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	<title>Poker Firma &#187; Silke Burghardt</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Irische Guinness Harmonie</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 11:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>You´ll never beat the Irish…! So singen, so motivieren sich die irischen Spieler vor dem Start des Boyle Poker Main Event  in Dublin. „Schwarzer Sumpf“, so eine deutsche Übersetzung für Irlands Hauptstadt am Ufer des Liffey.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Ob in den Gängen, oder an den unzähligen Tischen im Turniersaal des Regency Hotels: überall herrscht eine positive, fröhliche Stimmung, die ansteckt.<br />
Das Zweite was ich überrascht registriere, sind extrem viele französische Worte, wie z. B.: „allez les bleus!“, als ich vorbei am Foyer, den Gängen, zu meinem Tisch stolziere. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage, dass mindestens ein Drittel der 1440 Protagonisten aus der Grande Nation stammen. Und was ich noch feststellen werde: sie lieben „King – Queen“!<br />
<a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/sany0298.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-33795" title="sany0298" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/sany0298.jpg" alt="" width="216" height="384" /></a>Das Dritte, was mir auffällt ist: Andy Black. Vollbart, Strubbelkopf, locker, legere Kleidung. In seiner Hand, ein Glücksbringer: eine Art antikes Kruzifix. Ich empfinde Andy, als den auferstandenen Landespatron „St. Patrick“, der einst die heidnischen Kelten zum christlichen Glauben missionierte!<br />
Tisch 26 Platz 8 wurde mir in diesem Deepstack Turnier zugeteilt. Auf Platz 1 sitzt Liam Flood: Gewinner der Irish Open. Eine liebgemeinte Vorwarnung vom Dealer, für mich, vorab. Mr. Flood ist, sagen wir: different! Irgendwie kauzig, aber super sympathisch! Wie so einige Iren, die ich kennenlerne.<br />
Den langen Weg zum Erfolg nehme ich locker in Angriff. Meine Mitstreiter machen es mir anfänglich leicht. Bis der Spieler auf Platz 5 erscheint. Ein wahres Hindernis, wie sich herausstellt. In Position, raist und reraist er fast jede Hand. Setzt seine Gegner stark unter Druck. Mit dieser Erkenntnis versuche ich kontrolliert mit Connectors, bzw. Gap &#8211; Connectors grandios zu treffen. Nach einigen Misserfolgen, klappt es mit 6, 4. Zwei Paar für mich! Wie erwartet will er mich aus der Hand bluffen! Ich bezahle am Flop mit meinen gesamten Chips. Beim Anblick meiner Karten tiltet er.: „ Wie kannst du mit so einem Blatt ein Preflop Raise ohne Position bezahlen?“<br />
Er zeigt sein Monster: 5 – 8 (aber suited!). Genau, sagt der eine Hase zum anderen: „Mensch hast du lange Ohren!“ Egal, ich gewinne den Showdown und verdopple! Etwas später werde ich an einen anderen Tisch versetzt. Ich komme auch um weitere Tischwechsel nicht drum rum. Überall lasse ich einen Teil meiner Chips zurück. Keine Domination hält! Nichts geht vorwärts!<br />
Ich sitze wieder mal an einem neuen Tisch, und versuche die Stacks meiner Kontrahenten zu schätzen. Alles was ich brauche, ist endlich ein Double up! Und das mindestens noch drei Mal! Ein Kinderspiel! Ca. fünfzehn Big Blinds zähle ich gerade, als jener Spieler, in mittlerer Position, zaghaft erhöht. Die Action foldet bis zu mir im Small Blind. Pocket Sieben ist meine Hand. Ich bin unentschlossen, und starre auf den Raiser wie das Kaninchen auf die Schlange. Er wirkt gereizt. <a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/pict0084.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-33796" title="pict0084" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/pict0084.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a>Ich sollte wohl besser vor der Schlange davon rennen, meine Karten weglegen. Aber das tue ich nicht. Nein, ich tue das Falsche: ich gehe mit meinen dreizehn Big Blinds All-in. Nun  sehe ich den Tatsachen ins Gesicht: Achter! Der Spruch von den „glorreichen Sieben“ hat für mich und meinen Stack keine positive Bedeutung mehr. Nach acht spannenden Turnierstunden verabschiede ich mich unentlohnt. Kleiner Wehrmutstropfen: es hat viel Spaß gemacht, und mein Freund Thomas hat noch alle Chancen auf den Sieg, morgen! Unser Abend endet  ausgelassen in der Hotellobby des Skylon Hotels! Mit Irischen Pokerfans und reichlich Guinness!<br />
Ein neuer Tag! Zeit für Sightseeing! Rasch mit dem Doppeldecker Bus bis zur Haltestelle „O`Connell Street“ gefahren, der Hauptstraße Dublins, und schon befinde ich im Herzen der City. Geschäftiges Treiben, auch am Sonntag, farbenfrohe Pracht der Fassaden und Schaufenster. Irgendwie alles „very british!“ Sehr einladend, sehr inspirierend, sehr gemütlich! Ich muss auch nicht weit laufen, da stehe ich in mitten einer schicken Einkaufsmeile, oder besser: Schuh &#8211; Gefahrenzone. Ohne große Überredungskünste des Verkäufers, tröste oder belohne ich mich mit einem neuen Paar Stiefeletten. Das Leben ist gut!<br />
Leider ist Thomas im Main Event auf Platz 50 ausgeschieden. Für Harald Gärttner, hat es in einem Side Event nicht bis in die Geldränge gereicht. (Übrigens bin ich, inspiriert von Haralds Bericht, hier auf der Pokerfirma, nach Dublin gereist.) Glück für mich: wir schlendern nun als Trio bei abendlicher Frühlingstemperatur durch die City! Zum Dinner stoppen wir bei Fridays.<br />
<a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/sany0347.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-33797" title="sany0347" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/sany0347.jpg" alt="" width="240" height="135" /></a>Nach reichlich Essen,  und Entspannung schlägt Harald noch einen Abstecher zum Casino: „the Sporting Emporium“ vor. Auf ein MTT,  zu erschwinglichen 50 Euro. Warum nicht! Bereits am Eingang scheitert Thomas am stringenten Dresscode. Keine ¾ Hosen! So schreite ich mit Harald durch das Treppenhaus im Landhausstiel zum Pokerroom in der zweiten Etage, und in eine positive Überraschung.<br />
Ein internationales Feld. 44 Teilnehmer aus sechs verschiedenen Ländern. Harmonische Stimmung in gediegenem britischem Ambiente. Endlich läuft alles rund bei mir. Es ist großartig, das Turnier bewegt sich dem Ende zu, und ich bin noch als Midstack dabei. Ohne Schwierigkeiten erreiche ich den Final Table, dann das Heads Up. Bei einem Treffer: Dame mit Kicker König, antworte ich mit einem All-in auf das Raise meines aggressiven Widersachers. Der ist committed &#8211; und bis zum Turn habe ich den Sieg schon vor Augen. Aber die „verflixte Sieben“ auf dem River schenkt ihm zwei Paar! Er covert mich um  zwei Blinds. Zweiter Platz! Ein schönes Ende eines ereignisreichen Aufenthalts!<br />
Erschöpft von vielen Eindrücken, langer Konzentration, einer aufkommenden Erkältung, aber mit  einem glücklichen Lächeln auf den Lippen geht´s zurück zum Hotel für zwei Stunden Schlaf. Schon um sechs Uhr morgens geht´s weiter zum Flughafen, wo es dann heißt: good bye Dublin! Bis zum nächsten Mal! Ich komme bestimmt wieder!</p>
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		<title>Poker meets Golf for Charity – das Event</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 17:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Dass Sonja Zietlow eine beliebte, attraktive und humorvolle Moderatorin ist, wissen wir, seit sie im TV an der Seite von Dirk Bach in „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ zu sehen war. Aber dass die kluge, ehemalige Lufthansa Pilotin auch ein großes Herz für Tiere hat wissen nur wenige.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Für notleidende Tiere, insbesondere Hunde, kümmert sich Sonja schon immer aktiv. Seit 2008 hat sie den Förderverein „Dingo e.V.“ ins Leben gerufen. Natürlich kann so ein Projekt jeden Euro gut gebrauchen. Also, wie kommt man an Euros? Ganz einfach: Man lädt zum Charity Event ein! Und wo könnte es erfolgreicher sein, als in einem elitären Golfclub. Am besten lädt man sich auch gleich noch Prominenz aus Show und Sport dazu ein!</p>
<p>01.10.09, Golfclub München-Riedhof, eine Adresse, die auf das Portemonnaie der besser verdienenden Klientel zugeschnitten ist. Bereits vormittags begann das Golfturnier für den guten Zweck, mit Sonja als Schirmherrin. Bei meiner Ankunft gegen 15 Uhr in  diesem wunderbaren Ambiente, absolvieren die Golfer gerade ihre letzten Schläge.</p>
<table style="height: 22px;" border="0" width="494">
<tbody>
<tr>
<td align="justify">Ab 16 Uhr fluten diese dann frisch aufgehübscht das Clubrestaurant, in dem Carsten Mevissen zwei Pokertische für das bevorstehende Event vorbereitet hat. Es werden Qualifikationsrunden gespielt, bei denen sich der Sieger für das Finale am späten Abend qualifiziert. Die Resonanz ist anfänglich allerdings verhalten. Doch die sehr sympathischen Pokerfans, VFB Manager Horst Held, und Autor, sowie Sonjas bessere Hälfte, Jens-Oliver Haas sind sofort und ausdauernd dabei. Auch die charismatische Sonja findet Zeit.</td>
<td width="10"></td>
<td>[[Zeige als Diashow]]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wir erfahren schnell: Der Mangel an Interesse liegt am mangelndem Können. Glücklicherweise ist Poker Coach Stephan Kalhamer vor Ort und kann Interessierten einen kleinen Crashkurs geben. Auch mein Freund Thomas und ich stehen den Spielern mit Rat und Tat zur Seite. Aber vor allem schaffen wir es, Poker aus dem Gangster- Hinterhofmilieu heraus und in ein positives, anspruchsvolles Licht zu stellen. Der Andrang wächst enorm! Und erstaunlicherweise liegt der Frauenanteil dabei höher!</p>
<p>Die sportlichen Ziele sind niedrig gesteckt: „Spaß haben!“ Heute bestimmen nicht die Größe der Schlagzeile und auch nicht die Anerkennung den Einsatz. Was zählt: ist der finanzielle Erfolg für Dingo e.V.  So wird jede Niederlage immer wieder heiter mit den Worten: „Ist ja für die Hunde“ kommentiert und sich neu eingekauft.</p>
<p>Zuletzt darf ich Heidi, eine fröhliche, jung gebliebene, bayrische Seniorin unterstützen. Wir sind ein hoch motiviertes Duo: Ich, weil ich versuche ihr die Pokerkenntnisse so gut wie möglich zu vermitteln. Heidi, weil sie wiederum engagiert daran arbeitet Gelerntes mutig in der Praxis umzusetzen. Mit Erfolg! Sie erreicht das Finale!</p>
<p>Im Finale spielt sie mit ihrem  neuem  „Know How“  genauso locker und unbeschwert auf wie in der Qualifikation. Sie beendet ihre Teilnahme mit einem beachtlichen dritten Platz. „Das war ein schöner gelungener Nachmittag/Abend“, sagt sie mir nachher fröhlich. Zeigt mir noch einen handyangefertigten Schnappschuss ihres 18jährigen Enkels. Denn ihm will sie ihren Preis: ein Dinner für 2 Personen in der Lounge – Bar „Nektar“ in München, abtreten.</p>
<p>Dass Poker und Golf eine gelungene Mischung ist, hat sich heute sehr erfolgreich bestätigt. Und die großen Gewinner des Tages waren die Hunde! Hilfsbedürftige Hunde, denen mit den Spenden eines Tages ein schöneres Leben ermöglicht werden kann.</p>
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		<title>Pokerreise Tallinn – Das Finale</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 08:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Die ehemalige Hansestadt … Stopp! Halt! Eine kleine Anmerkung!
Ich kann gut verstehen, dass jedem etwas anderes gefällt! Jeder hat seinen eigenen Geschmack! Ist ja auch soweit absolut legitim! Ich schildere hier meinen femininen Blick auf Pokererlebnisse und Kultur! Daher nun mein Hinweis an Desinteressierte, vor allem aber an alle intoleranten, respektive destruktiven Nörgler: an dieser Stelle jetzt bitte „weg“ und NICHT auf „weiter“ klicken!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>So, nun nochmal von Vorne! Die ehemalige Hansestadt ist ein großer Stadtteil aus Hochhäusern und Plattenbauten. Erbaut, schätzungsweise zwischen den siebziger und achtziger Jahren. In der kommunistischen Ära. Und direkt daneben, in Richtung Meer ist man im Mittelalter. Im historischen Kern. Mit Märkten, kleinen antiken Buden, Straßencafés, groben Kopfsteinpflaster, Geschrei und Geschiebe am Markplatz, und in den verwinkelten Gassen.</p>
<p>Die historischen Gebäude sind vorsichtig, liebevoll, dezent und naturgetreu renoviert. Die vielen verschnörkelten Schilder der Zünfte und Gilden erinnern an die einstige blühende, reiche Hansezeit. Jeder Neuankömmling der Stadt ist wohl fasziniert von der attraktiven mittelalterlichen  Kulisse und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Erst recht nicht bei der weitläufigen Aussicht vom Stadtberg über die Dächer auf den Hafen!</p>
<p>Auffällig ist: die Einwohner sind entweder schlank und zierlich oder von fester, grober Gestalt, mit proportional großen Köpfen. Weil man sich in dieser außergewöhnlichen Kulisse fast wie inmitten eines Märchens fühlt, kategorisiere ich liebevoll in: Elfen und Oger.</p>
<p>Wer will, kann sein Kulturprogramm auch noch auf einige Museen ausweiten. Allerdings sollte man sich zwischendurch etwas Ruhe gönnen. Denn nach Sonnenuntergang beginnt ein aufregendes Party-Leben! Tallinn soll eine attraktive Nightlive-Szene haben. So wurde mir von einigen Touristen vorgeschwärmt. Davon überzeugt habe ich mich jedoch nicht. Ich will ja pokern!</p>
<p>Mein 350 Euro Freezoutturnier verläuft abenteuerlich! Mit mir, sitzen nur estnische und finnische Spieler am Tisch.  Mein direkter rechter Nachbar macht Geräusche, die mir große Sorge bereiten: ob er es wohl schafft sein Mittagessen in sich zu behalten. Auf Details werde ich lieber verzichten. Ansonsten ist das allgemeine Benehmen eher rustikal.</p>
<p>Im zweiten Level reraise ich aus dem Small Blind mit Queens um das Vierfache des Raise von UTG und einem Call aus der Mitte! Völlig unerwartet springt der Initial Raiser, ein Oger, hektisch aus seinem Sitz. Schiebt den Spieler im Big Blind grob zur Seite. Stoppt mit seiner Nasenspitze kurz vor meiner. Brüllt  mich an: „You better be carefull!“ Bei so viel unkontrollierter Emotion bin ich erst einmal perplex.</p>
<p>Irgendetwas, vielleicht eine gefühlte feminine Autorität, löst in ihm einen extremen Widerwillen aus. Gut, wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein ungelöstes Kindheitstrauma oder so. Keine Angst vor bösen Jungs zu haben, habe ich allerdings schon in meiner Kindheit gelernt. Danke an meinen großen Bruder und dessen nervigen Freunde an dieser Stelle.</p>
<p>Wieder im Sicherheitsabstand, bitte ich ihn, diesen beizubehalten. Und weil sich alle irgendwie laut anbellen, spreche ich betont sanft und leise. Ein Knurren ist seine Antwort auf meine Bitte. Leider geht die Runde an ihn. Mit geturntem Set Siebener.</p>
<p>Wer glaubt, das ruppige Verhalten hätte beim Dealer oder dem Floor Aufsehen erregt, der irrt sich! Erst folgende Situation reicht den Verantwortlichen aus, um in die Gänge zu kommen: an einem Cashgame Tisch beschimpft ein estnischer Spieler, Valentin, ausdauernd und lautstark seine Gegner und den Dealer. Die Emotionen kochen über, und Valentin schlägt auf den Dealer ein. Seine Konsequenz: ein Jahr Hausverbot!</p>
<p>Nach der Dinnerbreak oder auch Herdenfütterung, geht es für mich an einen neuen Tisch, und mit meinem Stack AUF und AB!</p>
<p>Im rasanten Tempo bewegen wir uns in Richtung Bubble. Wir sind shorthanded und ich Small Stack. Ich sitze neben Big Stack Juka, einem finnischen Spieler im reifen Alter. Mit einem warmherzigen Wesen und einem lebensklugen Blick auf die Menschen sowie No Limit Hold‘em. Jeder seiner Moves strahlt Gelassenheit und Selbstbewusstsein aus. Small Stacks zu attackieren bzw. zu eliminieren scheint ihm nicht wichtig zu sein. Auf meine Frage (oder besser Erkenntnis) warum er auf meine Raises foldet, lächelt er nur milde: „hätte ich ein Ass, würde ich dein All in callen.“ Das glaube ich ihm aber nicht! Die Anwesenheit von Small Stacks in der Bubblephase, ermöglichen ihm leicht von den Mid Stacks Chips zu sammeln. Möchten diese doch kein unnötiges Risiko eingehen. Und diese Strategie nutzt Juka konsequent mit Erfolg!</p>
<p>Eine Platzierung vor der offiziellen Bubble ist für mich das Turnier beendet. In meinen Gedanken ist die Theorie von ICM präsent. Aber beim Anblick meiner Pocket Tens im Big Blind und einem Limp aus dem Small Blind leider zu schnell vergessen. Ich pushe! Dummerweise hat mein Gegner Pocket Queens, die halten. Er covert mich und ich bin raus!</p>
<p>Tallinn ist eine Reise wert. Trotz widriger Umstände hat mir mein Aufenthalt gut gefallen. Allerdings, den Vorschlag meines Freundes: nächsten Sommer nach Riga  zu reisen, boykottiere ich erst einmal. Baltische Staaten, gerne wieder! Aber dann lieber im Herbst!</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin1.bmp"><img class="alignnone size-full wp-image-28683" title="tallin1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin1.bmp" alt="" width="424" height="318" /></a></p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin2.bmp"><img class="alignnone size-full wp-image-28684" title="tallin2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin2.bmp" alt="" width="424" height="318" /></a></p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin3.bmp"><img class="alignnone size-full wp-image-28685" title="tallin3" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/09/tallin3.bmp" alt="" width="424" height="318" /></a></p>
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		<title>Pokerreise Tallinn</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 19:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Tallinn liegt am Meer. Am Finnischen Meerbusen der Ostsee. Weil es hier eine wunderschöne Altstadt gibt, ankern massenhaft riesige Kreuzfahrtschiffe.  Die estnische Hauptstadt und Helsinki trennen nur 80 Kilometer See. Das lockt zusätzlich Scharen von finnischen Taxfree Touristen an. Und mich auch noch: das Olympic Summer Pokerfestival.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Es ist ein verregneter, kalter Herbstnachmittag im August. Unaufhörlich fallen Unmengen dicker Tropfen gnadenlos auf die Stadt. Über ihr hängt eine mächtige dunkelgraue Wolkendecke, so hoffnungslos grau, dass es schmerzt.</p>
<p>Draußen vor dem Hoteleingang des Reval Casino Hotels fällt mir zur Begrüßung eine Freundin, die mit ihrem Mann schon vorgereist war, jammernd in die Arme: „Das Wetter ist schon seit zwei Tagen so mies! Pokern kann man nicht vor Einbruch der Dunkelheit! Dann auch nur Cash Game nach Dealers Choice, mit abenteuerlichen einheimischen Varianten. Und das soll ein Pokerfestival sein? Wenigstens beginnt morgen endlich die Turnierserie!“</p>
<p>Ich muss erst einmal den Kloß meiner eigenen Enttäuschung runterschlucken. Nur nichts anmerken lassen, denn schließlich sind die beiden meinetwegen hier!  Weil meine Bankroll bescheiden und  der Rückkaufswert meiner Lebensversicherung auch nicht gerade ausreichend ist, um an einigen Stationen der EPT zu spielen, fahndete ich nach interessanten europäischen Alternativen. Und fand nun bei meiner Recherche Tallinn. Um Tanja wieder etwas aufzuheitern schlage ich ihr salomonisch vor, später erst einmal in der Sauna zu entspannen. „Gibt es auch keine! Keinen Wellnessbereich! Nichts!“ blafft sie mich genervt an. O.K. das sitzt!</p>
<p>Das Pokerangebot bleibt für heute einseitig. Das Wetter zeigt keinerlei Besserung und weil Jammern auch nichts hilft,  beschließe ich  einfach, die Messlatte meines Zufriedenheitslevel tiefer zu setzen. Und mir fällt direkt positiv auf, dass das Hotel und Casino immerhin im renovierten Charme der achtziger Jahre strahlt.</p>
<p>Auf einem Hochglanzprospekt der Stadt wirbt das Restaurant Peppersack:      „Erstklassig essen in einem der ältesten Häuser Tallinns!“ Getreu  der zitierten Werbung wollen wir wenigstens nicht auf die kulinarischen Köstlichkeiten des Lebens nicht verzichten.</p>
<p>Das Lokal im Erdgeschoß ist rustikal, geschmackvoll, eingerichtet. Mittelalterlich dekoriert. Es ist relativ düster, aber trotzdem sehr einladend und sehr atmosphärisch. Sehr angenehm! Bedient wird in historischer Tracht. Der selbst für uns Mitteleuropäer ungewohnt kühle, distanzierte Charme des Servicepersonals erweist sich als  eine wiederkehrende übliche kulturelle Art und Weise. Jedoch, so ein mehrwöchiges amerikanisches Seminar: „Servicemanagement“, wäre durchaus empfehlenswert!</p>
<p>Die Speisekarte macht neben traditionellen estnischen Gerichten, soweit ich das beurteilen kann, auch einen kleinen Ausflug gen Süden über die Alpen nach Italien. Meine estnische – italienische Hühnerüberraschung schmeckt jedenfalls so köstlich wie bei Oma! Im Wechsel mit erstklassigem Wein und Speisen, können wir in diesem ausgefallenen Ambiente dann doch die Seele baumeln lassen. Ein lohnenswerter Besuch! Wer aber glaubt hier gibt es etwas zu unverschämt günstigen, sozialistischen Preisen, liegt komplett daneben!</p>
<p>Wir haben Glück! Heute schenkt uns die Sonne sogar mit einem Halblächeln Frühlingsstrahlen. Ein fast perfekter Tag für Sightseeing…</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-27818" title="tallin1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin1.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin2.jpg"><img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin2.jpg" alt="" title="tallin2" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-27819" /></a></p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin3.jpg"><img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/08/tallin3.jpg" alt="" title="tallin3" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-27820" /></a></p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>
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		<title>Ein Ausflug ins Kings Casino</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 07:57:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Wie lange braucht man denn von München in die Tschechei? TSCHECHIEN heißt das! Tschechei ist politisch inkorrekt, werde ich korrigiert. Als ob ich das wissen wollte! Gut, und wie lange fährt man nun nach Tschechien? Vielleicht zweieinhalb Stunden, wieso?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Perfekt, dann wird ein Besuch im Kings Casino in Rozvadov zu meinem Wochenend Spontanentschluss! Das 50K Garantieturnier zum moderaten Buy-in von 250 Euro, das bis Ende August jeden Samstag angeboten wird,  mit vergleichbarer Blindstruktur des Venetian Extravaganza Deepstackturnier, lockt mich!</p>
<p>Tatsächlich, nach zweieinhalb Stunden Autofahrt erreiche ich Rozvadov, ein Dorf kurz nach der Deutsch – Tschechischen Grenze, das ehrlich gesagt, mit seinen teilweise runtergekommenen farblosen Häusern, den menschenleeren Straßen, aber dafür den riesigen Plakaten auf denen halbnackige Mädels abgelichtet sind, von merkwürdig bis trist anmutet. Und wo soll hier bitte ein Casino sein? Ich fahre die wohl einzige Straße des Ortes noch etwas weiter entlang, und da, unerwartet ragt ein gelber Luxusbau aus der Trostlosigkeit heraus, das Kings Casino. Dieser schicke Kontrast erheitert auch gleich wieder mein Gemüt, was auch das restliche Wochenende anhalten soll!</p>
<p><div id="attachment_24271" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevorkingscasino.jpg"><img class="size-full wp-image-24271" title="Vor dem Kings" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevorkingscasino.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Vor dem Kings</p></div><br />
Das  gemütliche, elegante Kings wirkt, wenn man vorher in Vegas gewesen ist, eher klein, bietet aber durchaus viel Raum, und für Jedermann genügend Spielangebote von Automaten, Roulette, über Black Jack und natürlich Poker. Übrigens ist es auch eine tolle Sache, dass die Getränke, und die appetitlichen Speisen am stets gefüllten Buffett kostenfrei sind. Und wenn trotz zeitweiligem Massenandrang einen die Serviererinnen immer freundlich und fleißig verwöhnen, der Casino Manager Markus Fladung, der stets nach dem Rechten sieht, einem ermutigend auf die Schultern klopft, dann bekommt das Ganze gleich so was sicheres, familiäres, und charmantes, wo der Gast im Mittelpunkt steht.</p>
<p>Im rauchfreien Pokerroom, im ersten Stock wird das Deepstackturnier, welches auf einem grandiosen Konzept basiert: 50K garantiert, 45 Minuten Blindlevel, 10.000 Startingstack, ausgetragen. Das Teilnehmerfeld von ca. 150 Personen sowie den Dealern ist binational besetzt, wenige Tschechen, viele Deutsche.</p>
<p>Ein Erlebnis der außergewöhnlichen Art beschert mir Walter, eine jugendliche Frohnatur. Mit höflichem Handschlag werde ich von ihm begrüßt, und im selben raschen Atemzug vor seiner Geschwätzigkeit vorgewarnt. Na ja, so schlimm kann das wohl nicht sein, der ist doch ein Mann! Doch! Ohne Zeit zu verlieren brabbelt er los, bis ihn der Dealer ermahnt: English please! – zur Rücksicht auf die wenigen non german speaking Players. Aber der kreative Walter stellt spontan auf schwäbisches Englisch um. Mir ist sonnenklar, der Gute hat wirklich einen überproportionalen Gesprächsbedarf, von bestimmt  dreißigtausend Worten am Tag! Moment! Das ist Wahnsinn! Das wären ja vierundfünfzig Folgen dieser Kolumne, die er mir ins Ohr vokalisiert! Und ich dachte schon, ich rede viel!</p>
<p>Parallel zu seinen Worten mehrt sich auch mein Stack. Alles scheint bestens zu laufen, wäre da nicht aus der Versenkung der alte Feind „Downswing“ wieder aufkreuzt, begleitet von mega loosen, glücklichen Spielern. Eine grässliche Kombination! Erst verliere ich Walter, und sukzessive meine Chips. Doch wenigsten erreiche ich mein Minimalziel:  den Vegasfluch zu brechen und cashen! Zwar  verpasse ich  letztendlich den Sprung in die vorderen Geldränge, gewinne aber ein Ticket für eine neue Chance auf ca.13.000 Euro in einem der nächsten Turniere.</p>
<p>Ein solches Event bedarf natürlich großer Organisation, die durch die kommenden täglichen 5.000 Euro Garantieturniere optimiert wird. Und die gut durchdachte Mischung aus niedrigem Buy-in, Deepstack, und hohem garantierten Preispool, macht dieses Turnier auf jeden Fall einen Besuch wert!</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas &#8211; letzter Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 11:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Unsere vermeidliche Abkürzung ist die „Cottonwood Canyon Road!“ Vor der Einfahrt warnt unübersehbar ein Schild: four-wheel drive requested! Kein Problem,  - haben wir! Dann mal los, und uns überraschen lassen, ob unser optisch, japanisches Imitat einer deutschen Offroad Edelkarosse, dieser tatsächlich komplett ebenbürtig ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Die „Dirt Road“ ist eine unbefestigte Straße und nur bei trockenem Wetter befahrbar. Na großartig, und am Horizont türmen sich schon die Wolken! Wenn das mal gut geht! Sie führt 46 Meilen durch das Grand Staircase Escalante National Monument hindurch, und  unsere Kompassnadel dreht gen Süden zum Highway 89. Die felsige Landschaft präsentiert sich erst relativ flach, in Erdtönen, durchsetz mit leichtem Grün der Sträucher, ungeschminkt, &#8211; wunderschön. Wurde hier etwa Winnetou gedreht? <a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas5.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-24260" style="border:none 0px" title="silkevegas5" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas5.jpg" alt="" width="180" height="101" /></a>Wir passieren einen Abschnitt von gelb rötlicher Farbenvielfalt der kreativen Felsformationen, und als wir wiedermal an der Spitze einer der vielen Hügeln stehen, und auf ein Tal blicken, wissen wir:  das  Tal der Könige liegt nicht in Ägypten, sondern in Utah! Wahnsinn! Unsere Fahrt geht auf der unwegsamen Straßen nur langsam und beschwerlich voran. Die Jungs schwelgen dabei in Erinnerungen an ihre Bundeswehrzeit, ich im Naturrausch, und &#8211; oh Schreck! Die erste Wolke entlädt sich leicht. Jetzt weicht unsere Euphorie allmählich der Panik noch vor einem katastrophalen Wolkenbruch den sicheren Asphalt des Hwy 89 zu erreichen! Und das schaffen wir auch! <a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas4.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-24261" style="border:none 0px" title="silkevegas4" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas4.jpg" alt="" width="180" height="101" /></a><br />
Nach dreieinhalb Stunden Fahrt haben wir zwar Meilen, aber keine Zeit gespart. Die Dämmerung hat auch schon einsetzt, daher entscheiden wir, darüber nicht unglücklich, erst eine Dinnerbreak in Kanab einzulegen, und danach unsere Heimreise nach Vegas anzutreten.</p>
<p>Mitten in der Nacht, bei trockenen warmen Temperaturen, falle ich glücklich, zufrieden und hundemüde in mein Queensizebett! Was will man mehr? Nur noch den längst überfälligen Cash, bitte!</p>
<p><a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas3.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-24262" style="border:none 0px" title="silkevegas3" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas3.jpg" alt="" width="180" height="101" /></a>Mental wieder in Hochform verspüre ich große Lust nochmals am Venetian Extravaganza Turnier an den Start zu gehen. So schreite ich guter Dinge auf meinen neuen Guess High Heels durch den feudalen Säulengang zum Turnier und in meine nächste Enttäuschung!</p>
<p>Zunächst glaube ich beim falschen Event gelandet zu sein, da bereits schon ohne mich, sechs Ladys am Tisch Platz genommen haben, &#8211; ich starte mal wieder verspätet im zweiten Blindlevel. Doch auf den zweiten Blick entdecke ich noch zwei Vertreter des männlichen Geschlechts. Einer der beiden wird für mein verfrühtes Turnieraus in weniger als einer viertel Stunde  sorgen.  Zuerst gehen pre Flop meine Chips in die Mitte, und anschließend  meine Cowboys gegen ein gerivertes Set Queens in Flammen auf. <a class="thickbox" href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-24264" style="border:none 0px" title="silkevegas1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/07/silkevegas1.jpg" alt="" width="180" height="101" /></a>Well, happens! Glücklicher weise kostet mich dieser Suckout nur meinen halben Stack. Jedoch kurz darauf trifft der gleiche Gegner erneut am River, für meine restlichen Chips,  gegen meine Airlines seinen Zweiouter, und mir dieses Mal mitten ins Herz! Das ist wohl so, als würde sein Lieblings Fußballclub nach neunzig Minuten mit einer 1:0 Führung,  in der drei minütigen Nachspielzeit final 1:2 verlieren. Nein, eher noch grausamer! Jetzt stürze ich mich erst einmal ins metertiefe Selbstmitleid, und daran kann mich auch meine neue Ed Hardy Handtasche nicht hindern!</p>
<p><strong>Resümee:</strong></p>
<p>Amerika ist toll! Las Vegas ist großartig! Und wohl keine andere Metropole  weckt so viele Sehnsüchte &#8211; Erfolge &#8211; Enttäuschungen &#8211; und Illusionen wie  Vegas. Zwar habe ich  eine Höllenfahrt durch die Varianz erlebt, aber das schmälert nicht meine Begeisterung für die Stadt, dem Land. &#8211; wenn auch nur für einen Urlaub. Und seit meiner Rückkehr habe ich eine harmlose, vielleicht sogar schöne Sucht, &#8211; Sehnsucht!</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas – vorletzter Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 20:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Meine erste euphorische Pokerlust weicht langsam dumpfem Pokerfrust. Ich kann keine  Karten mehr sehen! Ich will keine Karten mehr sehen! Der ständige Vegastrubel nervt, die Varianz sowieso, und shoppen ist auch doof! Können wir nicht mal was anderes unternehmen, nörgle ich an meinen Holden. Als ob er was dafür kann!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Verständnisvoll, und noch besser, lösungsorientiert, präsentiert mir Thomas auch sofort eine grandiose Alternative: Canyon Tour! Morgen! Prima!</p>
<p>Morgens sechs Uhr, die Sonne strahlt, und ich auch. Wie immer genieße ich meinen obligatorischen Extra Luxus: Starbucks Caramel Macchiato, danach schnell noch genügend Trinkwasser in den Van laden, denn erfahrene Lokals haben mich vor der Hitze im Nationalpark vorgewarnt,  sowie unsere Freunde Stefan und den Werthan abholen.</p>
<p>Unter blauen Himmel fahren wir los in Richtung Norden und auch ein wenig Westen, vorbei an einer relativ öden Gegend: Die Bäume sind fast blattlos und karg, hier und da ein paar Sträucher, teilweise durchzogen von einem schmalen Fluss der langsam,  ziemlich leer und schlammig fließt. Mit zunehmender Bewölkung wird auch die Vegetation saftiger und grüner. Entlang an fast heimisch wirkenden Waldhängen, würden da nicht schon vereinzelt skurrile Felsformen auftauchen, erreichen wir nach  beinahe vier Stunden Fahrt unser Ziel &#8211; Bryce Canyon! Hinter dem Namen versteckt sich natürlich kein amerikanischer Präsident, sondern „Ebenezer Bryce“ ein mormonischer Siedler. Der Überlieferung nach wurde er von seiner Kirche beauftragt, gegen 1875 dieses Gebiet im Südwesten Utahs zu erschließen.</p>
<p>Aufgeregt und  neugierig steigen wir aus dem klimatisierten Vakuum des Nissan SUV aus und hinein in was, dass das Prädikat „Schmuddelwetter“ verdient. Wir Laienmeteorologen sind uns uneinig, ob die weißen Kristalle, die vom Himmel rieseln, Schneeflocken sind oder Graupel ist. Was auch immer, denn  eines steht auf jeden Fall fest &#8211; es  ist  zu kalt für Flip Flops und T-Shirt. Ich kann es wirklich nicht fassen, sogar das Wetter suckt mich aus!</p>
<p>Die letzten Meter zum Plateau mit Ausblick auf das sogenannte: „Amphitheater“, das ungefähr auf 2700 Meter liegt, laufe ich noch etwas rostig und verfroren hoch. Doch dann, der einzigartige, außergewöhnliche,  wunderschöne Anblick der bizarren Felsformationen, die mit nur wenig Fantasie an Schlösser, Türmchen, oder eigentümliche Kreaturen erinnern, und falls die Wolken der Sonne den Vortritt lassen, in zarten Schattierungen von weiß, gelb über orange, rosa und rot schimmern, weckt pure Lebensfreude. Das versöhnt mit allem, der Welt, dem Wetter, und sogar mit der nervigen Pokerkrise. Mit weit aufgerissenen Augen betrachte ich das Wunder aus Basalt und Sandstein, das im Laufe von Millionen von Jahren eine Laune der Natur, so imposant entstehen ließ.</p>
<p>Die Gegend des Bryce Nationalpark ist auch ein großartiger Ort zum Wandern. Naturfreunde können eine Wanderung, die bis zu neun Stunden dauert, unternehmen. Ich hingegen bringe meine winterlahmen Knochen auf der zweistündigen Tour durch die Schluchten des Canyons in Schwung und lasse mich weiter von dessen schöner Einzigartigkeit hinreißen.</p>
<p>Jetzt haben wir Blut geleckt, können nicht genug kriegen und wollen schnell weiter zur nächsten Attraktion: Antilope Canyon! Noch mal die Route auf der Karte gecheckt und &#8211; oh nein! Das wird mindestens wieder vier Stunden dauern, wenn wir Pech haben, erreichen wir zusammen mit der Dunkelheit dann unser sinnloses Ziel ! Aber halt, da ist eine kleinere Linie gedruckt, selbe Richtung, nur kürzer! Das könnte eine Abkürzung sein, das ist eine Abkürzung! Wirklich?</p>
<p>To be continued ….</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas  &#8211; Teil 4</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 19:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Der Andrang zum Venetian Deep-Stack Turnier ist enorm. Na ja, bei der sagenhaften Struktur: Startingstack 12.000 Chip, Blindlevel 40 Minuten, in einem geschmackvollen italienischen Ambiente, und gewürzt mit dem erschwinglichen Buy-In von 340 Dollar,  ist das auch kein Wunder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>So stehe ich englisch diszipliniert, vorfreudig und voller Hoffnung auf einen Cash in der Menschenschlange der Massenabfertigung an. Kaum das erste Blindlevel verpasst, über 750 Registrierungen bedürfen eben seiner Zeit, und schon kann ich munter an einem äußerst spielfreudigen Tisch mitmischen. Es dauert auch nicht allzu lange, bis  ein ziemlich netter, aber hyper aggressiver Typ bei einem Flop, 9,10, 2 inklusive zwei Herzen, um meine gesamten Chips spielen will. Ich selbst halte 9,10. Da ich mir ziemlich sicher bin momentan die beste Hand zu haben, nehme ich sein Geschenk an, denn JJ des  Gegners können sich nicht verbessern &#8211; ich triumphiere still.</p>
<p>Bisher blieb der direkte Rechte Platz neben mir unbesetzt, aber nun nimmt diesen ein geschwätziger, freundlicher Amerikaner aus Kentucky ein, und plaudert sofort auf mich los: „Dein Akzent, ist der Deutsch?“ Enttäuscht, ich versuche nämlich so akzentfrei wie  möglich zu sprechen, gestehe ich. Munter plappert er weiter: Er habe neulich mit einem Paar aus Deutschland gespielt, die sich  über seinen Akzent lustig gemacht haben und fragt: „Kennst du Kesa Seda?“ Ich: „Sorry, wen?“  Er: „Keeesaaa Seeedaaar!“ Natürlich! Da geht mir ein Licht auf! Warum nicht gleich so! „Oh, du meinst Katja Thater!“ platze ich freudig, als hätte ich die Millionenfrage gelöst, heraus. „Yes!“ bestätigt er zufrieden. „Also ja, ich kenne sie, allerdings nur durch die Medien, jedoch nicht persönlich“, beantworte ich seine Frage. „She is sooo beautiful, so tall and such a good player! “ – So, sein schwärmerischer O-Ton. „Und ihr Mann, wie heißt der nochmal?“  „Jan von Halle“, informiere ich. „Yes!“ „Nice Guy!“ schwärmt er weiter. „Grüße sie von mir!“ „Äh, aber ich kenne sie doch nicht &#8211; persönlich“, interveniere ich! „Das wäre wirklich sehr nett von dir“, ignoriert er mich mehrmals! „Äh, yes“, (not)lüge ich und beende das Thema.</p>
<p>Im Eifer des Gesprächs, hatte ich fast schon vergessen, wie sehr ich in den unterkühlten klimatischen Bedingungen des Casinos friere. Doch  der Anblick der Serviererin, die mir in ihrem knackig-halbnackigen Outfit, mit  weit ausgeschnittenem Dekolleté und einem kleinen Stück Stoff um der Hüfte, das nur teilweise den Po bedeckt, ein Getränk reicht, lässt mich der kalten Tatsache wieder bewusst werden. Nicht, das ich, wie eine katholische Bibelschwester prüde bin, aber ein paar Zentimeter mehr Stoff sähen ebenfalls oder vielleicht mehr sexy aus, würden wärmen, und ganz ehrlich, manche Figuren könnten das wirklich vertragen. In der Pause, an den Waschbecken der Restrooms, fragt mein Spiegelbild spontan das einer bildhübschen Bedienung: „Wie fühlst du dich, so halbnackig, in einem ultrakurzen Röckchen zu arbeiten?“ Mit einem überraschten Lächeln antwortet sie bereitwillig: „Manchmal friere ich sehr, aber wenn so viel wie im Moment zu tun ist, geht es. Außerdem, trage ich hier wenigstens einen Rock im Gegensatz zum Rio. Man gewöhnt sich an alles.“ Na, das nenne ich mal positives Denken!</p>
<p>Aber zurück zu meiner Pokergeschichte. Mein Stack leidet am Yo-Yo Effekt. Wie erwähnt, herrscht an meinem Tisch  große Action. Am besten führe  ich  mal ein paar signifikante Hände auf: Mein schönes Plus verliere ich mit AK vs. AJ, gewinne dieses wieder gegen denselben Maniac, mit QJ vs. Q10. Verliere ein Set gegen gerivertes Flush, verdopple wieder weil mein Top Pair mit Top Kicker nicht ausgedrawt wird usw. Allerdings, so donkig wie es auf den ersten Blick scheint war es aber nicht.</p>
<p>Nach einem Tischwechsel spiele ich vorerst so munter und mutig weiter, doch allmählich wird mein Spiel unrund, als hätte es Sand im Getriebe. 9 Stunden sind bereits verstrichen, die Blinds schon hoch, meine Karten klein, und die Spots &#8211; trotzdem Druck auszuüben, Mangelware. Den Strohhalm in Form von A, Q, suited ergreife ich kompromisslos und pushe meine letzten ca. zwölf Blinds, die sich als Kanonenfutter für Asse entpuppen. Schlussendlich haben die Asse die Oberhand behalten, ich verabschiede mich mit einer Platzierung um 110, und somit 30 Plätze vor meinem erhofften Cash!</p>
<p>Wieder einmal fühle ich mich  wie eine unreife Frucht, die zu früh vom Baum gefallen ist. Was soll`s! Dann  unternehme ich eben morgen das, was ich bisher in Vegas am erfolgreichsten kann: Shoppen! Vielleicht erhält man dafür auch ein Bracelet? Eines von Ed Hardy würde mir gefallen.</p>
<p>To be continued…</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas  – Teil 3</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 12:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Kevin Song, ein freundlicher, asiatischer Limit Holdem Braceletgewinner aus dem vorigen glorreichen Jahrzehnt, spielt im Vergleich zu den aggressiven young Guns zu meiner Rechten, wohl solide, aber weniger spektakulär! Allerdings hat Kevin meinem AK, im Blindduell mit getroffener Acht, eine klitze  kleine Niederlage beschert. Happens!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Mein Tischwechsel hat mir eine actionreiche Runde beschert, durch die ich dann nach aufmerksamen geduldigen Beobachten und Analysieren meine Chips nochmals verdreifachen kann: UTG erhöht dreifach und bis zum starken, aggressiven Spieler am Button wird von zwei Spielern der Einsatz bezahlt. Der Button, was irgendwie keine Überraschung ist, setzt Potsize. Der SB wirft weg, und ich schaue nun im BB in meine Karten – Pocket Tens! Der sympathische SB sieht wie ich zu meinen Chips greife, und flüstert mir warnend zu: „ I think, he has Queens“! Nein, auf keinen Fall, ist mein Gedanke. Ich glaube, dass er in der Lage ist auch mit einem totalen Bluff, oder einem kleinen Paar, oder Overcards, die unsicheren Gegner aus dem Pot zu drängen. Mit einem Overpair hätte er wahrscheinlich Preflop  nicht so hoch gesetzt, um Postflop noch etwas Equity zu bekommen. So schiebe ich entschlossen meine restlichen ca. fünfzehn BB in die Mitte, da ich maximal nur einen Gegner erwarte. Falls ich mit meinen Überlegungen falsch liege, muss ich halt  meine Konsequenzen tragen. Ohne Restrisiko geht’s eben nie! Alle steigen aus, bis auf den Button, der ja auch gute Odds zum  Call erhält. Wie vermutet und erhofft deckt er ein Paar Fünfer auf! Die Zehner halten, und ich darf mit wieder gesundem Stack an einen neuen Tisch wechseln.</p>
<p>Jetzt sitzt rechts von mir ein stark alkoholisierter, lauter Midzwanziger, der mir akustisch, spielerisch und mit seiner Schnapsfahne ein entspanntes, erfolgreiches Spielerleben unmöglich macht. Nichts geht! Nach acht Stunden Gesamtspielzeit  und erneuten Tischwechsel, rückt  dann mein bedrohliches Turnierende immer näher. J, 10, mit geflopptem Broadway gegen meine zwei Paar, Q, 10, verweisen mich dann auf die Ränge vor dem Preisgeld. C`est la vie! Es hat Spaß gemacht, und glücklicherweise gibt es immer ein nächstes Mal!</p>
<p>Zwischenzeitlich würde ich das Frühstück und wahrscheinlich auch noch das Mittagessen verschlafen, würde ich mir nicht den Wecker stellen. Morgendlich genieße ich einen Caramel Macchiato  von Starbucks am noch fast menschenleeren Pool der Dachterrasse. Hier kann ich nochmal aktiv entspannen und die Seele baumeln lassen, bevor ich meine Aktivitäten, häufig mit Nahrungsaufnahme, starte.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/silke_illu_fastfood.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-21876" style="border:none 0px" title="silke_illu_fastfood" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/silke_illu_fastfood.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a>Wenn es ums Essen geht, bin ich ziemlich trivial. Es gibt zwar in der Stadt Dutzende schicke Restaurants in denen man gut, aber eben auch sehr teuer essen kann. Am liebsten gehe ich zu Fatburger: „The Last Great Hamburger Stand“ – der richtige Platz, wie ich finde, für Burgerliebhaber: weil die Portionen groß, lecker, schnell zubereitet, und preiswert sind. Für Freunde von fetten, triefenden, leeren Kalorien, kann ich auch noch: In &amp; Out Burger und Carl Jr. empfehlen. Mit meinen neuen Essgewohnheiten schlittere ich in ein kurzes, kleines Ernährungsproblem, in dem so viele Amerikaner bereits tief stecken, und erfuttere mir mein Souvenir:  eine Vegasfigur!</p>
<p>Heute steht ein Besuch im neovenezianischem Prachtbau: dem „Venetian“, an. Mit offenem Mund und geweiteten Augen bestaune ich die unglaublich detailverliebte Architektur, die ausnahmslos mit jedem Winkel an ein historisches Venedig erinnert, und dem Betrachter jegliche Fantasiearbeit abnimmt. Ein besonderes Highlight ist die Reproduktion des Canale Grande, der sich in der ersten Etage unter künstlichem Himmel über 400 Meter randvoll, sauber in karibikblau entlang unzähligen Shops schlängelt. Gondolieri schmettern, mit treffsicheren Tönen,  für  ihre Fahrgäste Arien aus beliebten italienischen Opern und komplettieren das surreale Erlebnis: Venedig in Vegas.</p>
<p>Primär  bin ich nicht zum Staunen ins Venetian gekommen, sondern um beim Extravaganza Deepstackturnier dabei zu sein.<br />
To be continued….</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas! &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 09:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Meine mitteleuropäische innere Uhr lässt mich bereits wieder mit den Hühnern wach werden und da ich ja in der Stadt, die niemals schläft, verweile, begebe ich mich acht Etagen tiefer zum Pokerroom, um mir mit Cashgame die Zeit ein wenig kurzweilig zu gestalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Ein Tisch mit sieben  unterschiedlichen, lustlosen Typen, die ihren Nachtflug noch immer nicht beendet haben, ist noch am laufen. Entgegen meines ersten Eindrucks sind die Herren doch mehr oder weniger unterhaltsam und noch viel besser:  es ist lukrativ.  Einen großen Anteil trät Jeff, ein skurriler Amerikaner Mitte Dreißig, seines Zeichens „Awardwinning Tattoo Artist“, wie er uns immer  zwangsinformiert, dazu bei. Seine Haare sind zum Irokesen geformt, und die Haut die sein mit giftigen Schweiß getränktes Muskel Shirt frei gibt, ist mit verschiedenen seltsamen Kunstwerken überseht. Immer wieder greift er zu seinem Flachmann und genehmigt sich einen kräftigen Schluck daraus. Seinem unter Schlafentzug und Alkohol leidendem Gehirn entsprechend,  unterhält er sich  bizarr und bruchstückhaft, und so spielt er auch. Final verliert er seine ungefähr restlichen 200 Dollar mit Q10 gegen AQ, leider nicht an mich, aber wenigstens an meinen Freund. Erwähnenswert wäre auch noch Bob, der mit seinen bestimmt 85 Jahren und fragwürdigem Spiel seine Rente unter die Leute bringt. Mit einem Plus und  plagendem Hunger beende ich mein erstes amerikanisches Pokererlebnis.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/silke_shoppingparadies.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-19750" style="border:none 0px" title="silke_shoppingparadies" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/06/silke_shoppingparadies.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Gestärkt durch ein ausgiebiges amerikanisches Frühstück bei Dennys ist erst mal Powershopping angesagt. Mit einem Zwischenstopp bei Freys, einem riesigen Elektrofachhandel, geht es weiter zum 30 Meilen entfernten Outletmall nach Primm. Hier werden Konsumträume wahr! Geschäfte wie: Guess, Nike, Quicksilver, Tommy Hilfiger, sowie viele weitere Marken reihen sich aneinander und bieten, nicht zuletzt durch den guten Wechselkurs, wahrhafte Schnäppchen. Natürlich animiert das hilfsbereite, motivierte Verkaufspersonal regelrecht, indem es  einem, sobald man nur einen Fuß in die Tür gesetzt hat, mit breitem Kommerzlächeln begrüßt, permanent um einen rumschwirrt, ungefragt seine Meinung zum Objekt der Begierde äußert, und natürlich notfalls eine Alternative bereit hält. Schön, aber trotzdem gewöhnungsbedürftig für Jemanden, der aus der Servicewüste Deutschland kommt. Meinen Abend lasse ich mit wenig Skillgame  an den zahlreichen Spielautomaten in der Hotelhalle ausklingen.</p>
<p>Ein neuer hoffnungsvoller Tag hat begonnen: ich stehe im Ceasars Palace und bestaune die beeindruckenden  naturgetreuen Nachbauten hellenistischer Baukunst und jage, neben mehr als 350 Spielern dem Turniersieg im klassizistischen Ambiente an Tisch 15 auf Platz 5 des 340 Dollar Deepstackturnier, hinterher. Zwei junge Asiaten sorgen von Anfang an für viel Action. Jede Bet wird von den beiden prinzipiell überboten. Nach kurzer Zeit steht für mich der Umkehrschluss fest: je weniger sie auf der Hand halten, je mehr betten sie. Das haarige Gesicht meines Nachbarn kommt mir irgendwie bekannt vor, und weil ich es aber nicht einordnen kann woher,  wende ich mich direkt, fragend nach seinem Namen, an ihn. „Eskimo“! erfahre ich. An ihn verliere ich leider in einer Battle oft the Blinds  ungefähr ein Drittel meiner Chips. Eskimo limpt im Small Blind und mit J,10 off erhöhe ich um das Dreifache. Er zahlt nach und auf dem Flop von J,10,4 möchte er einen kostenfreien Turn sehen, was ich mit einer Kontibet in Höhe von zwei Drittel verhindere. Eskimo bezahlt geforderte Summe und wir bekommen eine kleine nette, weitere 4 zu sehen. Wieder wird von Eskimo gecheckt, und irgendwie gefällt mir weder die 4, noch das süffisante Lächeln hinter Eskimos Bart, welches ich zu entdecken glaube. Deswegen checke ich hinterher. Der River bringt eine 2, die weder mir, und wohl auch nicht meinem Rivalen weitergeholfen hat. Diesmal bettet er ein Drittel Pot &#8211; die Alarmglocken läuten Sturm, aber ich überhöre sie und bezahle. Meine Two Pair verlieren gegen sein Vierer Set! Glücklicherweise zahlt, bevor unser Tisch aufgelöst wird, einer der aggressiven Asiaten meine Könige komplett aus! Mein neuer linker Nachbar ist diesmal ein Bracelet Gewinner aus älteren Zeiten: Kevin Song!<br />
To be continued ….</p>
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		<title>Abenteuer Las Vegas! – Teil 1</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 06:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Der Ausblick aus dem 360 Grad Drehrestaurant des Stratosphere Tower auf das pulsierende Lichtermeer von Vegas ist atemberaubend und sieht aus, wie ein bereits digital bearbeitetes Foto in Breitbildformat. Surreal und doch real wie so vieles hier in Vegas! Zugegeben wenn ich aus dem Fester meines Zimmers des Stratosphere Hotels blicke, sehe ich allerdings nur den nüchternen Bau des Parkhauses. Doch das stört mich nicht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Aber spulen wir einfach mal drei Tage zurück! Nach stattlicher Reisezeit von zwanzig Stunden komme ich endlich aus München  via Paris und Salt Lake City in Vegas an. Meine Einreisepapiere habe ich besonders gewissenhaft ausgefüllt, und mein Gepäck sorgfältig auf Lebensmittel überprüft: denn vor einigen Jahren wurde mir für die versehentliche Einfuhr einer staatsgefährdenden Orange, eine 25 Dollar Strafe aufgebrummt. Das ganze Prozedere artete in ein riesen Theater aus, das mindestens eine Stunde dauerte. Diesmal lief meine Einreise  glücklicherweise reibungslos ab, ich bin ja lernfähig.</p>
<p>Das Wetter ist mit 28 Grad auf Wohlfühltemperatur voreingestellt. Über den Strip geht die Fahrt zum Hotel, und ich bestaune die unglaubliche Szenerie, die sich mir bietet. Die Hotels wie Caesars Palace, The Venetian, Paris, New York New York usw., die den Straßenrand säumen, wirken wie kleine architektonische Wunderwerke. Ein quietschiger, bunter Blumenteppich im Seventies Design, der im Laufe der Jahre an Glanz verloren hat, führt mich in die Lobby des Stratosphere Hotels. Hier attackieren mich ein plötzlicher Temperatursturz von gefühlten 15 Grad, und das berühmte amerikanische Servicelächeln der Rezeptionistin, zu dessen Zielobjekt ich durch die Delta Stewardessen bereits schon hunderte Male wurde. Ohren zermürbendes Klingeln der Slotmaschinen und Kirmesmusik erinnern mit jeder Sekunde: Hier ist Zocken angesagt! Das Umfeld im Stratosphere ist auf jeden Fall Schicki-Micki-frei. Die Zimmer sind geräumig und ganz adrett renoviert, zu ausgesprochen bodenständigen Preisen. Der Hotelservice, der angenehmerweise auch Staub und Dreck keine Überlebenschance bietet, verwöhnt 24 Stunden.</p>
<p>Trotz substanziellem Schlafdefizit will ich sofort losziehen, egal wohin, einfach raus  und Vegas  spüren! Unter der großen Auswahl der Casinos lockt das Rio, dort wo sich u.a. die Creme de la Creme der Pokerszene für das Highroller NL Turnier zusammen gefunden hat. Hier im Rio haben die Räumlichkeiten gigantische Ausmaße. Der Amazon Room gleicht fast einem Flugzeughangar und die Akustik der massenhaft klappernden Chips ist mit Nichts vergleichbar, was ich je zuvor gehört habe. An verschiedenen Rails stehen verschiedene Menschen, bewaffnet mit ihren Kameras, um das besondere Foto ihres Stars zu schießen. An den Unmengen von Pokertischen erspähe ich als allererstes eine mir bekannte,  stehende Kontur, die sich beim näher kommen als schimpfender Phil Helmuth offenbart. Und dann geht es Schlag auf Schlag weiter: Erick Lindgren, Freddy Deeb, Vanessa Rousso, Greg Raymer…</p>
<p>Auch in den Reihen der Rails spielen sich interessante, lustige Situationen ab. Unbeabsichtigt belausche ich eine Auseinandersetzung eines afroamerikanischen Paars, sagen wir mal  charmant, deren Silhouetten stark außer Form geraten sind. Grund der Meinungsverschiedenheit ist: die Dame möchte gerne bei der WSOP starten, was der Herr mit einer Shoppingalternative verhindern möchte. Mit sonorer Stimme, voller Intensität beendet die Frau die Diskussion:  „Oh baby, A must tell you something, A don`t love that shopping at all! Ein Widerspruch war nicht mehr zu hören.</p>
<p>Doch dann  trifft mich endgültig der Jetleg Hammer, und ich unterbreche mein Abenteuer Las Vegas für ein paar Stunden Schlaf.</p>
<p>To be continued ……</p>
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		<title>EPEC &#8211; das Ende der Warteschleife</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 12:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Raus aus dem Mief der Stadt, hinein für drei Tage in die mediterrane Oase am Thyrrenischen Meer: Sardinien! Die idyllische Insel mit Puderzuckerstrand, umgeben vom Wasser von hellstem Azur. Am Flughafen Cagliari erwartet Thomas und mich neben strahlender Maisonne,  schneidendem,  kühlem Mittelmeerwind, das hoch motivierte, freundliche Everest Team.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Sie sorgen für unterhaltsame, unbeschwerte Cluburlaubsatmosphäre! Nach knapp einstündiger Busfahrt, im Chia Laguna Resort angekommen, sitzt der Werthan bereits bei einem Bierchen auf der Sonnenterrasse, was uns direkt zum Nachahmen inspiriert. Wie von einem Magneten angezogen gesellen sich Martin, Kersten und Anne zu unserem Bierkränzchen dazu. Menschen, so fremd und doch vertraut. Sie wirken auf mich wie Bekannte die man einige Jahre nicht mehr gesehen hat, und nun unerwartet hier auf der Insel wieder trifft. Wir ergänzen uns zu einem harmonischen Kollektiv.</p>
<p>Fast zweihundert Qualifikanten, verschiedenster europäischer Herkunft, mit Begleitung, genießen die kommenden Tage einen exzellenten Cocktail aus ausgelassener Partylaune, entspanntem Urlaubsfeeling und genialer Pokeraction. Die Begeisterung ist so strahlend wie die Inselsonne!</p>
<p>Am Ankunftsabend überrascht uns Everest mit einem fulminanten Stranddinner. Hier zwischen Wein, Vor- Haupt- und Nachspeisen, in den sardischen Dünen trifft man auf neugierige, interessierte Konversation: „woher kommst du?“ „bist du Spieler?“ „wie hast du dich qualifiziert?“…… usw. Nationale, sowie soziale Grenzen bersten, und Sympathien verschmelzen! Ein ganz besonderer, schöner Side Effekt, der Poker begleitet. Gesättigt wechseln wir die Kulisse: In der  Hoteldisco werden  Kalorien und die Anspannung, vor dem bevorstehenden Turnier, bis in die Morgenstunden abgeschüttelt!</p>
<p>Endlich ist es soweit! Der Tag der Tage! Auf den ich seit Januar hin gefiebert habe! EPEC Finale! In den zweckentfremdeten Räumlichkeiten der Disco ist mir der Tisch 13 Platz 8 zugelost worden. Auf Platz 9 wartet schon Raul aus Spanien, bekleidet mit einem regenbogenfarbenen Glitzerjackett, geschmückt mit einer medizinischen Halskrause! Einen kleinen Gummiglückshasen, dessen Ohren man über die Augen ziehen kann, hat er schon präventiv vor sich positioniert. Sein Showoutfit hatte mich zum Irrglauben verleitet,: er sei der Kartentrickkünstler und ich am falschen Platz. Liebenswert, harmlos, und kauzig sind Eigenschaften, die ihn beschreiben. Der Turnierstart offenbart sich als pulsierend, voller Leben – allerdings nur durch die Railbirds und Pressevertreter im Hintergrund.</p>
<p>Ein extremes Kontrastprogramm hingegen ist die anfängliche, totenstille angespannte Atmosphäre an<a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/silke_sardinien2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-17959" title="silke_sardinien2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/silke_sardinien2.jpg" alt="" style="border:none 0px" width="240" height="240" /></a> unserem Tisch: vorsichtig tasten wir uns und unsere Spielweise gegenseitig ab, werden jedoch sukzessive gelöster und mutiger. Mehr als ein Blindlevel halte ich mich beobachtend  zurück und schaffe es in den folgenden Levels, resultierend   durch meine Erkenntnis, meinen Stack aktiv, sicher, showdown arm (meine Hole Cards waren auch überwiegend untauglich)  fast hälftig zu vermehren. Im Allgemeinen empfinde ich die Spielweise, bis auf die des italienischen Akteurs auf Platz 6, als ziemlich tight und ehrlich. Während ich geduldig auf bessere Karten und die damit verbundene Chance, einen riesengroßen Pot zu gewinnen, warte, schlittere ich unverhofft in folgende Konfrontation:</p>
<p>Erfreut halte ich in mittlerer Position AK offsuit, und setzte einen Standardraise von drei BB, der von einem Österreicher im Cutt off, eine wuchtige, bedrohliche Erscheinung, flott bezahlt wird.  Drei  kleine Wahrscheinlichkeiten, die ich nicht getroffen habe, liegen in der Mitte des ovalen Filzes. Während ich eine Contibet von 2/3 Potsize bette,  starre ich  meinen Kontrahenten mit versteinerter,  grantiger Miene an. Also Medusa hätte mich vom Fleck weg zur Schwester erkoren. Jedoch vollkommen unbeeindruckt kontert er mit einem Raise, das ich wiederum selbstbewusst überbiete. Umgehend, mit siegessicherem Grinsen stellt mir Herr Superhartnäckig, mit seinem „All-In Move“ dann die ultimative Frage: ob ich wirklich weiter im Turnier verweilen möchte? Jetzt werden meine Gehirnzellen kräftig strapaziert: wie wahrscheinlich ist die Wahrscheinlichkeit“, dass er getroffen hat, gar nicht treffen musste, respektive wie viele Outs hat er, habe ich? Viel zu viele Fragen ohne ausreichenden Antworten, aber nur einer vernünftigen Entscheidung: FOLD! Mein schöner Chipvorsprung &#8211;  futsch! „Nur nicht hängen lassen“, motiviere ich mich selbst.</p>
<p>Bedauerlicherweise haben wir zwischenzeitlich Señor Raul verloren, der zum  - gefühlten hundertsten Mal – seinen Lieblingssatz rollte: „de RRRRabit and I arrrrr all-in!“ Schade, AQ hatte ihm nicht geholfen! Langsam nähern wir uns auch  dem Preisgeld. Mit etwas Glück kann ich zweimal mit eigenem kleinen Stack die Katastrophe vor einem verfrühten Ausscheiden abwenden. Einmal trete ich als  Underdog mit AQ vs. AK an und gewinne mit der Dame. Ein nächstes Mal präsentiert mir die Varianz im Duell mit KJ vs. AQ den Buben. Und bevor ich meine  wenigen Chips  komplett verlieren kann, erlöst uns Thomas Kremser in dem er  mehrsprachig verkündet: „Die Bubble ist geplatzt“! Fortsetzung am Folgetag!</p>
<p>Werthans Einladung zur Beach Party &#8211; die auf seiner Dachterrasse stattfindet &#8211; rundet den Abend ab. Wenn man vorsichtig lauscht, kann man das Rauschen des Meeres hören. Im Mondschein genießen alle zehn Gäste  reichlich sardischen Rotwein, wir plaudern über Dinge, die die Welt nicht braucht und amüsieren uns dabei prächtig. Langsam beginnen die Konturen, durch den Alkohol und/oder der Dunkelheit, Müdigkeit zu verschwimmen, und ich falle in dieser Nacht in einen glücklichen, zufriedenen Schlaf.</p>
<p>Ein neuer hoffnungsvoller Tag beginnt. Bevor es nachmittags ins Turnierfinale mit den 36 verbleibenden Protagonisten geht, hat Everest einige kleine Abenteuer für Alle vorbereitet. So können die Einen sich im Heads-Up gegen die Everest Pros im Outdoor Poolbereich duellieren. Andere finden mit Mentaltraining psychologischen Support oder beim Fußballmatch ausreichend Bewegung. Und wie schon am Vortag werden für Pokerfans, die nicht (oder nicht mehr) am Mainevent teilnehmen, S&amp;G´s sowie am frühen Abend auch noch ein MTT angeboten.</p>
<p>Für mich und die übrigen 35 Finalisten stellt sich nun die erfreuliche Herausforderung: Wie mache ich aus 400 Euro 21.000 Euro? Direkt mit meiner ersten Hand, 6,4 in Kreuz calle ich ein All-In aus dem Big Blind mit mickrigen vier BB. Wie vermutet pushte mein Gegenspieler, der noch einen wesentlich gesünderen Stack als ich hatte, mit Overcards &#8211; AQ off suit . Die Chips wandern ungerechterweise, durch getroffenes two Pair in meine Richtung. Aber leider gerät mein Aufstieg dann doch ins Wanken und ich stürze nach längerer Durststrecke mit K, 5 endgültig auf Rang 30 ab! Meine erste düstere Enttäuschung über mein Ausscheiden  weicht jedoch schnell gesunder Dankbarkeit, denn alle Akteure waren ja bereits mit der Reise zum grandiosen Everest Spektakel Sieger! Im Partyrausch  des Abends ist dann der „große Gewinner“, ein Schweizer, ermittelt worden. Glückwunsch! Siegesfeiern, Abschiedsfeiern, was auch immer, reichen noch feucht fröhlich hinein bis in den Morgen.</p>
<p>Ich hoffe im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen, denn den Gerüchten nach heißt es: EPEC in Venedig! Ach könnte ich nur die Vorspultaste drücken…</p>
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		<title>EPEC &#8211; Warteschleife</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 20:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Burghardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Meine Turnierteilnahme für den EPEC hängt schon seit Januar in der Warteschleife. Doch entgegen gerade geschildertem Szenario, befinde ich mich in einem ausgeglichenen, symbiotischen  Gefühlszustand voller Geduld, großer Vorfreude versehen mit einem kleinen Schuss Angst: es könnte zu schnell vorbei sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Es beginnt an einem eisigen Januarabend auf dem heimischen Sofa. Das Kaminfeuer spendet dezentes Licht und Wärme. Die Geräuschkulisse bildet eine heitere Konversation der Moderatoren, des Internetradiosenders SEO FM. Einer von ihnen ist, Markus Tandler, alias „Mediadonis“,  er will gleich das Passwort für das bevorstehende, kostenfreie Onlinequalifikationsturnier  &#8211; bei dem man eine Teilnahme  für das  Livequalifikationsturnier,  in der Münchener „089 Bar“ zum EPEC 09./10. Mai auf Sardinien gewinnen kann &#8211;  den Zuhörern verraten. Klingt ganz schön kompliziert! Oder?“ Fakt ist, die ersten Beiden sind eine Runde weiter!</p>
<p>Bewaffnet mit Elan, sowie dem Laptop auf meinem Schoß, versuche ich neben mehr als 90 Protagonisten ebenfalls mein Glück. Wie bei jedem Freeroll hauen sich die Gegner gleich zu Anfang mit fragwürdigen Starthänden die All-Ins um die Ohren. Um mich vor übereilten Fehlentscheidungen zu schützen, beschließe ich mich anfänglich in Geduld zu üben, wozu ich mir mit Simultanspiel Unterstützung schaffe. Es läuft nicht! Schnell rutsche ich zum Small Stack ab und  bin mit  der Vielzahl meiner parallel gespielten Tische auch leicht überfordert. Also, was macht die gestresste, ertrinkende Pokerspielerin? Sie rudert! Sie pusht! Getragen von  wundersamer, positiver Energie  – wohl Glück genannt, gewinne ich überproportional oft 30-Prozenter und Coinflips. Eben noch unten, jetzt ganz weit oben! Als Chipleader am Finaltable angekommen, kann ich viel Druck ausüben und lasse mir den Einzug zur Livequalifikation nicht mehr nehmen! Freudenschrei!</p>
<p>Noch zwei Wochen! ICH WARTE!</p>
<p>Im Rahmen eines festlichen Abends für 150 SEO FM Hörer, -sponsored by Everest Poker-  findet unsere NeoQuali mit zehn Spielern im Sit &amp; Go statt. Leider habe ich die letzte Einladung erhalten, was einen Begleiter losen Abend für mich bedeutet.</p>
<p>Die „089 Bar“, das ist ein derzeit angesagter Schuppen in unserer bayrischen Metropole. So ein Laden, in dessen Warteschlange man ewig ansteht, um dann von den Türstehern mit ultragelangweilter Miene: „sorry, nur für Stammgäste“, abgewiesen zu werden! Nur weil man zu hässlich, zu dick oder einfach nicht trendy genug ist. Aber das kann mir ja egal sein, denn für diesen Abend bin ich sozusagen V.I.P. Heute betrete ich diesen Jetset Tempel zum ersten Mal, der sich widererwartet, schlicht, in gedämpftem Licht präsentiert. Es ist gerade mal so hell, dass man nicht über das spärliche Mobiliar und die Stufen stolpert. Ich habe Angst! Nein, nicht vor der Dunkelheit, sondern davor, dass ich bei den bescheidenen Lichtverhältnissen, eingeschränkt  durch  meine Kurzsichtigkeit , die Karten nicht  erkenne! Meine Brille hat die Eitelkeit zu Hause gelassen. Es wimmelt überwiegend von Radiomännern, die  in ihren feinen Hemden, und Anzügen festlich, attraktiv aussehen. Kein Wunder, denn die Einladungsmail diktierte die Kleiderordnung: „dress to impress.“</p>
<p>Wie ein Mauerblümchen stehe ich alleine, bekleidet in einem schlichten, fast biederen, schwarzen<a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/illu1_2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16532" title="illu1_2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/05/illu1_2.jpg" alt="" style="border:none 0px" width="255" height="199" /></a>Satinträgerkleid, in einer Ecke der Bar rum. Also, ein heißer, sexy Feger bin ich nicht gerade, doch davon tummeln sich einige tanzend auf der Theke, in knappen Cheerleaderoutfits um die Stimmung einzuheizen.  Wer sich traut  erhält an und um der Theke, neben der aufreizenden Showeinlage,  nach Herzenslust Getränke, sowie leckere Speisen in Form eines Buffets. Satt und ein bisschen gelangweilt nippe ich an meinem faden Mineralwasser. Das hat man als Autofahrer davon: Abstinenz! So vermeidet man das „verkehrsgefährdenden Risiko“, alkoholisiert  nach Hause zu fahren. Gequält überlege ich, wie ich die einstündige Wartezeit bis zum Spielbeginn totschlagen könnte, als ich eine kleine Männergruppe erspähe, von denen einer denselben Halsschmuck trägt wie ich. Es ist unsere Spieler-ID. Spontan entschließe ich mich zu einem freundlichen Annäherungsversuch und hoffe, dass sie mich nicht für eine mannstolle Tussi halten! Gut gelaufen! Denke ich jedenfalls! Die Zeit verfliegt im Nu  mit Informationsaustausch, natürlich rund um das brennende Thema Poker.</p>
<p>Endlich Startschuss! Aus Zeitgründen werden wir jetzt mit einem Turbo S&amp;G konfrontiert. Auch gut! Um die begehrte Teilnahme am EPEC auf Sardinien zu gewinnen, muss man mindestens Zweiter werden. Wir sind 10 Spieler, von denen die SEO FM Moderatoren „Mediadonis“ und „Friday“ außer Konkurrenz mitkämpfen. Bereits mit meiner Platzauswahl habe ich das große Los gezogen. Zu meiner Rechten sitzt ein Typ mit zwei attraktiven Eigenschaften: er ist extrem sympathisch, der darüber hinaus die „ausdauernde Fähigkeit“ besitzt, Karten zu folden. Auch der Konkurrent zu meiner Linken ist durchschaubar. Das allgemeine Spielerniveau erläutere ich nun analog zu meiner Key-Hand. Wir beginnen alle mit einem Anfangsstack von nur 4000 Chips. Gleich in der dritten Runde bekomme ich im Cutoff Pocket Kings ausgeteilt. Die Action beginnt mit dem Spieler UTG, der bei Blinds von 25/50 auf 200 raist, der Raise wird wiederum prompt von Midpositon und meinem sympathischen rechten Mann gecallt. Was tun sprach Zeus! Natürlich reraisen, und zwar auf 800! Ein Dominoeffekt tritt ein – call, call, call! Die Dealerin deckt uns einen Flop mit kleinen unkoordinierten Karten auf. Sieht gut aus für meine Könige, finde ich! UTG setzt eine fragwürdige Contibet von 200, und was passiert? Genau &#8211; Dominoday!</p>
<p>Ich bin ja wahrlich kein Rechengenie, aber das mit den Betsizes  der Gegner einiges schief gelaufen ist, steht außer Frage. Meine Handanalyse ergibt dennoch, &#8211; keine Pocket Asse! Im Pot liegt ein Betrag von mehr als 3800 Chips, was für mich ein obligatorischer All-in Push mit meinem  restlichen Stack von ca. 3100  bedeutet. Mein Herz setzt aus! Haben sich doch schon im Laufe der Jahre diverse Horrorszenarien in meine Gedanken eingebrannt, wie man Könige auf Turn und River noch verlieren kann. Dann die Erlösung: es  wird der letzte Dominostein aktiviert &#8211; fold, fold, fold! Somit verdopple ich ohne Showdown, und setzte einen signifikanten Meilenstein für mein Ziel &#8211; Sardinien. Ab sofort gilt für mich nur noch die Devise: kontrolliert weiterspielen. So besiegel ich schlussendlich selbst mein glückliches Schicksal, indem ich dem Drittletzten Teilnehmer seine verbleibenden Chips restlos abnehme. Eine Welle des Glücks schwappt über mich! Ich fliege nach Sardinien! Aber dann in Begleitung!</p>
<p>Nach der überschwänglichen, herzlichen Siegerehrung durch das Everest Team, genehmige ich mir im Gedränge der Bar noch einen klitzekleinen Schluck lauwarmen Sieges-Champagner und treffe eine finale Entscheidung des Abends: zu gehen wenn es am Schönsten ist. Auf der Heimfahrt genieße ich ein noch wenig die Glücksgefühle, die meine Sinne durchströmen!</p>
<p>Noch drei Monate! ICH WARTE!</p>
<p><i>&#8220;High Heels&#8221; erscheint auch regelmäßig im <a href="http://www.pokerblatt.de" target="new">Pokerblatt</a>.</i></p>
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