indianerreservate ein Staat im Staat, die auch über eigene Gesetzeshoheit verfügen. Nach Jahrhunderten langer Arbeitslosigkeit und Alkoholismus, wurden, zuerst als Joint-Ventures, mittlerweile in Eigenregie, die Stammeshäuptlinge zu Casinodirektoren. Schön, dass sie überlebt haben und jetzt für den Landraub Rache nehmen können. Denn nicht mit dem Tomahawk, sondern mit der Slotmaschine wird jetzt dem weißen Mann der Skalp abgezogen.</p>
<p>Diese Indianercasinos gibt es mittlerweile überall in den USA. Mit der Zeit gehend hält die Kahnawake Gaming Commission momentan 60% aller Online Lizenzen weltweit. Das Stammesoberhaupt der kanadischen Mohawk Indianer steht auch der KGC vor und garantiert den betrugsfreien Ablauf des Online Spiels. Da kann sich ja mein weißer Arsch sicher fühlen. An dieser Stelle mein herzlicher Dank an:<br />
Mohawk Council of Kahnawáke Grand Chief Michael Ahríhrhon Delisle, Jr.</p>
<p>So, wie steht es denn im guten alten Deutschland?</p>
<p>Hier halten die Länder einträchtig zusammen, wenn es um das Casinomonopol geht. Bei Diskussionen um den Länderfinanzausgleich ist davon weniger zu spüren. Leider ist Poker als Glückspiel deklariert und fällt deshalb unter das staatliche Monopol. Der Dealer Peter S. erklärte mir stichhaltig die Definition des Pokerspiels, der sich offensichtlich auch der Staat angeschlossen hat: „Poker ist zu 90% Glück und zu 10% ist der Dealer schuld.“</p>
<p>Da es zurzeit ja nur etwa 2 Millionen Pokerspieler in Deutschland gibt (Tendenz steigend) ist offensichtlich, dass hier am Bürger vorbei regiert wird. Auch bei günstigster räumlicher und zeitlicher Verteilung finden diese Massen keinen Platz in deutschen Casinos. Was sind die Alternativen?</p>
<p>Die Sachpreis Turniere sind bereits runterreguliert und waren ja sowieso nie so richtig spannend.</p>
<p>Wer bei illegalen Cashgame Betreibern spielt, befindet sich außerhalb der Legalität.<br />
Wer online um Geld spielt, tut dies ebenfalls illegal.</p>
<p>Also kann man nur privat spielen – aber mit wem? Versuchen Sie mal eine Anzeige zu schalten „Spielpartner zum Pokern gesucht.“ Geht nicht, da illegal! Ja was geht denn dann???</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht können wir auch in Deutschland eine Gesetzeslücke finden. Was ist denn mit den Indianern in Bad Segeberg, könnten die keinen Pokerclub aufmachen? Das muss doch mehr bringen, als die öden Karl-May Festspiele!</p>
<p>Oder gibt es irgendwo Überlebende wie die Luisenos, von denen niemand etwas weiß? Ein stark dezimierter Teutonenstamm, der in der Nähe von Castrop-Rauxel in den Wäldern haust?<br />
Irgendein Bergstamm in einem unzugänglichen Alpental, denen ihr angestammtes Land unrechtmäßig weggenommen wurde, um Skipisten zu generieren?<br />
Steinzeit Ostfriesen, die unbeachtet zwischen Deich und Wasserkante dahinvegetieren?</p>
<p>Wir müssen zusammenhalten, denn sonst bleibt der Großteil aller Pokeraktivitäten illegal und kommt nie aus der Grauzone heraus. Also, wenn Sie irgendwo entrechtete Ureinwohner ausmachen, lassen Sie es mich wissen.</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; Spieglein, Spieglein</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 22:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Nach krankheitsbedingter Pause (Eierstockentzündung) melde ich mich zurück. Ich hoffe, die Gehirnzellen meiner 9 Stammleser haben sich inzwischen nicht komplett verflüchtigt oder sind durch den Genuss minderwertiger Artikel auf anderen Pokerseiten verschlammt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Was? Wie? Dieses Krankheitsbild ist doch Frauen vorbehalten! Stimmt. Ich wollte nur sehen, ob Sie auch aufpassen. In Wirklichkeit litt ich an cerebraler Konstipation, befinde mich aber auf dem Weg der Besserung.</p>
<p>In den Jahren 1990/91 war ich die Nr. 1 der offiziellen Backgammon Weltrangliste. Meine konstanten Turniererfolge hoben mich in diese Position, obwohl ich, sowohl nach eigener als auch nach Einschätzung meiner Kollegen, ein vergleichsweise besserer Cashgamespieler war. An Tagen mit entlüftetem Ego hätte ich mich in den Top 10 im Turnier und in den Top 3 im Cashgame gesehen. Das würde auch im Einklang mit der Tatsache stehen, dass ich nicht permanent von zockgeilen Profis verfolgt wurde, da eine Cashgame Sitzung mit mir entweder Zeit- oder Geldverlust bedeutete.</p>
<p>Umso erstaunter war ich, als sich ein dänischer Jungprofi an mich hängte wie ein ausgehungerter Blutegel. Er tauchte Anfang der 90er zum ersten Mal auf in Gstaad/Schweiz auf, wo er ein Doppelturnier, mit seiner Schwester als Partner, spielte und auch gewann. Der Turniergewinn wanderte langsam aber sicher in den folgenden Tagen in meine Tasche, da er jede freie Minute nur mit mir spielen wollte. Bitte, Danke – gern geschehen. Zu meiner Freude verfolgte er mich auch auf den nächsten Turnieren mit einer finanziell ungesunden Penetranz, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte. Stellen Sie sich einen Boxkampf vor, bei dem der unterlegene Kämpfer jede Runde mehrfach niedergeschlagen und angezählt wird, trotzdem immer wieder aufsteht um sich noch eine Packung abzuholen.</p>
<p>Als er nach etwa einem halben Jahr von mir abließ, hatte ich sein Geld und er meinen Respekt. Denn Gus Hansen wollte sich einfach mit den Besten messen, von ihnen lernen und sich so verbessern. Danach sah ich ihn über die Jahre sporadisch auf Backgammon Turnieren, bis ich mich ab 1994 dem Pokern zuwandte und in diese neue Welt eintauchte.</p>
<p>Wir sahen uns 2001 in Paris wieder, wo wir in der gleichen Omaha Potlimit Partie mit „Greek George“ saßen. Gus war inzwischen selbst ein Weltklasse Backgammonspieler, hatte sich aber, den Geldströmen folgend, auch dem Pokern verschrieben. Auch hier hatte ich ein paar Jahre Erfahrungsvorsprung und konnte so genau beurteilen, wie er agierte.</p>
<p>Er hatte einen superaggressiven Stil, der sich normalerweise nicht mit Omaha-Potlimit verträgt. Dass er nicht mit fliegenden Fahnen unterging, lag an der Besetzung der Partie. Denn mit George war die ultimative Calling Station präsent, die dem aggressiven Gus am River den Pot überlassen musste, wenn er seinen Draw verfehlt hatte. Außerdem scharten sich in den Partien um George immer einige Amateure und schwächere Pros, die der Aggression nicht gewachsen waren.</p>
<p>Er schloss die Partie nach einigen Tagen als großer Gewinner ab, wobei die Achterbahnfahrt seines Geldpegels der einzelnen Tage bei mir Schwindelgefühle auslöste. Ich hatte den Eindruck, dass, wenn er sein Spiel etwas mehr differenziert hätte, einige negative Ausschläge zu vermeiden gewesen wären und sein Gewinn noch fetter ausgefallen wäre. Dennoch war sein Stil in sich schlüssig und abgerundet. Gus spielte angstfrei und machte konsistent gute Reads, die Visitenkarte eines guten Pokerspielers.</p>
<p>Mit Freude verfolgte ich seinen kometenhaften Aufstieg in der Pokerwelt, als er innerhalb von 20 Monaten 3 WPT Turniere gewann und einen dritten Platz erzielte. Hier hatte er seinen superaggressiven Stil offensichtlich in die richtige Bahn gelenkt. Es ist nicht übertrieben, ihn als Trendsetter zu bezeichnen, denn die Pokergemeinde realisierte schnell, wie effizient seine Turnierstrategien waren und kopierte sie. Man kann diesen Fakt gar nicht deutlich genug hervorheben, denn die große Masse aller Spieler verfolgt die Schäfchen-Strategie: Angstvoll blöken und immer dem Leithammel hinterher. Um neue Gedanken und Strategien zu entwickeln, bedarf es eines durchdringenden Intellekts, großen Selbstbewusstseins, um Vertrauen in die gewonnenen Erkenntnisse zu haben und einer Prise Respektlosigkeit, um erstmal alles althergebrachte Wissen zu durchleuchten und gegebenenfalls über den Haufen zu schmeißen.</p>
<p>Er ist Poker genauso angegangen wie seinerzeit Backgammon. Der Unterschied ist, dass es beim Backgammon immer nur einen richtigen Zug gibt, mithin ein persönlicher Stil zu niedrigerer Equity führt, während man beim Pokern durchaus individuell gestalten kann. Wenn man professionell pokert, ist es sogar sinnvoll, sein Temperament den Stil bestimmen zu lassen, den man spielt, um länger leistungsfähig zu bleiben und einem Ausbrennen vorzubeugen.</p>
<p>Hansen hat seinen Stil selbst entwickelt und praktiziert ihn erfolgreich in No-Limit Hold’em Turnieren. Er hat aber bei seiner Gewinnsumme von $ 5,3 Mio. nicht ein einziges Resultat einer anderen Disziplin dabei. Nicht, weil er keine anderen Turniere spielt, sondern einfach weil sein Stil sich nicht so gut für technischere Varianten eignet. Wenn man z. B. Omaha 8 or better fixed Limit spielt, ist es einfach schwieriger, eine Trashhand durchzuboxen.</p>
<p>Sein Stil ist auch für die Cashgames ungeeignet, die er vorzugsweise spielt. In der High-Limit Partie in Las Vegas ist er einer der größten Verlierer. Auch im Internet sind seine Resultate stark altruistisch. Naja, wo Licht ist, ist auch Schatten. Im Wesentlichen hat Gus zwei Probleme. Er kann seine Aggression schlecht modifizieren und hat eine schlechte Spielauswahl.</p>
<p>Hier meine ich nicht nur, dass er sich permanent mit den Weltbesten misst, sondern auch die Wahl der Sparte. Vielleicht sollte er nur Turniere spielen und seine Cashgames auf No-Limit Hold’em beschränken. Er ist nicht allein. Turniergrößen aller Schattierungen fallen im Cashgame in sich zusammen. Gewinnende Cashgame Spieler sind chancenlose Einbezahler in Turnieren. Nur wenigen Ausnahmetalenten ist es vergönnt, in allen Disziplinen zu brillieren.</p>
<p>Und hier sind wir bei dem Ratschlag angelangt, den ich Ihnen heute mit auf den Weg geben möchte:</p>
<p>Wenn Sie vorhaben, Poker mit Profit zu spielen, sollten Sie sich und Ihre Resultate mit schonungsloser Offenheit sich selbst gegenüber betrachten. Halten Sie die Disziplinen auseinander. Experimentieren Sie kontrolliert mit Stilen, bis Sie den gefunden haben, bei dem Sie sich am wohlsten fühlen. Vergleichen Sie, wobei Sie den besten Stundenlohn haben. Wenn Sie mit Multi Table Turnieren nicht weiterkommen, ist Ihre Konzentrationsspanne eventuell besser für Sit’n’gos geeignet oder Sie sind im Cashgame besser aufgehoben. Haben Sie bessere Ergebnisse in Live Games oder kommen Sie Online auf den grüneren Zweig? Und sieht’s da besser aus, wenn Sie mehrere Tische gleichzeitig spielen oder sollten Sie bei einem bleiben?</p>
<p>Schieben Sie Ihr Ego zur Seite und konzentrieren Sie sich auf Ihre starken Seiten, auch wenn andere Varianten mehr Spaß machen.</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit – Apparatschiks</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 21:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[hohensyburg]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
		<category><![CDATA[turnier]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Als das III. Reich niedergeschmettert wurde und die Siegermächte sich auf die Suche nach „Nazis“ machten, staunten sie nicht schlecht. Es waren kaum welche zu finden. Natürlich wanderten große Teile der Wehrmacht in Kriegsgefangenschaft, aber der harte Kern, die Verwaltung dieses Schreckenregimes, hatte sich in Luft aufgelöst. Ein paar Prominenten, die sich nicht rechtzeitig z.B. nach Südamerika absetzen konnten, wurden in Nürnberg der Prozess gemacht, ansonsten gestaltete sich die Entnazifizierung mangels Masse als Kinderspiel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Dieser Vorgang ist immer wieder bei der Zerschlagung totalitärer Regimes zu beobachten. Hinterher will’s keiner gewesen sein. Die Schuldigen versickern im Volk wie Wasser in der Wüste.<br />
Die Nazis, wurde mir einmal erklärt, seien nicht alle spurlos verschwunden, sondern hätten in einer anderen Organisation Zuflucht gefunden. Sogar die Nomenklatur sei 1 zu 1 übernommen worden. Ja, damals war der ADAC in Gaue aufgeteilt, und der Gauleiter war, wie zu NS-Zeiten, der Federführende dieser Verwaltungseinheit. Wahr oder nicht, der ADAC hat seine Organisationsteile mittlerweile umbenannt um unliebsame Parallelen gar nicht mehr aufkommen zu lassen.<br />
Die DDR war der „Vorzeigestaat“ im kommunistischen Machtblock. Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) hatte das Land straff durchorganisiert. Die den Deutschen zu Recht nachgesagte Ordnungswut konnte sich hier unter optimalen Bedingungen zur Hochblüte entwickeln. Ungestörte 41 Jahre DDR-SED Herrschaft, danach war auch dem kleinsten Detail Sorge getragen worden. Dann fiel die Mauer! Alle Bürokraten, Verwaltungsspezialisten, Stasimitarbeiter usw. waren plötzlich arbeitslos.<br />
Einige hatten Dreck am Stecken und wurden von der Gauck-Behörde verfolgt, andere kamen in den neuen Strukturen unter, aber die große Masse war wie vom Erdboden verschwunden. Zumindest bis letzte Woche. DENN ICH HABE SIE GEFUNDEN!<br />
So unglaublich es klingen mag, aber ich weiß, wo die Apparatschiks sind. Zu unübersehbar sind die Hinweise, zu offensichtlich die Übereinstimmungen:<br />
SIE SIND IN DEN DEUTSCHEN STAATLICHEN CASINOS UNTERGEKOMMEN!<br />
Lassen sie uns methodisch vorgehen und analysieren, was ich in Dortmund anlässlich der EPT erlebt habe.<br />
1. Das organisierte Chaos<br />
Wenn 200 Menschen versuchen, sich an 2 geöffneten Schaltern für ein Pokerturnier zu registrieren und eine Registrierung im Durchschnitt 3 Minuten dauert, erhalten wir folgende Gleichung:<br />
200 (Menschen) x 3 (Minuten ) : 2 ( Schalter ) = 300 Min<br />
300 Minuten entsprechen 5 Stunden. Wenn also die Registrierung um 12.30 h öffnet und das Turnier um 15.00 h anfängt, ist es theoretisch unmöglich, den Zeitplan einzuhalten. Das ist simpel auszurechnen und man kann getrost davon ausgehen, dass hier Absicht dahinter steckt.<br />
2. Die Abfütterung<br />
Ich kenne Schweineställe, in denen das angebotene Menü deutlich variantenreicher ist, als das, was uns im Casino Hohensyburg vorgesetzt wurde. Na gut, ein Casino ist kein Mastbetrieb, obwohl das Endziel wohl identisch ist: Die Abschlachtung!<br />
Mein Freund Andreas Fritz, ein langjähriger Pokerspieler, der selbst ein Restaurant besaß, dem beinahe ein Michelin Stern verliehen wurde, meinte, mit einem Mehraufwand von maximal € 2 pro Gast hätte man auch verwöhnte Gaumen glücklich machen können. Da offensichtlich € 70 pro Tag nur für ein Gastropaket in dieser schäbigen Ausführung ausreichen, wäre ich gerne bereit gewesen, noch € 2 draufzulegen, um anständig verpflegt zu werden. Wer jemals in einem Interhotel in der DDR gegessen hat, fühlte sich sicher, so wie ich, in vergangene Zeiten zurückversetzt.<br />
3. Die Gängelung<br />
Beim Eintritt in den Turnierbereich musste man 2 Kontrollen passieren. Um dies für die Veranstalter zu vereinfachen, wurden einem 2 Plastikbändchen am Handgelenk fixiert. Ich kam mir wie ein beringter Vogel vor, dessen Migrationsverhalten studiert werden soll. Ich bin unter anderem Berufsspieler, weil ich meine persönliche Freiheit schätzte und auch kleine Eingriffe auf selbige nur ungern hinnehme. Wenn ich am Tag zehnmal oder mehr kontrolliert werde, bloß weil ich mich erdreiste, ein Pokerturnier zu spielen, sinkt meine Stimmung auf den Nullpunkt. Was kommt als Nächstes? Tätowierung? Mikrochip unter die Haut?<br />
Was, Sie meinen ich wäre über das Ziel hinausgeschossen? Jeder gute Westbeamte könne diese gequirlte Scheiße von Organisation auch zusammenbringen? Moooment! Ich habe Ihnen erst ein paar Indizien aufgezeigt, nur an der Oberfläche gekratzt.<br />
Das deutsche staatliche Glückspielmonopol ist in letzter unter massiven Beschuss geraten. Die EU ist bestrebt, hier europaweite Gesetze durchzusetzen. Ein Hauptargument der deutschen Spielbanken ist die Prävention und Kontrolle der Spielsucht, die nur unter staatlicher Aufsicht gewährleistet sei. Das staatlich lizenzierte Monopolisten kräftig Werbung für ihr Spielangebot machen, lässt einen schalen Beigeschmack zurück, da hier die Doppelmoral unübersehbar ist. Um auf Dauer zu bestehen sind hier neue Konzepte gefragt, um die Spielsucht einzudämmen, nicht zuletzt weil ja leider das neue „Glückspiel“ Poker in Deutschland boomt und immer mehr süchtige Pokerspieler in deutsche Casinos drängen. Hier waren nur noch die Filzokraten aus der Ex-DDR in der Lage zu helfen, die Spielsucht in die Schranken zu weisen. Hier der 5-Punkteplan:<br />
1. Fernhalten<br />
Durch lächerliche Bekleidungsvorschriften sollen die Spieler abgehalten werden, überhaupt ein Casino zu betreten. Impulsaktionen werden so ausgeschlossen, denn wer hat denn Lust noch mal nach Hause zu fahren um sich umzuziehen, wenn ihn der Spieltrieb überkommt?<br />
2. Grabesstimmung<br />
Die gedrückte Stimmung im Spielsaal eines deutschen Casinos findet man allenfalls noch in Aussegnungshallen und Krematorien. So hat es auch in Ämtern der DDR ausgesehen.<br />
3. Schlechter Service<br />
Die Qualität der Dealer war für die Größe des Events inakzeptabel. Wer hier € 8000 bezahlt, kommt sich zwangsläufig verarscht vor und bleibt zukünftigen Ereignissen in deutschen Casinos gegenüber zumindest misstrauisch. Dem kapitalistischen Klassenfeind wird hier vor Augen geführt, dass man für Geld doch nicht alles bekommt!<br />
4. Stillstand<br />
Aus den Fehlern des letzten Jahres wurde nichts gelernt. Der Turnierdirektor Thomas Kremser sagte mir, er wäre dem Casino Hohensyburg für eine Dealerschulung zur Verfügung gestanden. Ein Angebot, das leider nicht genutzt wurde. Auch für andere Verbesserungen habe man kein offenes Ohr gehabt, logisch, wenn im aktuellen 5-Jahresplan nichts davon steht.<br />
5. Demonaetisierung<br />
Ein genialer Einfall! Wenn man dem Spieler so schnell wie möglich sein Geld entzieht, kann er ja gar nicht süchtig werden. Also werden aus jedem Pot bis zu € 30 entnommen, um alle in der kürzest möglichen Zeit pleite zu haben. Respekt! Weitere Regeländerungen sind nur eine Frage der Zeit. Mein Vorschlag: Beim Blackjack gewinnt die Bank bei Gleichstand und beim Roulette sollte man die Doppel-, Triple und Quadrupel Zero einführen. Alternativ dazu könnten Gäste, die wenig Zeit haben, ihr Geld gleich am Eingang abgeben, ohne Zeit mit Spielen verschwenden zu müssen.<br />
Mich würde es nicht überraschen, wenn bald in deutschen Casinos vor Schichtbeginn die Becherhymne abgespielt würde.<br />
Mein Imageberater hat mir nahe gelegt, nicht immer nur so negativ zu schreiben. Deswegen möchte ich hier allen Bedienungen im Casino Hohensyburg ein dickes Lob aussprechen. Ohne Ausnahme wurde meinen Getränkewünschen schnell und freundlich Sorge getragen. Meistens hatte ich Probleme, sie zurückzuhalten, um ihnen ein Trinkgeld zu geben, da sie aufgrund des überhöhten Gastropaketpreises keines erwarteten.</p>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; Spieglein, Spieglein</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 22:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Zuerst ein Wort der Entschuldigung an diejenigen, die letzten Montag auf eine neue Kolumne von mir gewartet haben. Der Artikel lag der Redaktion druckfertig vor, konnte allerdings nicht veröffentlich werden, da noch einige Rechtsfragen abgeklärt werden müssen. Es ist mitnichten so, dass ich nichts mehr zu sagen hätte oder ausgebrannt bin. Obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass meine neue Aufgabe in Tschechien sehr kräftezehrend ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>So, das Thema meiner heutigen Ausführung ist die ewige Spiegelfrage des Pokerns, wer denn nun der beste Spieler unseres Planeten ist. Diejenigen, die glauben, dass sie ja selber derjenige sind und deren extraterrestrisch gutes Spiel ihnen nur auf Grund widerlichster Pechsträhnen noch nicht die internationale Anerkennung beschert hat, die ihnen eigentlich zustände, haben zumindest schon mal meine uneingeschränkte Bewunderung. Denn wie gelingt es Ihnen, meinen Artikel zu lesen, wenn Sie, aus offensichtlicher Selbstverliebtheit, den Kopf bis zu den Schultern im eigenen Arsch stecken haben?</p>
<p>In den meisten anderen Sportarten ist die Frage nach dem Besten relativ schnell beantwortet. Hier helfen Weltrangliste und/oder Weltcup zumindest den Jahresbesten herauszufiltern. Weltmeisterschaften sind, und hier herrscht Analogie zum Pokern, weniger zuverlässig, da ein Einzelbewerb zuwenig aussagekräftig ist (Denken Sie hier an einen Abfahrts-Skiläufer, der im Weltcup jede Woche die Konkurrenz deklassiert, aber im Weltmeisterschaftsrennen stürzt).</p>
<p>Athleten, die Jahr für Jahr die Ranglisten anführen, beweisen dergestalt ihre überragende Klasse und erlangen Kultstatus wie Tiger Woods oder Roger Federer.</p>
<p>In Disziplinen, die ihre Preisgelder durch Verbände, Sponsoren oder Medien finanzieren, ist das alles transparent und einfach : Mein Verband zahlt die Startgelder, ich hau alle in die Pfanne, dann kommt Nike mit einem Millionendeal, der an Obszönität grenzt (Refinanzierung durch Lohneinsparungen bei asiatischen Kinderarbeitssklaven gesichert), danach bewerbe ich zum Abschmecken noch Videokameras, Frühstückscerealien, Shampoo und Abführmittel – die Welt ist schön.</p>
<p>Wie sieht’s denn aber in anderen, weniger populären Sportarten aus? Was hat man davon, weltbester Langstreckensackhüpfer zu sein? Sponsorenvertrag von einem Jutehersteller? Wohl kaum! Da muss man sich selber um Verdienstmöglichkeiten bemühen!</p>
<p>Genauso sah es noch bis vor kurzem beim Pokern aus. Außer Papa kein Sponsor weit und breit. Wer richtig Geld verdienen wollte, musste Cashgame spielen. Denn wenn das Durchschnittsturnier einen Preispool von unter € 20.000 generiert, wie soll dann die Turnierstatistik aussehen, die seinen Mann nach Abzug aller Reisespesen ernährt? Schauen Sie sich ruhig mal die Ergebnisstatistiken von Spielern an, die vor 2003 dem Turniercircuit gefolgt sind. „Garry – The Whacke r- Bush“ war 2.er der European Player of the Year Rankings 2001und gewann sie dann in 2002 mit einer Gesamtgewinnsumme von ca. $130.000 (35 Mal ITM).<br />
!! WOW !! Was da wohl übrig blieb?</p>
<p>In Europa ging fast gar nichts und auch in den USA waren die Majors dünn gesät. Erst der Online-Boom hat ab 2003 die Turnierszene richtig aufgewirbelt. Denn Turnierergebnisse lassen sich besser nachhalten als Resultate von Cashgames, die wer weiß nicht wo stattfinden. Und um ihr Produkt mit einem gesponserten Spieler zu bewerben, braucht man ein messbares, vergleichsfähiges Bewertungssystem. Die folgende Preisgeldexplosion konnte niemand vorausahnen und so ist es mittlerweile eine immer schwierigere Aufgabe, den besten Pokerspieler zu lokalisieren. Bis 2005 hätte ich ohne Nachdenken nur an Cashgametischen gesucht.</p>
<p>Denn lassen Sie uns einmal definieren, wann man denn der beste Pokerspieler der Welt ist.</p>
<p>Da die Maßeinheit beim Pokern Geld ist, wäre es nahe liegend, dass der beste Spieler derjenige ist, der am meisten anschafft. Nur ganz so einfach ist es nicht. Denn die Ergebnisse der Cashgames werden nur bruchstückhaft bekannt. Speziell in den USA wären diejenigen, die ihre Gewinne nicht vor der IRS verschleiern in Gefahr von Freunden und Verwandten entmündigt und in die Klapsmühle eingeliefert zu werden. Außerdem ist vielleicht der beste Cashgame Gewinner aller Zeiten irgendein ahnungsloser schlechtspielender Beduinenfürst, der mit einem noch ahnungsloseren Kollegen Limit Hold’em mit der Struktur <strong>1 Ölquelle – 2 Ölquellen</strong> spielt und momentan 247 Quellen im Gesamtwert von $4 Milliarden vorne liegt.</p>
<p>Eine weitere Eingrenzung ist die Versatilität. Niemand wird behaupten, dass der beste Tennisspieler derjenige mit dem härtesten Aufschlag ist oder der Führende der Torwandschießen – Rangliste im ARD Sportstudio der beste Fußballer aller Zeiten.</p>
<p>Wessen Fähigkeiten einzig im Spielen von No Limit Hold’em Turnieren liegt, kann also nicht Sieger im Wettbewerb um den besten Pokerspieler der Welt werden. Man muss sich schon in allen Disziplinen bewiesen haben. Hier fällt mein Blick zwangsläufig auf die großen Limit Partien, die in den USA gespielt werden.</p>
<p>2004 wurde ich in Vegas freudig von Steve Zolotow begrüßt. Ich sei im inoffiziellen „Phil“ Ranking auf Platz 2 der Cashspieler und auf Platz 4 der Turnierspieler. Eine Gruppe von Pros hätte dieses nämlich gerade letzte Woche aufgestellt (wahrscheinlich nach Zusichnahme alkoholischer Getränke). Obwohl die Wahrscheinlichkeit relativ groß ist, dass dieses Ranking aufgestellt wurde, um Phil Hellmuth zu ärgern, da seine Schwäche im Cashgame legendär ist, war ich trotzdem geschmeichelt.</p>
<p>PHIL – Cashrangliste</p>
<table style="height: 94px;" border="0" width="174">
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td>PHIL</td>
<td>IVEY</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>PHIL</td>
<td>MARMORSTEIN</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>PHIL</td>
<td>LAAK</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>PHIL</td>
<td>GORDON</td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td>PHIL</td>
<td>HELLMUTH</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>PHIL – Turnierrangliste</p>
<table style="height: 94px;" border="0" width="170">
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td>PHIL</td>
<td>IVEY</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>PHIL</td>
<td>HELLMUTH</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>PHIL</td>
<td>GORDON</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>PHIL</td>
<td>MARMORSTEIN</td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td>PHIL</td>
<td>LAAK</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>1,2,3 im Sauseschritt<br />
eilt die Zeit, wir eilen mit            W.Busch</p>
<p>In diesem Sinne möchte hier, im Jahre 2008 durchaus angebracht, die inoffizielle PHIL-Onlinerangliste anfügen.</p>
<table style="height: 184px;" border="0" width="409">
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td>PHIL</td>
<td>IVEY</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>PHIL</td>
<td>LAAK</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>PHIL</td>
<td>GORDON</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>PHIL</td>
<td>HELLMUTH</td>
</tr>
<tr>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
<td>&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td>99994</td>
<td>PHIL</td>
<td>ISTER</td>
</tr>
<tr>
<td>99995</td>
<td>PHIL</td>
<td>OSOPH</td>
</tr>
<tr>
<td>99996</td>
<td>PHIL</td>
<td>ANTROP</td>
</tr>
<tr>
<td>99997</td>
<td>PHIL</td>
<td>MRISS</td>
</tr>
<tr>
<td>99998</td>
<td>PHIL</td>
<td>ZLAUS</td>
</tr>
<tr>
<td>99999</td>
<td>PHIL</td>
<td>ODENDRON</td>
</tr>
<tr>
<td>100000</td>
<td>PHIL</td>
<td>MARMORSTEIN</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Suche nach dem Weltbesten muss heutzutage natürlich auch Online Performance mit einschließen. Hier gibt es mittlerweile einige Webseiten die Online Resultate, insbesondere im Highlimit Bereich, beobachten. Da aber Spieler ihren Nickname immer wieder mal wechseln bzw. man nicht alle ihre Nicks auf allen Pokerseiten weiß, gibt es hier eine gewisse Unschärfe.</p>
<p>So, dann haben wir wohl alle Komponenten zusammen, um den Favoritenkreis einzuschränken:</p>
<p>1. Beständige Turnierresultate<br />
2. Konstanter Gewinner in allen Cashgamevarianten<br />
3. Online Gewinner</p>
<p>Meine Auswahl der momentan 3 weltbesten Pokerspieler ist logischerweise subjektiv und stark von den Eindrücken beeinflusst, die ich selbst an den Tischen von ihnen gewonnen habe. Ich will hier nicht tiefer auf diese Treppchenorder eingehen, das würde schlicht zu lange dauern.</p>
<p>1. PHIL IVEY<br />
2. PATRIK ANTONIUS<br />
3. BARRY GREENSTEIN</p>
<p>Normalerweise rate ich Ihnen immer, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Hier ist der umgekehrte Fall eingetreten. Das Wissen, wer an der Weltspitze steht, ist für Sie im täglichen Spiel eher hinderlich. Sinnvoll ist nur, diesen Meistern bei Gelegenheit über die Schulter zu schauen oder sie auf DVD zu studieren.<br />
<em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; Ladykiller-Killerlady</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Wenn man kleine Kinder beim Spielen beobachtet, sieht man, dass sie keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern kennen. Mädchen und Jungen in Eintracht vereint – schön. Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster treten erst später, ungefähr im Vorschulalter, auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Hier beginnt das deutlich stärkere Aggressionsverhalten der Jungen, sich bemerkbar zu machen und die Interessen beginnen auseinander zu driften. Hatte der 4-jährige überhaupt kein Problem mit Puppen zu spielen, ist es für den 8-jährigen schon völlig undenkbar geworden: „Das ist nur für Mädchen!“ Umgekehrt verlieren Mädchen den Bezug zu typischen Jungenaktivitäten wie Fliegen quälen oder Laubfroschsägearbeiten. Hierfür sind genetisch bedingte Veranlagungen verantwortlich. In Urzeiten, als wir noch Jäger und Sammler waren, hatte der Mann die Aufgabe Wild zu erlegen und Feinde abzuwehren, während die Frau Beeren und Wurzeln sammelte und sich um den Aufzug der Kinder kümmerte.</p>
<p>Diese Archetypen versuchte man im Laufe der Jahrtausende zu nivellieren. Da die Frau dennoch physisch schwächer ist, blieb das abendländische Ideal des ritterlichen Beschützers trotzdem lange Zeit bestehen. Erst mit Beginn der Industrialisierung konnte rohe Manneskraft durch den Einsatz von Maschinen ersetzt werden, was letztendlich zu einer Neubewertung der Geschlechterrollen führte. Das Entstehen der Suffragetten, als erste emanzipatorischer Organisation, Anfang des 20. Jahrhunderts ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen war zu Recht nur die erste Gleichstellung von vielen, die im Lauf der letzten 100 Jahre folgen sollten.</p>
<p>In der heutigen hochtechnisierten Gesellschaft gibt es fast keine Aufgabe, die Frauen nicht mindestens genauso gut wie Männer lösen können. Computer und Roboter verrichten geschlechtslos und ermüdungsfrei Arbeiten, die man früher als männerspezifisch angesehen hätte.</p>
<p>Im Gegensatz dazu steht die einzigartige Fähigkeit der Frau, neues Leben hervorzubringen. So sollten die weltweit gut gefüllten Samenbanken uns Männern Grund zur Sorge machen, denn wir erscheinen durchaus ersetzbar. Ich jedenfalls fürchte mich vor dem Tag, an dem der Mann endgültig ausgedient hat, nämlich dann, wenn jemand einen Vibrator erfindet, mit dem man auch Gurkengläser öffnen kann.</p>
<p>In der Zwischenzeit versuche ich, so gut es geht, mich und meine humanistische Erziehung einer sich rasch verändernden Umwelt anzupassen. Schwer genug, denn einmal als richtig erkannte Prinzipien ändert man nur ungern.</p>
<p>Als ich gerade im ersten meiner eineinhalb absolvierten Semester BWL war, kam mein Vater mit einem überraschenden Angebot auf mich zu. Ob ich nicht Lust hätte, die Tochter eines bekannten Sektproduzenten zu heiraten (die Konfession muss ich wohl nicht spezifizieren). Die junge Dame wäre ein Einzelkind und schon die Mitgift sei astronomisch. Mit anderen Worten: Ich hätte ausgesorgt!</p>
<p>Der in mir aufkommende Gewissenskonflikt währte nur kurz. Obwohl die Aussicht auf Reichtum und Luxusleben verlockend schien und, da ich die Dame ja noch nie gesehen hatte, Liebe auf den ersten Blick zumindest theoretisch möglich gewesen wäre, musste ich rundweg ablehnen. Denn für den Kavalier gilt: MAN NIMMT KEIN GELD VON FRAUEN!</p>
<p>Aus dem gleichen moralischen Beweggrund blieben mir außer Schwiegersohn auch andere schwielenfreie Berufswege wie Zuhälter oder Bordellbesitzer verwehrt. Da werde ich doch lieber Berufsspieler!</p>
<p>Doch die Irrungen des Lebens zwangen mich, meine Position zu relativieren. Denn wie soll ich mich verhalten, wenn ich plötzlich Damen gegenübersitze, die mir mein sauer gewonnenes Geld abnehmen wollen?</p>
<p>Schon zu Backgammonzeiten tauchte die eine oder andere geldhungrige Amazone auf. So war z.B. die Gewinnerin der Weltmeisterschaft 1981, Lee Genud, definitiv ein Wolf im Schafspelz. Bei unserer ersten Begegnung, 1983 auf einem Turnier in Bad-Gastein, lud sie mich freundlich lächelnd auf ein paar Partien ein. Nach einigen Stunden und dem Verlust einiger Tausender brach ich die Partie mit der überlegenen Gegnerin ab, um meine Wunden zu lecken und mein Weltbild neu zu ordnen. Die Schieflage war offensichtlich, denn Ritterlichkeit war hier nicht angebracht.</p>
<p>Die Damen, die sich heute in die Pokerszene tummeln, sind ihren männlichen Mitspielern in keinster Weise unterlegen. Sie wollen auch nicht anders behandelt werden, was ja im Licht der Grundidee jedes fairen sportlichen Wettstreits betrachtet, selbstverständlich ist. Da jedoch beim Pokern alle legitimen Mittel erlaubt sind, erstaunt es nicht, wenn zusätzlich der geschickte Einsatz körperlicher Reize ausgenützt wird, um bei denen, die dafür anfällig sind, Fehlentscheidungen zu provozieren. Wenn Sie eine grenzwertige Entscheidung zu treffen haben, wären Sie nicht auch versucht, gegenüber dem lieblichen Geschöpf Gnade walten zu lassen? Falsch! Denn die Damen kennen auch keine Gnade. Manche haben sogar einen Poker Nickname, der entsprechende Rückschlüsse zulässt. Bad Girl, No Mercy, Lady Horror oder Siren, um nur einige zu nennen.</p>
<p>Wer jemals in einem Turnier mit Weltklassespielerinnen wie Annie Duke, Lucy Rokach oder Kathy Liebert an einem Tisch gesessen hat, wird ein anderes Problem nachvollziehen können: Ich habe oft genug Schwierigkeiten, den Gedankengängen von Frauen in Alltagssituationen zu folgen, was erst, wenn sie mich absichtlich in die Irre führen wollen?</p>
<p>Der beste Rat, den ich Ihnen geben kann, ist also, im Spiel gegen Damen jegliche ritterliche oder chauvinistische Regung zu unterdrücken und so hart zu spielen, wie gegen jeden anderen Gegner.</p>
<p>Und so sieht heutzutage mein Weltbild aus: Ich nehme Geld von Frauen!<br />
Allerdings nur am Spieltisch und leider ist es schwer genug, da dranzukommen.</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit? Poker &amp; Religion</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 23:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten wird Poker vorzugsweise in der Nacht praktiziert. Das ist traditionell darin begründet, dass die meisten Clubs und Casinos sich erst abends nach dem normalen Arbeitstag beleben. Erst mit Eintreffen der Feierabendspieler wird die Szenerie für Amateure und Pros interessant genug. Urlaubsdestinationen wie Las Vegas sind hier die irrwitzige Ausnahme. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Auch die allgegenwärtige Präsenz des Internets, mit praktisch durchgehender Aktion, hat wenig daran geändert. Denn die Peakzahlen werden auch dort nachts erzielt. Da im Winter die Nächte ja denn überwiegenden Teil des Tages ausmachen, steht hemmungslosem Vielspielen nichts im Wege. Fast nichts!</p>
<p>Denn mittendrin werden wir aus der schönen Realität unseres ausgelebten Spieltriebes in die irreale Welt des Weihnachtswahns gezwungen. Sie erinnern sich dunkel? Ja, vor 2007 Jahren wurde uns der Erlöser geboren, dessen Geburtstag wir pflichtschuldigst zu feiern haben. Eine kleine Geburtstagfeier wäre ja nicht so schlimm, nur leider hängen da auch noch wochenlange Vorbereitungen dran. Man kommt nicht aus! Auch Angehörige anderer Religionen werden da gnadenlos mit hineingezogen. Vom Anzünden der ersten Adventskerze bis zum Entsorgen des Christbaumes zu Heilige-3-Könige ist Besinnlichkeit angesagt. Punktum! Genug Zeit, um ein paar Gedanken zum Thema Religion &#038; Poker zu entwickeln, die ich an dieser Stelle, christlich mit Ihnen teilen möchte. Hosianna!</p>
<p>Ich bin im Laufe meiner Spielerkarriere immer wieder Zeuge spontaner Anfälle von Religiosität geworden. Menschen, bei denen weder ihr äußeres Erscheinungsbild noch ihre deutlich säkularen Verhaltensmuster Rückschlüsse auf Gottesnähe vermuten ließen, überraschten mich immer wieder durch Aussprüche tief empfundenen Glaubens. Hier treten keine Stigmata oder ähnliche Phänomene auf, der Katalysator scheint eher die Riverkarte zu sein. Ausrufe wie: „Oh mein Gott! Das ist ein Wunder! Jesus!“ sind lebendiger Beweis dafür, das die vielzitierte Religionsmüdigkeit nur ein Gerücht ist.</p>
<p>Der Kirche ist diese Entwicklung keineswegs verborgen geblieben. Der Sonntag hat sich auf allen Online-Pokerseiten als Hauptturniertag eingependelt. Der Zuwachs von Besucherzahlen, am Sonntag und Montag, in Kirchen auf der ganzen Welt steht eindeutig damit in Zusammenhang. Am Sonntag wird um gutes Gelingen gebetet. Am Montag wird dem Herrn gedankt oder alternativ, in stiller Zwiesprache mit dem Allmächtigen, nach der Antwort gesucht, warum der Gegner seinen 3-Outer treffen musste und man als Chipleader unter den letzten 11 es wieder nicht an den Finaltisch geschafft hat.</p>
<p>Als der italienische Staat alle Gamingseiten verbot, war der Rückgang an Kirchgängern so gravierend, dass der Vatikan intervenierte und kurz danach das Verbot aufgehoben wurde. Auch den Naiveren unter Ihnen wird sicher schon die zeitliche Koinzidenz des Pokerbooms in Deutschland und der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst aufgefallen sein. Das kann kein Zufall sein! Der kirchliche Weitblick sollte nie unterschätzt werden! So zielt der Segen „Urbi et Orbi“ ja ganz deutlich auf den Internetbenutzer ab.</p>
<p>Aber damit nicht genug. Durch populäre Franchisenehmer regt der Klerus zu regelmäßigem Kirchgang an. Chris „Jesus“ Ferguson erzielt einen Turniererfolg nach dem anderen mit offensichtlicher göttlicher Intervention. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass er von der US-Steuerpflicht befreit ist und, zum Ausgleich dazu, die gesparten Gelder der Kirche zukommen lässt.</p>
<p>Er ist allerdings nur der „Alibichrist“ bei Fulltiltpoker, einer Seite, die sich fest in jüdischer Hand befindet. Bei Geschäftseröffnung wurde der Server vom Oberrabbiner Israels geweiht und wer auch nur die geringsten Kenntnisse der kabbalistischen Zahlenlehre besitzt, dem ist sicher schon aufgefallen, das die Zahlenwerte von „Fulltiltpoker“ und „Gefillte Fisch“ identisch sind. Mit den 12 größten Verlierern wird jedes Jahr eine Reise nach Jerusalem organisiert, denn wo kann man auf dieser Welt seine Bad-Beat Geschichten besser loswerden als an der Klagemauer.</p>
<p>Partypoker ist dem Hinduismus eng verbunden. Die Seite wurde in Hyderabad entwickelt und wer je mit ihrem Support zu tun hatte, weiß, dass er nach dem Vorbild des dickhäutigen Elefantengottes geformt wurde. Die Hauptgottheit bei PP ist aber Vishnu, der Erhalter des Lebens, dessen Vierarmigkeit bei der Rakestruktur allgegenwärtig ist.</p>
<p>Pokerstars lehnt sich mehr an die nordischen Naturglauben an. Es wird berichtet, dass in kritischen Situationen ein flehentlich ausgestoßenes „Odin hilf!“ Wunder wirkt. Auf die gefallenen Pokerhelden wartet ein Platz in Walhalla oder zumindest in der Narrhalla. Offensichtlich ist auch, dass der Gott Loki sich fest im Zufallsgenerator eingenistet hat.</p>
<p>So, an dieser Stelle muss ich diesen, nicht ganz ernst gemeinten, Diskurs abbrechen, um auf den Punkt zu kommen: Religion und Poker haben überhaupt keine Gemeinsamkeiten! Während Poker die Kommunikation zwischen allen Menschen fördert, sind Religionen bis heute für Kriege, Rassismus und andere Ekelhaftigkeiten verantwortlich. Bitte halten Sie diese Dinge streng auseinander und suchen bei anhaltendem Antilauf nicht Zuflucht bei höheren Mächten, sondern finden sich lieber mit der Existenz der „negativen Fluktuation“ ab.</p>
<p>Ich hoffe jedenfalls, dass Ihnen schön weihnachtlich zumute ist und Ihre Festtage von Outdraws verschont bleiben.</p>
<p>In eigener Sache wünsche ich auf diesem Wege allen Lesern und Freunden und Allen, die es werden wollen:</p>
<p>Fröhliche Weihnachten, einen guten Rutsch, frohe Ostern, ein gesegnetes Pfingstfest, ein friedvolles Yom-Kippur und alles Gute zum Geburtstag!</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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		<title>Die Wahrheit &#8211; Volksverdummung</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 23:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phillip Marmorstein</dc:creator>
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		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Als ich noch jung, und meine Gelenke belastbar waren, spielte ich mit Freunden jede Woche mindestens einmal Zerquetschen (auch als Kürbis bekannt). Sie wissen schon, das Ballspiel, das in einem Zerquetschzentrum in einem Zerquetschhof gespielt wird. Danach frequentierten wir gerne einen amerikanischen Schnellnahrungsgasthof in dem ich vorzugsweise Hühner-Mc-Klumpen mit einem Milchschüttel zu mir nahm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Heutzutage lass ich’s etwas ruhiger angehen und spiele lieber Golf. Zuerst geht’s zum Warmauf auf die Fahr-Reichweite, dann rüber zum ersten Transeuropaexpress (TEE). Dort greife ich zum Fahrer und hoffe keinen Haken oder Scheibe zu schlagen. Ich freue mich über einen niedrigen Strich und betrachte die Runde als gelungen, wenn mir ein oder mehrere gute Schläge und Leger gelungen sind.</p>
<p>Die Amerikaner, die oft als kulturlos und vordergründig gebrandmarkt werden, haben wenige Berührungsängste mit Fremdwörtern. Pragmatisch werden Germanismen eingesetzt, wo sich kein passendes englisches Wort findet.</p>
<p>Wörter wie Kindergarten, Angst, Schadenfreude usw. sind fest im amerikanischen Sprachgebrauch etabliert. Falls Skat jemals große Beliebtheit in den USA erreicht, bin ich mir sicher, dass Reizen nicht durch excite, provoke oder stimulate ersetzt wird. Und der Skat bleibt der Skat und wird garantiert nicht zum“ Auctionable exchange pile“.</p>
<p>Wenn man eine neue Sportart lernt, halte ich es für selbstverständlich, auch die korrekte Terminologie anzunehmen. Bei den vielen neuen komplexen Bewegungsabläufen, Strategien und Regeln die man lernen muss, fallen ein paar Fremdwörter doch wirklich nicht ins Gewicht. Dazu kommt, dass rudimentäres Englisch in Deutschland wirklich von fast jedem verstanden wird. Bei meinem jüngsten Sohn war Englisch bereits in der 4. Klasse Grundschule auf dem Lehrplan.</p>
<p>Ich habe lange Jahre ganz gut auf internationalem Pokerparkett mitgetanzt, auch ohne einen Langenscheidt mitzuschleppen. Die Fachausdrücke beim Pokern schienen auch anderen Sprachausländern keine großen Probleme bereitet zu haben. Als ich im März dieses Jahres von London zurück nach Deutschland zog, habe ich mir einige Pokerseiten auf Deutsch heruntergeladen. Ach du gute Güte!! Sind denn alle blind oder stumm? Wie kann man denn so eine Verbalhornung hinnehmen?</p>
<p>Es heißt   FOLD       und nicht   WEGLEGEN    oder   FALTEN<br />
Es heißt   CALL       und nicht   NACHLEGEN   oder   MITGEHEN<br />
Es heißt   RAISE     und nicht   ERHÖHEN<br />
Es heißt   CHECK    und nicht   SCHIEBEN      und dergleichen mehr</p>
<p>Zu meiner Entschuldigung kann ich beweisen, dass ich im Ausland gelebt habe, außerdem hat mich niemand gefragt. Aber wie sieht es denn mit den anderen deutschsprachigen Pros aus, die ja zum Teil auch noch bei diesen Sprachverhuntzern im Brot stehen?</p>
<p>Hat denn da Keiner was zu sagen? Werden da denn immer die gleichen Körner wiedergekäut, ohne dass mal eine krause Idee entwickelt würde? Was tat er, oder sie, als die Pokerintelligenzia dieses Landes gefordert war? Ist jeder nur seiner eigenen Suppe Koch, deren Geschmack ziemlich matt iss. Eh die scharf wird, braucht auch der fitteste noch einen Stock in Germany! Finden die das denn wirklich alle cool, Mann?</p>
<p>Oder ich befinde mich auf dem Holzweg, denn es handelt sich hier in Wirklichkeit um Kundenauslese. Diese Art von Sprache wird absichtlich implementiert! Denn nur die Dümmsten halten alles aus, und die werden auch hofiert, da sie den WBQ (Weichbirnenquotient) schön hoch halten. Das zieht dann die intelligenteren Spieler an, die, um Gehirnschäden vorzubeugen, vielleicht sogar mit der englischen Software spielend, zu den konstanten Gewinnern gehören und so auch den Großteil des Rakes erzielen. Ja, je mehr ich darüber nachdenke, desto schlüssiger wird das Ganze. Hier ein weiterer Mosaikstein zu meiner neuen Lieblingstheorie.</p>
<p>Pacific Poker ist die Pokerseite des Onlinecasinos 888. Das Marketing von 888 ist pokertechnisch gesehen Spitzenklasse, denn sie betreiben es tight-aggressive. Tight bei den Ausgaben, aggressive bei den Methoden. Das führt immer wieder mal zu kleinen oder großen Skandalen, denn wer aggressiv vermarktet, der nimmt es bei der Wahl seiner Affiliates nicht so genau (siehe Asch).</p>
<p>Die Pokersoftware wurde diesen Sommer runderneuert, deshalb sind sämtliche Sprachaberrationen mit Sicherheit gewollt. Denn wer Millionen für Software und Marketing ausgibt, wollte sicher nicht ein paar Hunderter bei der Übersetzung sparen. Originell ist hier die All-in Taste, die, insbesonders wenn man Potlimit spielt, grenzenlos erheitert. Sie soll wohl diejenigen Idioten erfreuen, für die Poker gleichbedeutend mit All-in gehen ist. Ich habe es jedenfalls geschafft in einer Hand fünf Mal All-in zu gehen. Weltrekord! Dem Sieger wird beim Zustellen des Pots dann in gebrochenem Deutsch fröhlich erklärt: „Spieler A gewinnt mit ein Straight 5 zu 9.“ Armes Deutschland!</p>
<p><em>Phillip Marmorstein</em></p>
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