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	<title>Poker Firma &#187; Stephan M. Kalhamer</title>
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	<description>Die ganze Welt ist Poker!</description>
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		<title>Durrrrs Spiel</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 21:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Gestern Nachmittag stellt ich mich eine Weile neben Mama und Papa Hellmuth, weil ich mir den Tisch mit dem imposant großen Phil und Tom Dwan ansehen wollte. Sie spielten im 10k PLO Championship Event. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Gestern Nachmittag stellt ich mich eine Weile neben Mama und Papa Hellmuth, weil ich mir den Tisch mit dem imposant großen Phil und Tom Dwan ansehen wollte. Sie spielten im 10k PLO Championship Event.</p>
<p>Es war Tag 3 und Tom hatte einen massiven Chiplead von etwa 900k. Der Zweitplatzierte von gut 30 verbleibenden Teilnehmern lag bei ca. 600k. Man spielte bei Blinds von 4k/8k.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/07/durrrr.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-55213" title="durrrr" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/07/durrrr-1024x768.jpg" alt="" width="221" height="166" /></a>Toms Spiel war so groß wie Phils Statur. Auch wenn er gestern seinen anfänglichen Lead in einen sicherlich enttäuschenden Platz 17 verwandelt hat, fand ich sein Spiel exzellent. Er spielt gekonnt hochfrequent und aggressiv. Damit freerollt er zu einem gehörigen Anteil in seinen großen Pots. Diese Taktik passte super zu seiner konkreten Situation gestern und dem Spiel PLO überhaupt.</p>
<p>Er hat nie unmittelbar etwas zu befürchten, alle anderen aber schon.<br />
Er spielt aufgrund seiner Sidebets ohnehin rein auf Bracelet.<br />
In PLO ist er preflop ohnehin nie weit hinten, wenn es doch mal eskaliert.</p>
<p>Ich habe eben einige Hände im live Coverage nachgelesen. Man liest immer wieder „Player X doubles tru Dwan“. Das liest sich nicht gut, doch es ist auch nur die eine Seite der Medaille. Steter Dwan höhlte die Stacks seiner Gegner ehe es wieder zu einer berichtenswerten Story kam. In den großen Händen lief es dann gestern offensichtlich nicht für Durrrr. Aber es hat schon wirklich viele Niederlagen gebraucht, ehe der massive und sich quasi immer wieder selbst regenerierende Stack von Tom erlegt werden konnte. Mir hat sein Spiel imponiert. Ich habe mir nun selbst ein Bild davon gemacht und komme für mich zu dem Schluss, dass er wirklich so gut ist, wie er oft dargestellt wird. Das ist ja nun keineswegs immer und überall  der Fall.</p>
<p>Gerade für den Fall, dass er zur <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/full-tilt-poker-million-euro-challenge-kehrt-zuruck/55216">diesjährigen Million Euro Challenge in Wien</a></span> kommt, dürfen wir uns bereits heute ein wenig vorfreuen.</p>
<p><i>Zahler zocken – Könner kalkulieren</i></p>
<p>Stephan M. Kalhamer für<br />
<i>the-gambling-institute.eu<br />
- calculated gaming -</i></p>
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		<title>Parallelen</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 05:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>In diesen fußballgeschwängerten Wochen wird es nicht überraschen, dass die noch kleine Schwester der Pokerfirma <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.wettfirma.com" target="new">Wettfirma</a> </span>heißt. Dort gibt es unter den Kolumnisten ein Tippspiel auf die WM-Vorrunde. Ich zeige euch heute auf, wie viel ein solches Spiel mit einem SnG zu tun hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>In diesen fußballgeschwängerten Wochen wird es nicht überraschen, dass die noch kleine Schwester der Pokerfirma <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.wettfirma.com" target="new">Wettfirma</a> </span>heißt. Dort gibt es unter den Kolumnisten ein Tippspiel auf die WM-Vorrunde. Ich zeige euch heute auf, wie viel ein solches Spiel mit einem SnG zu tun hat.</p>
<p>Wir spielen das Spiel zu zehnt. Jeder Mitspieler hat alle 48 Vorrundenspiele vor dem ersten Anpfiff getippt. Für die richtige Tendenz gibt es einen Punkt, bei komplett richtigem Ergebnis weitere zwei Punkte. So lauten unsere Regeln.</p>
<p>Die erste Parallele zu SnGs lautet Varianz. Einer wird wohl gewinnen und der hatte sicher auch etwas Glück. Doch da es hier wie da auch viel gut bzw. schlecht zu entscheiden gibt, ist die zweite Parallele das Ziel und die Möglichkeit, unter positiver Erwartung zu spielen. Wie sieht dies bei einem Tippspiel aus? Wie misst man Edge?</p>
<p>Zusammen mit meinem Freund und Kollegen Benno Maul haben wir das Tippspiel per PC  10.000fach simuliert. Wir haben dabei die zur Tippabgabe verfügbaren Marktquoten verwendet, um Eintrittswahrscheinlichkeiten für jedes Spiel zu schätzen. Details findet man in meiner Artikelserie auf wettfirma.com dazu.</p>
<p>Dabei kam folgende Platzierungsverteilung für mich heraus:</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/4_kalhamer.png"><img class="alignnone size-large wp-image-54838" title="4_kalhamer" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/4_kalhamer-1024x509.png" alt="" width="491" height="244" /></a></p>
<p>Ich gewinne von 10.000 Versuchen 1.875 mal – oder einfach in 18,75%. Weitere ca. 16% werde ich Zweiter und zu knapp 14% immerhin Dritter. Damit bin ich in fast 50% auf dem „Treppchen“.</p>
<p>Die folgende Tabelle zeigt Götz Verteilung im Vergleich:</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/5_kalhamer_schrage.png"><img class="alignnone size-large wp-image-54839" title="5_kalhamer_schrage" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/5_kalhamer_schrage-1024x511.png" alt="" width="491" height="246" /></a></p>
<p>Götz erreicht knapp 800 Siege auf 10.000 Versuche. Ich denke man sieht Details schön anhand des Graphen.</p>
<p>Was will ich hier aussagen? Keineswegs, dass Götz schlecht tippt. Ein Tippspiel ist ohnehin nur bedingt dafür geeignet gute Sportwetter zu filtern. Ich will hier folgende Parallele zu SnGs zeigen:</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/7_tabelle_mittel.png"><img class="alignnone size-full wp-image-54840" title="7_tabelle_mittel" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/06/7_tabelle_mittel.png" alt="" width="347" height="198" /></a></p>
<p>Wäre unser Tippspiel ein 100+6 SnG und wären die ersten drei Plätze entsprechend mit 50%, 30% und 20% aus dem Preispool prämiert, so leistet die Simulation das, was Langzeitbetrachtungen bei SnGs leisten. Sie trennen Skill von Luck. Der ROI auf solider Datenmenge sagt einfach viel über einen Spieler aus.</p>
<p>Was hieße dies im Tippspielfall? Wie gut würde ein „Buy-in“ hier arbeiten? Bei 10.000 Spielen wäre ich nicht nur 40.000 Jahre alt, ich hätte auch insgesamt 1.060.000 in Buy-ins getätigt. Ich hätte 1.875 mal 500 gewonnen, 1.615mal 300 und 1.383mal 200. Das sind in Summe 1.698.600 an Preisgeldern. Damit ergibt sich ein ROI von (1.698.600 – 1.060.000) / 1.060.000 = 60,2%. Wohl dem, der das am SnG-Tisch zu leisten vermag!</p>
<p>Mir ist wichtig zu zeigen, dass hier wie da Edge nur im Vergleich zum Gegnerfeld entsteht, dass kurzfristig in beiden Fällen Glück dominiert und dass langfristig gutes Entscheiden belohnt wird. Nur gut, dass man Poker viel schneller iterieren kann als ein WM-Tippspiel.</p>
<p><i>Zahler zocken – Könner kalkulieren</i></p>
<p>Stephan M. Kalhamer für<br />
<i>the-gambling-institute.eu<br />
- calculated gaming -</i></p>
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		<title>On Implied Odds</title>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 09:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Ich zahle im Wissen darum, aktuell und für sich gesehen zu misswirtschaften - doch auch in der Hoffnung, auf massiven zukünftigen Reibach, der meine aktuelle Entscheidung im Nachhinein rechtfertigen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Ich zahle im Wissen darum, aktuell und für sich gesehen zu misswirtschaften &#8211; doch auch in der Hoffnung, auf massiven zukünftigen Reibach, der meine aktuelle Entscheidung im Nachhinein rechtfertigen wird.</p>
<p>Implied Odds sind ein wichtiges und mächtiges Konzept. Zudem sind sie zweischneidig. Um als Pokerspieler bestehen zu können, muss man die Idee dahinter verstehen und entsprechend anwenden können. Um aber überhaupt einmal zu einem guten Spieler zu werden, muss man in der Lage sein, als defizitär erkannte Szenarien einfach weg zu werfen anstatt sie sich über das Argument Implied Odds schön zu denken. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Spieler besser fahren würden, wenn sie davon nie etwas gehört hätten. Denn die Gefahr, das Konzept zur Rechtfertigung von suckenden Calls zu missbrauchen, übertrifft meiner Einschätzung nach den Hebel bei korrektem Einsatz. Deshalb will ich hier auch gar nicht den ohnehin bereits kalten Kaffee des Konzepts ein weiteres Mal aufkochen.</p>
<p>Viel lieber will ich in diesem Zusammenhang ein aktuelles Thema, den<span style="color: #ff9900;"> <a href="http://www.handelsblatt.com/magazin/nachrichten/picasso-matisse-modigliani-spektakulaerer-millionen-kunstraub-in-paris;2584870;0" target="_blank">spektakulären Raub</a> </span>aus dem Pariser Museum für moderne Kunst, bemühen. Das ist doch mal ein gutes Beispiel für fehlende implied Odds. Ein Dieb sieht offensichtlich die Chance für ein „Play“. Er geht das Risiko und es gelingt. Doch was nun? Wo liegt  sein Nutzen? Was ist die Chance, die das Risiko auf Knast kompensiert? Wie bekommt er Payoff? Hat er diese Konstellation nicht kommen sehen? Muss er sie nicht kommen sehen? Es bleibt wohl ein Suckerplay trotz scheinbaren Gelingens.</p>
<p>Wenn ich am Pokertisch einen Call nach implied Odds mache, dann stelle ich sicher, dass alle folgenden Kriterien erfüllt sind, ansonsten entscheide ich mich dagegen:</p>
<p>Es ist ein großer finanzieller Hebel möglich. Die aktuellen Kosten sind also viel kleiner als der potenziell zu gewinnende Reststack. Die Chance, dass es im Trefferfall rund geht, ist groß. Dazu muss ich beim Gegner ein möglichst solides Blatt vermuten dürfen, damit er oft auch dann gut ist, wenn ich sehr gut werde. Weiter wünsche ich mir einen aktiven Gegner, der sich nicht so leicht von seinen guten Händen trennt. Ich brauche selbst ein Blatt, das vernünftig oft und möglichst versteckt trifft &#8211; Preflop etwa ein kleines Paar zum Setmining oder aber einen schwer zu lesenden Double Belly Buster am Flop. Ich selbst schließlich möchte für diese Aktion am liebsten als wilder Spieler wahrgenommen werden, damit sich mein Gegner nicht gleich verschreckt, sollte ich treffen und setzen.</p>
<p>All diese Faktoren und auch manche mehr gilt es realistisch einzuschätzen, ehe man hier und jetzt einen Preis zahlt, den die Chancen, das Blatt der Wünsche zu realisieren, für sich gesehen nicht rechtfertigen. Auf implied Odds zu spielen ist ein „Trotzdem“. Gutes Anwenden dieses Konzepts ist sich dessen bewusst. Man setzt es nur dosiert und immer mit gutem Grund ein. Das ist die Kunst am Pokertisch.</p>
<p>Der Kunsträuber hat meiner Meinung nach manches Stoppschild einfach überfahren und muss nun sehen wie er mit seinem getroffenen Draw umgeht. Vermutlich wird er bald genug Zeit haben, darüber nachzudenken, dass man Spiele zu Ende denkt, ehe man sich involviert.</p>
<p><i>Zahler zocken – Könner kalkulieren</i></p>
<p>Stephan M. Kalhamer für<br />
<i>the-gambling-institute.eu<br />
 &#8211; calculated gaming -</i></p>
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		</item>
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		<title>Viel Lärm</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/viel-larm/46762</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 11:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Vor einiger Zeit sind Götz und ich am virtuellen Pokertisch (oder eigentlich vielmehr im papierlosen Schriftverkehr) aneinandergeraten. Dabei ging alles recht entspannt los. Ahnungslos endete ich an einem Tisch mit dem Pokerbösen - ein 6-Handed Turbo SnG. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/VielLaerm.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-46766" style="border: none 0px;" title="VielLaerm" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/VielLaerm.jpg" alt="" width="156" height="217" /></a>Vor einiger Zeit sind Götz und ich am virtuellen Pokertisch (oder eigentlich vielmehr im papierlosen Schriftverkehr) aneinandergeraten. Dabei ging alles recht entspannt los.</p>
<p>Ahnungslos endete ich an einem Tisch mit dem Pokerbösen &#8211; ein 6-Handed Turbo SnG. Die ersten beiden Plätze werden standardmäßig bezahlt, wir sind noch zu dritt. Der Button vegetiert mit 2 BB dahin, schiebt diese zur Mitte. Ich halte 6.480 der insgesamt 9k Chips am Tisch und stelle ein.</p>
<hr />
<strong>Götz im BB foldet letztlich, doch er greift zur Tastatur, schickt mir obigen Screenshot samt folgendem Textauszug:</strong></p>
<p>Jetzt zu meiner Frage &#8211; was war da dein Gedanke?</p>
<p>PS: Ich habe natürlich gefoldet und der Button hat sich dann zweimal gegen dich verdoppelt.</p>
<p><strong>Mein erster Versuch einer Antwort:</strong><br />
Der b pusht hier imo viel (ca. 40%) folglich darf ich hier oft pushen (gut 30%) demnach kannst du hier kaum callen (5-7%) alles nur so kurz übers Knie gebrochen.</p>
<p><strong>Götz bleibt investigativ dran:</strong><br />
Mich interessiert Folgendes an der Situation: Du hast zwar einen massiven Chiplead, aber passieren kann alles. Also es könnte auch passieren, dass du den undankbaren dritten Platz belegst. Der Junge auf Platz 1 hat noch exakt 2 BB und stellt sich all-in. Warum willst du den Dritten im Bunde &#8211; in dem Fall mich &#8211; nicht mitspielen lassen? Ich dachte bisher in der konkreten Situation ist der Wert mit vier Karten gegen den Bubbleboy anzutreten höher zu bewerten, als so eine Hand wie du hattest, A5 zu pushen.</p>
<p><strong>Götz weiters:<br />
</strong>Mein Gedanke dazu bzw meine zweite Frage: Kam dein Push aus einer Überlegung, die meinen Stack mit einbezogen hat? Oder hattest du 12 Tische offen und es war der Shorthanded-habe-ein-Ass-Reflex?</p>
<p><strong> Meine zweite Antwort:</strong><br />
… Ich kann doch hier niemanden &#8220;mitspielen&#8221; lassen. Sobald ich nicht pushe, wirst du das machen und ich bin in einer relativ schwierigen Lage. Selbst wenn man das nicht anerkennt, hast du postflop Position auf mich. Warum soll ich hier etwas anderes tun, als was für meine Situation klar plus ist?</p>
<p>Ich hab dirs schnell noch durch nen Calculator gehauen, ist echt eindeutig die Situation. War mir an dieser Stelle aber (wie vorher gesagt) auch aus dem Bauch heraus sehr sicher (muss ich ja auch sein, schliesslich habe ich schnell zu entscheiden). Mit Reflex (oder wie du das titulierst) hat das nichts zu tun. Das ist eine klare Situation, Standard-Spiel.</p>
<p>Spielen alle optimal ihre Ranges (nash gleichgewicht) schaut die Situation so aus:</p>
<p><strong>BU</strong> 33.8%, 33+ Ax+ K4s+ K7o+ Q8s+ Q9o+ J9s+ JTo T9s<strong><br />
SB</strong> 29.1%, 22+ A2s+ A3o+ K6s+ K9o+ Q8s+ QTo+ J9s+ T9s<strong><br />
BB</strong> 8.4%, 77+ ATs+ ATo+</p>
<p>b pusht also 33,8, ich repushe 29,1 und du callst mit 8,4. Mein A5 fällt da erst sehr spät aus dem Range, ich tippe mal nur für den Fall, dass b in Wahrheit nur 15% oder weniger pusht, was hier unabhängig vom Gegnertyp unrealistisch ist. Somit ist meine Situation eindeutig. Der Rest interessiert mich als Pokerspieler nicht (als Mensch ist das was anderes, da kann man schon mal jemanden &#8220;mitspielen&#8221; lassen, gerade dich. <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   ).</p>
<p><strong>In einer weiteren Mail hake ich noch einmal nach, ehe sich die Sache in ein nettes Telefonat verläuft. Hier die inhaltsneuen Zeilen dieser Mail zur Frage, warum ich pushe anstatt zunächst callend „runter-zu-checken“.</strong><br />
Ich pushe, weil es &#8211; wie ich dir um mein erstes Gefühl zu unterfüttern, sogar rechnerisch mit Aufwand nachsimulieren habe lassen &#8211; die beste Alternative für mich ist, hier zu pushen. Mein Push bringt einfach am meisten Cashvalue, exakt darum spiele ich ihn. Ja, mein Verhalten bezieht deinen Stack mit ein, nämlich aus der exakt erörterten Überlegung heraus, dass du nur mit 8,4% deiner Hände callen kannst und bei anderem Verhalten von deinem Optimum abweichst. Dies liegt an deinem Stack und dem Zusammenspiel aller Stacks. Ich weiss nicht, wie viele Tische bei mir gerade offen waren. Den genannten Reflex kenne ich nicht. Aus meiner Unkenntnis heraus, kann ich nur vermuten, dass es der Shorthanded-habe-ein-Ass-Reflex nicht war. <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Final schreibt dann Götz unter anderem dies:</strong><br />
Dein All-in widerspricht dem was die Mehrheit der Pokerspieler glaubt &#8211; genau in der Situation eben den dritten Mann im Spiel zu lassen als quasi Pflicht der Vernunft. Würde mal sagen, von den 300 Pokerspielern die im EUROPA und den anderen Kleincasinos spielen, glauben 300, dass da call und durchchecken der richtige geldorientierte Move ist. Das bedeutet aber nicht, dass die 300 nicht Unrecht haben könnten und das Ganze zu einer mir ohnedies wenig sympathischen Poker-Ettikette geworden ist. &#8211; Bei den hunderten Turnieren die ich schon geleitet/gedealt/beobachtet habe, gäbe es ein maximales Geheule &#8211; aber um es zu wiederholen, es wird oft falsch geheult und sich aufregen, heißt nicht automatisch recht haben. Werde den Move in mein Reportoire nehmen und wenn sich dann alle auf mich stürzen, weil der dritte Mann mit j3 gewonnen hätte und wir &#8220;im Geld&#8221; wären, werde ich sagen &#8220;beschwert euch beim Kalhamer&#8221; ( :</p>
<p>&#8230; in diesem Sinne noch einen schönen Abend.<br />
Götz</p>
<hr /><em>Na dann beschwert euch mal. Vielleicht war es aber auch einfach ein interessanter kurzweiliger Artikel, den wir euch kostenfrei und zu eurer freien Entscheidung anbieten. Dies zudem sogar gerne.</em></p>
<p><em>Zahler zocken – Könner kalkulieren</em></p>
<p><em>Stephan M. Kalhamer für<br />
the-gambling-institute.eu<br />
- calculated gaming -</em></p>
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		<title>Snowfest – ein Nachruf</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/snowfest-%e2%80%93-ein-nachruf/46346</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>AK war ihnen nicht hold in Hinterglemm. Johannes Strassmann besiegelte diese Hand seinen dritten Platz, Chad Brown dagegen seinen early Bustout beim rundum sehr gelungenen Pokerevent EPT Snowfest im Alpine Palace.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>AK war ihnen nicht hold in Hinterglemm. Johannes Strassmann besiegelte diese Hand seinen dritten Platz, Chad Brown dagegen seinen early Bustout beim rundum sehr gelungenen Pokerevent EPT Snowfest im Alpine Palace.</p>
<p>Chads Geschichte liest sich so. Ein tighter Spieler in early Position openraist, Chad im Cutoff flattet mit <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/ca.gif' alt=':Ac:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/sk.gif' alt=':Ks:' class='wp-smiley' /> . Der loose Button und der Big Blind callen ebenfalls. Der Flop bringt <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/cj.gif' alt=':Jc:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/c10.gif' alt=':10c:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/c5.gif' alt=':5c:' class='wp-smiley' /> und damit jede Menge Outs für Chads Hand. Early Position eröffnet mit halben Pot, Chad flatcallt ein weiteres Mal. Nun geht der Button auf 3k, der Big Blind geht raus und die Early Position zieht mit. Chad hätte im Falle eines Calls noch ca. 10k behind, was in etwa Potsize entspräche. Er entschließt sich zu shoven. Daraufhin reshovt der Button, wobei sowohl er als auch Early Position (welcher am meisten Chips hat) Chad klar covern. Early Position foldet und Button zeigt <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/dj.gif' alt=':Jd:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/dq.gif' alt=':Qd:' class='wp-smiley' /> ! Blank, blank, Chad ist raus.</p>
<p>Wir haben die Hand bei einem der exzellenten Dinner des Hotels und einem sehr ordentlichen Grünen Veltliner diskutiert. Wirklich beantworten konnten wir die Frage nicht, was den Button so mutig stimmte. Wesentlich interessanter fand ich die beiden Calls von Chad, denn beide verfolgen im Wesentlichen die Strategie den Pot klein zu halten, Varianz aus dem Spiel zu nehmen. Das ist vor allem deshalb so interessant, weil Chad klar below Average war. In einer Situation, in der es viele kaum erwarten können, wieder zum Feld aufzuschließen, versucht ein Spieler seines Formats, weiterhin große Pots zu umgehen. Als dann aber die Zeichen unausweichlich auf Konfrontation stehen, hat er noch eine mächtige Waffe in Petto und zögert auch nicht sie einzusetzen: Potsize All In am Flop nach viel „Herum-ge-eiere“. Sein Gegner nimmt den für ihn glücklichen (Favorit kann er mit Toppair ohne Extras hier nicht wirklich sein) Flip an, setzt dabei sogar alle Chips at Risk, indem er isoliert, und gewinnt letztlich das Spiel.</p>
<p>Soviel zur Early-Bust- und Draw-Variante von AK. Nun zu Johannes letzter Hand, nicht aber ehe ich ihm auch auf diesem Weg zu seinem großen Turnier gratuliert habe. Es ist gar nicht so leicht, einem guten Pokerspieler zu jedem anderen Erfolg als dem Turniergewinn zu gratulieren. Die letzte Hand ist einfach immer die, die im Gedächtnis bleibt, und sie ist für alle bis auf den Sieger eine große Niederlage. Wie lief es konkret für Johannes?</p>
<p>Der Finaltisch war bereits auf drei Spieler reduziert. Strassmann erhöhte aus dem Small Blind auf 300k und erhielt einen Call von Baekke. <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d10.gif' alt=':10d:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/ca.gif' alt=':Ac:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/c4.gif' alt=':4c:' class='wp-smiley' /> bringt Johannes AK TopTop und Baekkes <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d5.gif' alt=':5d:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d4.gif' alt=':4d:' class='wp-smiley' /> Bottom Pair. Johannes spielt 400K an, der Däne bezahlt. Nach <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d9.gif' alt=':9d:' class='wp-smiley' /> auf dem Turn wettet Strassmann 1,1 Millionen und wird erneut gecallt. Als <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/dk.gif' alt=':Kd:' class='wp-smiley' /> am River auftaucht, pusht Johannes und wird vom späteren Turniersieger sofort gecallt. Vor der Hand lag der Chipcount bei 8,1 Mio für den späteren Turnierzweiten, und recht nahe beisammen liegenden etwa 4 Mio für Baekke bzw. Strassmann. Nach der Hand hatte Baekke 8,4 Mio für sein Heads Up.</p>
<p>Hier ist AK durch alle Setzrunden hindurch klare Made Hand. Es gibt kein Index dafür, warum preflop ein Paar ausgeteilt sein sollte. Der Flop trifft AK und Johannes schützt die Made vor dem drohenden Draw. Der Turn ist eine absolute Blank. Es ist weiterhin keine Straße möglich und selbst neue Two Pair sind mit diesem Wert am Turn sehr unwahrscheinlich. A9 hätte wohl oft preflop ge-drei-bettet, 94 nicht gecallt. Vielleicht bezahlt T9 in beiden Setzrunden? Aber warum hier den Teufel an die Wand malen? Johannes ist hier einfach sehr oft gut, er wettet somit erneut for Value und schützt dabei seine Hand. Dass er den River pusht, sehe ich ebenfalls als völlig in Ordnung an. Schließlich müsste er bei seiner Blattgüte auch bezahlen. Der tatsächlich getroffene Backdoorflush ist unmöglich zu lesen. Viel eher sollte man hinterfragen, wie gut sich Baekke fühlte, als er sich von zwei ordentlichen Bets von Johannes an Flop und Turn bei absolut marginaler Hand passiv krippeln ließ? Meint er, dass er am River immer alles gewinnt, wenn er trifft?</p>
<p>In jedem Fall ein super Turnier von Johannes! Hoffentlich freut er sich inzwischen schon über sein doch beachtliches Trostpflaster für diese kuriose Niederlage.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer für</p>
<p><a href="http://www.the-gambling-institute.eu" target="new">the-gambling-institute.eu</a><br />
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		<item>
		<title>Zur &#8220;neuen Dimension von Dummheit&#8221;</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/zur-neuen-dimension-von-dummheit/44203</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.de/news/zur-neuen-dimension-von-dummheit/44203#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 22:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[boulevadblätter]]></category>
		<category><![CDATA[ept]]></category>
		<category><![CDATA[naujoks]]></category>
		<category><![CDATA[Poker]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>So zitiert die Bildzeitung den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt Bezug nehmend auf den Überfall auf die EPT Berlin. Das ganze Thema stimmt mich traurig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>So zitiert die Bildzeitung den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt Bezug nehmend auf den Überfall auf die EPT Berlin. Das ganze Thema stimmt mich traurig.</p>
<p>Seit Jahren bin ich stets bemüht, Poker in seinem zeitgemäßen Licht zu zeigen. Poker lässt sich schon lange nicht mehr erfolgreich zocken. Die taktischen Elemente des Spiels sind von vielen Spielern erkannt. Der Trend der Einsätze hat eine eindeutige Richtung hin zu denen, die das Spiel zu kalkulieren verstehen.</p>
<p>Trotzdem gibt es immer noch massive Vorurteile. Sehr oft bestehen sie aus blanker Unkenntnis heraus. Deshalb ist der Schaden dieses Überfalls nun auch so massiv: Poker erreicht endlich das breite Publikum! Aber leider nicht mit einer positiven Schlagzeile von einem wahren Champion des Sports. Nein! Räuber rücken uns ins Rampenlicht, in den Blickwinkel all derer, die Poker zuletzt von Terrence Hill gespielt gesehen haben, den aktuellen Trend zum Denksport hin skeptisch sahen und nun die Verbindung Poker und wilder Westen bestätigt sehen. Es wird Jahre dauern bis sich diese Verknüpfung im Gehirn so vieler wieder lösen lassen wird. Wirklich schade!</p>
<p>Wenigstens war vieles sehr aufschlussreich in den letzten Tagen:</p>
<p><span style="color: #ff9900;"><a href="http://pokerfirma.de/news/pokern-in-deutschland-es-geht-weiter/43879">Götz hat vollkommen Recht</a></span>, wenn er Boris dankbar ist. Sein Mitwirken am Turnier hat den Fokus der Medien zumindest einigermaßen in geordnete Bahnen lenken können. Nicht auszumalen, was die Boulevardblätter und Privatsender aus dieser Story sonst noch gemacht hätten. Da kann wirklich alles passieren wie man zum Beispiel an der Darstellung von Sandra Naujoks als große Turnierfavoritin sehen kann. Nicht dass wir uns falsch verstehen: das ist keine Skepsis an Sandra oder ihrem Spiel. Es ist nur einfach so, dass man in Pokerkreisen nie auf die Idee käme einen Favoriten für ein 1.000er Teilnehmerfeld zu benennen. Das ist einfach nur Unsinn und zeigt deutlich, was noch alles zu tun ist, damit Poker auch nur annähernd verstanden wird.</p>
<p>Sehr lehrreich war für mich auch mein Versuch Robert Werthan im Sat1 Frühstücksfernsehen zu sehen und vor allen zu hören. Ich weiß nun wieder ganz genau, warum ich kaum fernsehe. Die Sendung ist ein einziger Verweis auf die nachfolgenden Sendeminuten, in denen dann wirklich etwas passiert. Echt! &#8220;Halten Sie durch, nur noch ein wenig Werbung und dann, ja dann, Sie werden schon sehen&#8230;&#8221; Nicht zu fassen, dass das funktioniert. Ich jedenfalls habe dem Inhalt zum Trotz ausgeharrt und plötzlich war er da, unser Pokerfirma-Augenzeuge. Er wurde befragt, ging in Denkerpose, holte Luft und dann kam Werbung. Fast! Da warte ich doch gerne noch einmal eine Stunde.</p>
<p>Drittens offenbarte die Extremsituation von Berlin auch einiges über die Pokerszene selbst. Sogar bei einem solch ernsten Thema echauffiert sich der geneigte Finder der Kommentarfunktion über Themen wie Warteschlangen beim Buy-in. Mit ruhigen Gewissen kann ich nun also wieder dazu übergehen, die Kommentare genauso intensiv zu lesen wie ich es vor meinen beiden letzten Beiträgen zum Thema <span style="color: #ff9900;"><a href="http://pokerfirma.de/news/poker-ist-sport-2/40445">&#8220;Poker ist Sport(+)&#8221; </a></span>getan habe.</p>
<p>Abrunden möchte ich meinen heutigen Beitrag mit einem zweischneidigen Ausblick: Mir graut etwas davor, dass man die Täter fasst. Auch hier möchte ich bitten, mich nicht falsch zu verstehen. Natürlich will ich, dass man sie fasst und sie bestraft werden. Aber ich bin leider davon überzeugt, dass eine Festnahme Poker ziemlich schlecht aussehen lassen wird. Schon heute musste ich in meinem Intro die Worte &#8220;Bildzeitung&#8221;, &#8220;Polizei&#8221; und &#8220;Überfall&#8221; unangenehm nahe an die mir sympathischen Letter &#8220;EPT&#8221; rücken. Was, wenn die Berlin-Gangster-Story ein Gesicht, einen Namen und konkreten Hintergrund bekommt? Das kann unschön werden. Schnell ist man dann mit Generalisierungen über Spielsucht oder andere gängige Angriffe auf den Pokersport bei der Hand. Dann ist plötzlich der Täter ein Opfer des Pokersports &#8211; damit wären wir Pokerspieler dann etwa die Täter? Vielleicht würde uns dies endlich einen und das ständige gegenseitige Diskreditieren wäre beendet. Am Pokertisch darf, soll und muss jeder auf sich selbst schauen, aber damit ein Spiel überhaupt unter vernünftigen Bedingungen zusammenkommt, dafür kann und sollte man auch zusammen eintreten.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer für</p>
<p><a href="http://www.the-gambling-institute.eu" target="new">the-gambling-institute.eu</a><br />
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		<title>Poker ist Sport+</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-sport-2/40445</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-sport-2/40445#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pokerwissen]]></category>
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		<category><![CDATA[schach]]></category>
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		<category><![CDATA[strategie]]></category>
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		<category><![CDATA[zufall]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Diskutiert wollte ich das Thema haben, nicht diffamiert. Gerne gehe ich auf konstruktive Kommentare zu meinem letzten Beitrag ein. Zunächst einmal Danke an alle Leser, auch an den Ex-Leser, willkommen zurück! ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Diskutiert wollte ich das Thema haben, nicht diffamiert. Gerne gehe ich auf konstruktive Kommentare zu <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-sport/40018">meinem letzten Beitrag</a></span> ein. Zunächst einmal Danke an alle Leser, auch an den Ex-Leser, willkommen zurück! <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dann auch ein herzliches Dankeschön an alle Kommentatoren. In jedem Fall habt ihr eure Zeit freiwillig für das Formulieren eures Statements geopfert. Das lässt immer Rückschlüsse auf die jeweiligen persönlichen Handlungsalternativen zu.</p>
<p>Besonders dankbar bin ich also denen, die begründet und ernsthaft (egal in welche Richtung) argumentiert haben. Denn solchen Menschen unterstelle ich, dass sie auch anderes Sinnvolles zu tun hätten. Sie haben also wirklich etwas in das Thema investiert. Danke dafür! Es ist gut für Poker, wenn sich ernsthafte Menschen ernsthaft Gedanken machen.</p>
<p>Nun zu der Sache, über die ich mir wirklich einen Kopf gemacht habe:<br />
„{Poker} ist ein Mindsport. Denn es verlangt dem Spieler alles ab, was auch Schach, die Mutter der Mindgames, vom Spieler verlangt.“ Das habe ich geschrieben und das war eindeutig zu knapp.</p>
<p>Für mich war der Gedanke dahinter sonnenklar. Nun ist mir ebenso sonnenklar, dass ich hätte erklären müssen, worin ich die große Gemeinsamkeit in Poker und Schach sehe. Denn der große Unterschied, dass Schach letztlich rein deterministisch ist, Poker aber immer stochastisch bleiben wird, ist mir natürlich bewusst. Ich brauche also gewichtige Argumente, um dies aufwiegen zu können. Ich denke ich habe sie.</p>
<p>Zufall? Was ist das eigentlich? Keineswegs für Platzverschwendung halte ich folgende auch <span style="color: #ff9900;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zufall" target="_blank">hier  nachzulesende Definition</a></span>:</p>
<p>Beim Zufall handelt es sich um den Übergang aus einer Ausgangssituation, die mehrere Endsituationen ermöglicht, in genau eine dieser Endsituationen, wobei zum einen keine erkennbare Ursache für das Zustandekommen dieser einen Endsituation vorliegt und zum anderen bei wiederholtem Vorliegen derselben Ausgangssituation auch die anderen Endsituationen eintreten können.</p>
<p>Wichtig ist das Adjektiv in: &#8230;keine <strong>erkennbare</strong> Ursache&#8230;</p>
<p>Das heißt nicht, dass eine Ursache nicht existieren kann. Der Beobachter <i>erkennt</i> sie nur nicht. Warum ist das wichtig?</p>
<p>Weil die Macht des Zufalls mit dem Siegeszug der Naturwissenschaften spätestens seit den alten Griechen immer mehr zurückgegangen ist. Wir sind bei immer mehr und immer komplexeren Sachverhalten in der Lage, die Zusammenhänge klar zu sehen. Deshalb können wir Dinge vorhersagen, die früher zufällig erschienen.</p>
<p>Was war damals los, wenn die Sonne sich „plötzlich“ verfinsterte? Thales wurde noch berühmt für seine Vorhersage. Heute werden Leute in Flugzeuge gekarrt, um nette Photos an den geeignetesten Orten zu knipsen.</p>
<p>Wie oft wird heute noch eine massive Bet am Turn mit dem blanken Flushdraw bezahlt, weil er „entweder kommt oder eben nicht“? 50:50 quasi&#8230;</p>
<p>Bringt man diesen Gedankenkreis zu Ende, dann ist auch Schach nicht zufallsfrei! Denn spielen Laien gegeneinander, so kratzen sie nur so wenig an der Oberfläche der Komplexität der Spielsituation, dass viel mehr zufällig entsteht als beabsichtigt. Selbst auf Topniveau kann das Spiel vom Menschen nicht vollends durchleuchtet werden. Heutige Computer schlagen die besten unserer Spezies. Computer sind aber dumm im Sinne von wenig effizient. Sie „denken“ jeden noch so abwegigen Zug und alles, was daraus entsteht, durch. Leider sind sie so extrem schnell, dass sie sich dies leisten können. Irgendwann ist der optimale Zug gefunden und der ist dann manchmal besser als der des klügsten menschlichen Spielers. Ob Kasparov also in jedem der sich ihm bietenden riesigen Möglichkeitsräume den besten Zug zu finden vermag, oder manchmal „nur“ einen fast so Guten, ist zu einem gewissen Grad Zufall. Denn es kann nicht zweifelfrei vorhergesagt werden. Schach per se mag also vollkommen zufallsfrei sein, doch gespielt wird es von unvollkommenen Menschen. Diese bringen Unschärfe auch in dieses „Paradies“.</p>
<p>Ob man dieser Anschauung folgen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Mir war es nur wichtig aufzuzeigen, dass die Dinge hier nicht so klar liegen, wie sie es zunächst scheinen. Wichtiger ist mir die aktive Formulierung der Gemeinsamkeit dieser Spiele: Es sind Entscheidungsspiele. Das macht sie zu Mindsports.</p>
<p>Als erfolgsorientierter Pokerspieler denke ich sehr ähnlich wie ein Schachspieler. Ich analysiere die Ist-Situation. Ich überlege mir Maßnahmen, diese für die Zukunft bestmöglich weiter zu entwickeln und überlege, welche Gegenmaßnahmen der oder die andere(n) Spieler ergreifen könnte(n). Welche Züge ergeben sich dann wiederum für mich? So denke ich das Spiel &#8211; wenn möglich &#8211; bis zu Ende. Je mehr ich von dem Spiel verstehe, je mehr ich weiß, desto besser sind meine Annahmen über die denkbaren Zukunftsszenarien. Nach Abschluss meiner Überlegungen treffe ich eine Entscheidung.</p>
<p>Das, <i>was</i> ich tue, bestimmt für mich das Wesen eines Spiels und nicht, <i>wie</i> das Spielmaterial angemalt ist. In beiden Welten analysiere, kalkuliere und spekuliere ich. Dann entscheide ich. Deshalb sehe ich diese Spiele in sehr ähnlichem Lichte.</p>
<p>Teil 3 wird es so schnell nicht geben. Lieber schreibe ich bald mal was über eine interessante Hand, die ich gegen Götz gespielt habe&#8230; Bis dann!</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren</p>
<p>Stephan M. Kalhamer<br />
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		<item>
		<title>Poker ist Sport.</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-sport/40018</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 07:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pokerwissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Poker]]></category>
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		<category><![CDATA[turnier]]></category>
		<category><![CDATA[umtauschrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-sport/40018</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Wenn „die ganze Welt Poker ist“ und wenn Sport ein Teil dieser Welt ist, wie kann dann meine höchstgeschätzte Pokerfirma-Kollegin nur titeln: <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-kein-sport/37489">„Poker ist kein Sport“</a></span>? Dies ist mein vielleicht schwerster Artikel ever.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Wenn „die ganze Welt Poker ist“ und wenn Sport ein Teil dieser Welt ist, wie kann dann meine höchstgeschätzte Pokerfirma-Kollegin nur titeln: <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/poker-ist-kein-sport/37489">„Poker ist kein Sport“</a></span>? Dies ist mein vielleicht schwerster Artikel ever.</p>
<p>Ich halte diesen Artikel für hochgradig politisch und deshalb ist er mir suspekt. Recht machen kann ich es hier sicher bei Leibe nicht allen. Und noch viel schlimmer: im Gegensatz zu meinen mathematischen Analysen liegt dieses Thema nicht in meiner Kernkompetenz. Hier kann ich im Notfall nicht beweisen, dass es korrekt ist, was ich schreibe. Hier schreibe ich von meiner persönlichen Einstellung und bin deshalb natürlich angreifbar.</p>
<p>Gerade hierin liegt aber auch der Reiz, ja die Unumgänglichkeit des Themas für mich. Ich will es geklärt oder zumindest diskutiert wissen. Denn ich bin überzeugt davon, dass Poker mehr verdient als sein historisch anrüchiges Image. Es ist ein Mindsport. Denn es verlangt dem Spieler alles ab, was auch Schach, die Mutter der Mindgames, vom Spieler verlangt.</p>
<p>Womit fange ich an? Sinnvoll ist vermutlich eine einleitende Begriffsklärung.</p>
<p>Was ist Poker? Poker ist ein Sammelbegriff vieler verwandter Spiele. Gemeinsam ist allen, dass es mindestens zwei Spieler gegeneinander (jeder gegen jeden) spielen und jeder über ein Geheimnis verfügt. Dieses schätzt man nach Güte ein und entscheidet, ob überhaupt und wenn ja, um welchen Anteil seiner Jetons, man darauf wetten möchte, dass man am Ende des Spiels die beste im Spiel verbliebene Kombination zeigt. Man spielt entweder Ringgame oder Turnier.</p>
<p>Was ist Sport? Hier liefert Wikipedia gute Ansätze, zunächst diesen:<br />
Unter dem Begriff Sport werden verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen, die meist im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten des Menschen stehen, zusammengefasst.</p>
<p>Aber auch folgendes Zitat von P. Röthig hilft:<br />
„Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich Sport zu einem umgangssprachlichen, weltweit gebrauchten Begriff entwickelt. Eine präzise oder gar eindeutige begriffliche Abgrenzung lässt sich deshalb nicht vornehmen. Was im allgemeinen unter Sport verstanden wird, ist weniger eine Frage wissenschaftlicher Dimensionsanalysen, sondern wird weit mehr vom alltagstheoretischen Gebrauch sowie von den historisch gewachsenen und tradierten Einbindungen in soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gegebenheiten bestimmt. Darüber hinaus verändert, erweitert und differenziert das faktische Geschehen des Sporttreibens selbst das Begriffverständnis von Sport.“</p>
<p>Besonders gut gefällt mir der Kommentar auf Wikipedia zu diesem Zitat:<br />
Dieses Zitat verdeutlicht, dass die hinter dem Begriff Sport liegenden Bedeutungszuweisungen ganz wesentlich durch den umgangssprachlichen Gebrauch und den Kontext geprägt sind, in dem der Begriff Sport verwendet wird. Für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) steht beispielsweise die motorische Aktivität im Vordergrund. Denkspiele, die Dressur von Tieren, sowie Motorsport ohne Einbeziehung motorischer Aktivitäten entspricht daher nicht dem Sport-Verständnis des DOSB. Dennoch hat der DOSB Schach als Sportart anerkannt; das Internationale Olympische Komitee (IOC) sogar Schach und Bridge.<br />
Umgangssprachlich wird mit Sport häufig Wettkampf und Leistung assoziiert, was sich nicht nur in Begriffen wie Denksport, Gedächtnissport oder e-Sport manifestiert, sondern auch im Anspruch verschiedener Verbände reflektiert wird, vom IOC als Sportart anerkannt zu werden.<br />
Für die Geschichte des Sports ist bedeutend, dass er ursprünglich als Spiel dem Ernst einer Erwerbstätigkeit oder einer kriegerischen Auseinandersetzung gegenübergestellt wurde. So musste er sich von religiösen Vorbehalten befreien, wie sie gegenüber dem Glücksspiel bestanden, und konnte sich ähnlich wie Tanz und Theater zunächst nur im Hofstaat entfalten (Jagd, Turnier).</p>
<p>Der Begriff Sport ist also keineswegs klar zu fassen und auch Sport selbst tat sich anfangs gar nicht leicht, gesellschaftlich anerkannt zu werden. Es dauerte seine Zeit bis er salonfähig wurde. Aus unserer heutigen Gesellschaft aber ist er nicht mehr weg zu denken. Sportlichkeit gilt gar als Indiz für Erfolg, auch in Themen, die mit Sport nichts zu tun haben.</p>
<p>Die Begriffe sind nun also geklärt. Im nächsten Schritt möchte ich auf ein gravierendes Missverständnis eingehen. Rosi schreibt: „Poker soll endlich als Sport anerkannt werden und dann gleich als olympische Disziplin gelten. Und bei der Olympiade 2012 in London spielen dann die besten der besten Pokerspieler gegeneinander.“ Mir ist die Ironie dieser Sätze natürlich klar, trotzdem muss ich darauf eingehen. Denn nur allzu viele wissen tatsächlich nicht, was es mit Poker und Olympia auf sich hat. Poker soll keineswegs olympisch werden. Es soll vom IOC, dem Olympischen Komitee als ein Mindsport neben Schach und Bridge anerkannt werden. Niemand spricht hier von Poker als olympischer Disziplin.</p>
<p>Ehe ich auf weitere diskutable Aussagen eingehe, nehme ich noch einmal meine Überschrift auf:</p>
<p>Poker ist Sport.</p>
<p>Es steht nicht: Poker ist nur Sport.<br />
Es steht nicht: Poker ist Sport?<br />
Es steht schlicht die Aussage: Poker ist Sport.</p>
<p>Dies ist meine Meinung.</p>
<p>Im Folgenden werde ich ein paar Punkte aus Rosis Artikel zitieren, meine Sicht dazu darlegen und auch eigene Stellungnahmen ausführen:</p>
<p>Rosi meint, Poker sei „Ich will dein Geld und du willst mein Geld“. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Nun, weniger ist es sicherlich nicht. Das stimmt. Mehr möchte ich aber doch schon meinen. Denn nur weil es Partien gibt, in denen es so zugeht wie Rosi es treffend beschreibt, kann man nicht einfach sagen, dass es sich immer so verhält. Ich kenne viele Menschen, die Poker sehr gerne spielen, weil ihnen dieses Spiel und die Art der Fragstellung, die es aufwirft, sehr zusagen. Sie würden niemals in ein Casino gehen und um Geld spielen. Was soll daran schlecht sein, warum nimmt der Echtgeldspieler immer gleich an, dass die andere Seite nur deshalb nicht um Geld spielt, weil sie „suckt“?</p>
<p>Im Zweifel glaube auch ich, dass ein höheres Limit per se Respekt verdient. Denn dort findet man natürlich auch die immer ernsthafteren Partien. Aber darf man deshalb alle ausgrenzen, die sich dieser Art der Leistungsmessung entziehen? Wer die hohen Limits nachhaltig schlägt, ist  gut. Aber deswegen ist ein Umkehrschluss noch lange nicht zulässig. Man ist nicht zwangsläufig schlecht, nur weil man nicht um (viel) Geld spielt. Poker sollte auch Raum bieten für die Spieler, die ernsthaft um des Spieles willen wetteifern möchten. Das ist Sport, Mindsport.</p>
<p>Ich selbst habe jahrelang defizitär Fußball gespielt. Ich habe meinen Vereinsbeitrag entrichtet, meine Schuhe gekauft und das Benzin für den Weg zum Training bezahlt. Wäre ich besser gewesen, dann wäre mir mehr und mehr davon erstattet worden. Ab einer gewissen Leistung wäre ich gar für meine Künste bezahlt worden, hätte quasi eine Hourly Rate erzielt. Das ist ganz normal. Das ist eine gesunde Struktur. In der Pokerbranche, wie sie heute strukturiert ist, kann jeder von heute auf morgen Weltmeister werden. Ich sehe darin auch gar kein Problem. Aber wäre es nicht auch sinnvoll neben der reinen Qualifikation über den Geldbeutel, sportliche Strukturen zu schaffen? Strukturen, die es auch den risikoscheuen Menschen unserer Gesellschaft ermöglichen, diesem Spiel vernünftig nach zu gehen? Der Fastway übers Geld darf ja gerne bleiben. Es wäre mir einfach nur wichtig, Poker auch die Möglichkeit zu geben, sauber und ohne Risiken gespielt zu werden. Denn es bietet so viel, was man auch im Alltag können sollte: es schult den Umgang mit Entscheidungen. Es lehrt das Erkennen und Abwägen von Chancen und Risiken. Es lehrt, mutig zu sein ohne zu überdrehen. Es lehrt deine Außenwirkung kennen zu lernen. Es lehrt dich offen für die Motive anderer zu sein. Es lehrt dich ein Ziel zu verfolgen, trotz und gerade nach Rückschlägen.</p>
<p>In der bestehenden Struktur hat Rosi völlig Recht, wenn sie schreibt:<br />
„Poker lebt davon, dass jeder gewinnen kann. Siehe Chris Moneymaker als Stellvertreter für alle „From Zero to Hero“ Gewinner.“ Doch ich stimme ihr mittelfristig nicht zu, wenn sie meint: „Es gibt keine zwei Pokerwelten – eine in der um Geld gespielt wird und eine in der es primär ums Wetteifern und Gewinnen an sich  geht. (Für Siege darf es natürlich auch Sponsorenpreise geben.)“ Dass es dies aktuell nicht gibt, ist klar. Aber genau darum geht es doch. Poker hat mehr verdient als das aktuelle Gezocke. Es sollte auch offen sein für ein anderes zusätzliches Klientel. Ein Klientel wie es beispielsweise Schach kennt. Nur: Poker wäre sehr schnell sehr viel größer als Schach, weil es so schnell zu erlernen ist und weil es mit beliebig vielen Spielern gespielt werden kann. Dazu lässt sich ein Spiel viel schöner beschreiben als Schach. Man hat etwas, worüber es sich vortrefflich diskutieren lässt.</p>
<p>Wenn Poker einmal einen Status im Lichte hat, wenn Poker genauso wie Monopoly im Kreise einer Familie gespielt werden kann, dann ist Poker auch dort angekommen, wo es genauso gut hinpasst wie ins Casino: in der Mitte der Gesellschaft.</p>
<p>Mal sehen, ob Poker nicht doch Platz für eine zweite breite Community bietet.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren</p>
<p>Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.eu" target="new">the-gambling-institute.eu</a><br />
- calculated gaming -</p>
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		<title>Media Markts Agenda 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 08:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>„Jeder 10. Einkauf für umsonst!“ Vergangenen Samstag war ich im Gewimmel einer dieser Elektrolagerhallen. Ich kaufte eine Nespressomaschine für die Coachingarea des Gambling Institutes. Die Verkäuferin weckte den Pokerspieler in mir.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>„Jeder 10. Einkauf für umsonst!“ Vergangenen Samstag war ich im Gewimmel einer dieser Elektrolagerhallen. Ich kaufte eine Nespressomaschine für die Coachingarea des Gambling Institutes. Die Verkäuferin weckte den Pokerspieler in mir.</p>
<p>Sie meinte: „Vielleicht müssen Sie die Maschine ja gar nicht zahlen.“ Ich war fassungslos. Zum einen hatte ich ihr schon mehrfach signalisiert, ja offen zugesagt, dass ich gerne kaufen möchte, doch sie beriet unbeirrt fleissig weiter und stahl damit munter unser aller Zeit &#8211; unter anderem eben mit genanntem irritierenden Satz.</p>
<p>Zum anderen ist das ja schon interessant, wenn man nicht bezahlen muss, vor allem, wenn das kaum vorhandene Kleingedruckte ausnahmsweise einmal schnörkellos und ohne Haken bleibt. Das Prinzip der aktuellen Media Markt Aktion ist so einfach wie die TOTO Lotterie. Jeder Kassenbon hat eine ihn identifizierende Nummer. Die letzte Ziffer dieser Nummer ist das Los. Bis zum 9. Januar lost Media Markt jeden Abend nach 22:00 die Gewinnziffer des Tages. Alle Kassenbons des Tages mit dieser Endung werden rückbezahlt. Ein 1:9 Shot also. „Nicht zu fassen“ war mein erster Gedanke. Mein Zweiter war: „Da gibt es einen Haken, denn das könnte dem Media Markt das Genick brechen. Ich bin ja wohl kaum der einzige der sofort sieht, was hier möglich ist.“</p>
<p>Das entscheidende Schlagwort an dieser Stelle heißt: Umtauschrecht. Damit wird die Aktion zur Freeroll mit einem Preispool in beliebiger und damit gigantischer Höhe. Das muss doch tödlich sein für einen Anbieter, der verrückt genug ist, solches zu tun.</p>
<p>Ich sagte also: „Das kann doch nicht sein! Stellen sie sich vor, ich kaufe nun 10 solcher Maschinen, dann gewinnt wohl eine und die anderen 9 gebe ich morgen zurück.“ Nun war die Dame irritiert und sagte: „Aber so etwas tut doch niemand.“ Ich sagte nichts mehr und ging zur Kasse.</p>
<p>Inzwischen sind einige Tage vergangen und ich habe mir die Sache genauer angesehen. Ich sehe wirklich immer noch keinen Haken. Die Nummern sind fortlaufend. Auszahlungen funktionieren problemlos und der Umtausch (Geld zurück) ebenso. Ich bin nicht ins Extreme gegangen, habe tatsächlich zehnmal das Gleiche erworben und es dann 9-mal zurückgetauscht. Hierfür kann ich also nicht persönlich bezeugen, dass es klappt. Aber ich fahre täglich hin, kaufe mir ein paar teure Dinge und lasse mich am nächsten Morgen überraschen, was ich denn behalten darf.</p>
<p>Doch nun zu dem, was mich an dieser Sache wirklich interessiert: Wieso gibt es diese Aktion überhaupt? Was sagt das über uns als Gesellschaft und/oder den Entscheider beim Media Markt aus?</p>
<p>Gesellschaftlich denke ich spielt dreierlei dem Media Markt in die Karten. Viele erkennen wohl den gigantischen Wert dieser Geschichte nicht und von denen, die es erkennen, haben manche entweder nicht die Mittel oder die Zeit, die Aktion auszubeuten. Im letzten Verb „ausbeuten“ liegt das dritte Argument, was das Überleben dieser Kette retten wird. Es scheint unmoralisch, etwas zu kaufen in dem Wissen, es sicher wieder zurück zu geben, wenn man nicht gewinnt.</p>
<p>Ich will auch die Seite des Anbieters etwas beleuchten. Entweder der Herr (oder die Dame), der/die das veranlasst hat, versteht selbst die Tragweite nicht oder aber er/sie weiss wie träge Deutschland als Kollektiv ist und nutzt dies bewusst aus.</p>
<p>In jedem Fall liegt ein klarer Fall für die Kernidee meines Gambling Institutes vor: „Edge suchen und dieses ausnutzen.“ Wir halten die Augen offen. Erkennen wir ein Szenario, das sich nutzen lässt, so tun wir dies.“ Der Pokertisch ist eine super Spielwiese für solches. Aber hier gibt es doch glatt ganz real vor unserer aller Tür eine Handelskette, die meint, sie wäre ein Casino. Dabei bewegt sie sich auf Glatteis, denn sie bietet ein ausbeutbares Spiel an. Es lautet: Bestimme den Einsatz und lose. Jedes zehnte Mal gewinnst du. Die anderen neunmal passiert nichts.</p>
<p>Was ist also mein Einsatz als Spieler? Meine Zeit. Was ist mein erwarteter Gewinn? 10% des Umsatzes. Habe ich es also nicht all zu weit zum Mediamarkt, so brauche ich im Normalfall nicht länger als 2h für die Gesamtaktion inklusive Rückgabe und eventueller Auszahlung. Setze ich 1.000 Euro um, so liegt mein Erwartungswert bei 100 Euro, den ich binnen 2h erzielen kann &#8211; ein Stundensatz von 50 Euro also. Das ist doch gar nicht so schlecht. Sinn macht es also.</p>
<p>Final will ich auf die Aussagen eingehen, die bei dieser Aktion (zumindest für mich) mitschwingen. Der Begriff &#8216;Risiko&#8217; beziehungsweise &#8216;risikoneutrales Denken&#8217; ist in unserer Gesellschaft nicht annähernd verstanden. Eine solche Aktion wäre für ein Onlinecasino Selbstmord. Stellt euch vor, was passieren würde, wenn es eine solche Turnierform gäbe? Zehn Spieler zahlen 1.000 Euro. Nach 2 Stunden bekommen alle ihre 1.000 Euro zurück bis auf einen. Der bekommt ZUSÄTZLICH einen Fernseher für 1.000 Euro. Ihr seht wie unentwickelt Risiko- und Chancenbewusstsein im Alltag noch ist, denn am Montag wird es die Kette Media Markt noch geben. Ich bezweifle sogar, dass sie mit dieser Aktion „verloren“ haben wird. Das ist meiner Meinung nach eine Niederlage für uns als Gesellschaft: Da winkt einer eine Woche lang frech mit Geld und wir schaffen es nicht, dass er auch zahlt.</p>
<p>Am Pokertisch heißt es: „Es ist unmoralisch einem schlechten Spieler sein Geld nicht wegzunehmen.“</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren</p>
<p>Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.de" target="new">the-gambling-institute.de</a></p>
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		<title>Vom Weihnachtsturnier</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 11:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Am Wochenende folgte ich einer Einladung in die Nähe von Straubing und spielte ein nett organisiertes live Pokerturnier mit. Mit dem vorweihnachtlichen Frieden am Tisch ist das so eine Sache...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Am Wochenende folgte ich einer Einladung in die Nähe von Straubing und spielte ein nett organisiertes live Pokerturnier mit. Mit dem vorweihnachtlichen Frieden am Tisch ist das so eine Sache&#8230;</p>
<p>Lang hat es nicht gedauert und der mir entgegengebrachten freundlichen Einladung folgte der Rausschmiss. So hat es sich zugetragen:</p>
<p>Bei Startstacks von 10k und anfänglichen Blinds on 25-50 wurde in 20 minütigen Leveln gepokert. Ich sah mir alles in Ruhe an, plauderte ein wenig in der geselligen Runde. Dann bekam ich in UTG+1 AQ und raiste auf 250 an. Es nahm sich zwar jeder Zeit, doch letztlich foldete der Tisch und ich gewann die Blinds, vor allem aber die Info, dass man hier nicht unbedingt mit mir spielen will. Das ist oft gänzlich anders. Ich werde also versuchen, mich etwas einzubringen und nicht nur die beste Hand schnell gen Showdown ziehen.</p>
<p>In Level 2 haben wir den ersten Busto. Ein relativ hoch frequenter Spieler erhöhte aus mittlerer Position und es folgte unmittelbar hinter ihm die erste 3-Bet des Abends. Alle folden zum Initialraiser, dieser 4-betet auf etwa 2,3k! Wow! Ich gebe beiden hier was richtig Ordentliches. Der 3-beter bezahlt, was mich etwas irritiert. Am zweifarbigen 8-hoch Flop stellt der Initialraiser ein. Das ist etwas über Pot. 99 bezahlt nach langer Überlegung. Wir haben in etwa einen Flip, denn AKs beim Raiser hat neben den Overcards einen Flushdraw. Runner-Runner Straight ist zudem möglich. Der Draw ist sogar leichter Favorit. Am Turn kommt Farbe und AK gewinnt per Flush.</p>
<p>Ich beschreibe diese Hand so genau, weil auch sie mein Spiel beeinflusst. Da 99 raus ist, interessiert mich nur der Spieler mit AKs. Was hat er gezeigt? Vor allem, dass er mutig setzt. Ist das Openraise noch Standard mit AKs, so spielt er gegen die erste und unmittelbare 3-Bet eine 4-Bet. Das tun nicht viele. Er stellt damit eine unmittelbare und schwierige Frage, anstatt – wie es viele täten &#8211; nur zu bezahlen und sich dann postflop OOP auf ein Tänzchen einzulassen.</p>
<p>Dass er dann mit dem Draw pusht ist konsequent und richtig. Doch auch dies täten nicht viele. Der Spieler ist aktiv und schreckt vor großen Einsätzen nicht zurück. Zudem ist seine 2,3k 4-Bet in einer guten Size, denn sie erzeugt im Falle eines Calls den Pot so groß, dass man dann mit sauberer Potsize einstellen kann. Offen bleiben vor allem zwei Fragen:</p>
<p>-Was hätte er gegen ein All In Preflop getan?<br />
- Was bei einem total verpassten Flop?</p>
<p>Ich weiß also, dass er Valueszenarien und aktive Züge gut spielt, sehe keine Fehler. Das Spiel lässt keine Aussage darüber zu, wie er mit enormem Druck gegen ihn umgeht. Doch das teste ich dann leider selbst aus:</p>
<p>Eben dieser Spieler openlimpte später bei 75-150, als ich am Button saß. Beide beschriebenen Spiele und der daraus resultierende Spielstil, nicht aber unbedingt die Hand (K5s), führen dazu, dass ich mich in die Partie einklinke. Der Small Blind foldet, der Big Blind checkt. 643 Rainbow am Flop und die Action kommt mit Check – 350 zu mir. Ich gehe auf 1,1k, weil ich mit meiner Hand einen Openender, eine saubere Overcard und einen Backdoorflush halte.</p>
<p>Ich will hier und jetzt gewinnen oder zumindest stark genug wirken um im Callfall einen Check am Turn zu induzieren. Dann kann ich meine Position ausnutzen und entweder Check behind spielen oder for Value beten. Eine 3-bet habe ich nicht wirklich am Schirm. Doch diese erfolgt.</p>
<p>Beschriebener Spieler hatte lange überlegt (das hat er im anderen Spiel nie getan) und dann auf etwa 2,7k erhöht. Insgesamt wirkte er etwas unsicher auf mich und ich hielt ein Schauspiel für unwahrscheinlich, da er dies in seinen anderen Spielen auch in keiner Weise getan hat. Also pushte ich für insgesamt knapp 10k. Er callte unmittelbar und bestimmt.</p>
<p>Ich dachte sofort an ein Set bei ihm. Sollte ich mich so getäuscht haben? Ich hatte mich getäuscht, aber anders als erwartet. Er hielt 86, also Toppaar ohne Extras und gewinnt damit 60% aller Restspiele gegen meine Hand, insbesondere auch dieses. Ich bin raus und habe genug Zeit nachzudenken.</p>
<p>Letztlich bin ich froh, dass mein Spiel in erster Linie mathematisch ist, denn die Gedankengänge und damit die Psyche eines Menschen, gerade wenn man ihn nicht gut kennt, richtig zu deuten hält man nur dann für machbar, wenn es gerade klappt. Meine Überlegungen waren plausibel und dennoch haben sie mich das Turnier gekostet. Mehr noch: Ich lag total falsch! Hätte ich auch nur im Entferntesten daran gedacht, hier mit Toppaar bezahlt zu werden, dann hätte ich nie ein solches Fass aufgemacht.</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Beispielen und vor allem deren Zusammenwirken ein wenig zeigen, wie ich meine, Poker denken zu sollen &#8211; und auch, dass es deshalb nicht immer klappen muss. Es genügt vollkommen, wenn es öfter klappt als nicht. Alles Gute für euch an- und abseits der Tische! Frohe Weihnachten!</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren</p>
<p>Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.de" target="new">the-gambling-institute.de</a></p>
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		<title>Von der Angst des Chipleaders</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 12:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Vom Elfmeterpunkt <i>musst</i> du einfach treffen. Trotzdem spricht der Volksmund von der Angst des Torhüters vor'm Elfmeter und nicht der des Schützens – zu Recht. Denn der Torhüter ist der Dog in diesem Spot. Favorit ist der Schütze. Gerade am Pokertisch muss man mit dem Druck der Favoritenrolle zurecht kommen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Vom Elfmeterpunkt <i>musst</i> du einfach treffen. Trotzdem spricht der Volksmund von der Angst des Torhüters vor&#8217;m Elfmeter und nicht der des Schützens – zu Recht. Denn der Torhüter ist der Dog in diesem Spot. Favorit ist der Schütze. Gerade am Pokertisch muss man mit dem Druck der Favoritenrolle zurecht kommen können.</p>
<p>Im Fußball versucht man alles, nie in die Situation zu kommen, dass es so schlimm um das eigene Tor steht, dass sich selbst ansonsten für unüberwindbar haltende Hüter fürchten. Oft höre ich als Pokertrainer folgende Story: „Ich kann in einem Turnier super Chips aufbauen, aber bin ich erstmal Chipleader, dann verdaddle ich sie wieder. Ich kann als Chipleader einfach nicht spielen.“</p>
<p>Die gesamte Aussage ergibt für mich keinen Sinn. Wer sich schnell zum Chipleader auf zu schwingen vermag, der spielt von Anfang an ein Vabanquespiel. Dieser Mut zahlt sich zunächst aus, weil noch niemand anderes bereit ist, wirklich um alles zu zocken. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe:</p>
<p>- Noch weiss niemand, dass der Hasardeur mit Ziel „schneller Chiplead“ ein solcher ist und somit überreizt. Er könnte auch  einen Rush haben.</p>
<p>- Noch sind genügend vakante Chips von Mitstreitern mit ähnlicher Anfangseuphorie aber nicht dem dazu gehörenden Mut zu stehlen.</p>
<p>Doch diese Stimmung kippt irgendwann. Es wird unmittelbarer gegen den steten Tablebulli gefoldet. Dadurch entsteht eine Spirale, die das Ende seiner Regierungszeit einläutet. Es erscheint ihm gar noch einfacher zu stehlen, weil die Gegner sogar schneller aussteigen als zu Beginn. Dadurch und durch die bereits gewonnenen Chips entsteht immer mehr Mut, der dann irgendwann in Übermut, Tollheit, ja Dummheit ausartet.</p>
<p>Denn die Wahrheit ist, dass die immer hochfrequenteren Steals immer weniger einbringen. Dies zu erkennen und den berühmten Gangwechsel einzulegen, verpassen alle, die es nicht schaffen als Chipleader zu agieren. Poker ist auch ein Trade zwischen Chips und Glaubwürdigkeit. Ist Letztere  abverkauft, sollte man sie sich wieder erfolden. Tut man dies nicht, so ist plötzlich binnen einiger weniger Sekunden alles, was man sich über mehrere Levels aufgebaut hat, zu einem gewandert, der bis dahin gar nichts tat außer Teetrinken.</p>
<p>Die gute Nachricht ist dann, dass man noch nicht tot ist, denn man hat „nur“ das mühsam erarbeitete zweite Leben verschenkt. Und genau das ist der Punkt. Wir wollen so unsterblich sein als nur möglich. Chiplead bedeutet unmittelbare Unsterblichkeit. Was kann denn schon passieren? Als Worstcase könnte der mit den zweitmeisten Chips gegen uns in den Showdown gehen. Er kann dann sterben, wir nur abfallen.</p>
<p>Es macht wirklich keinen Sinn, zu sagen, man fühle sich als Chipleader unwohl. Wer eine solche Mentalität in sich trägt, wird nie erfolgreich Poker spielen. Man will Favorit sein und damit geht unmittelbar einher, dass man es Pot um Pot selbst ist, der ausgesuckt werden kann; dass man selten die diebische Freude eines aktiven Suckouts empfindet. Eben weil man gut ist.</p>
<p>Was makroskopisch der Chiplead ist, ist mikroskopisch die bessere Hand. Auf die Frage, was die Lieblingshand ist, kann es aus rationaler Sicht nur die Antwort „Rockets“ geben. Natürlich ist JTs nice. Aber willst du gewinnen, dann nimm die Asse und die richten es dann so oft, dass die Freude darüber schwindet. Made Hands liegen vorne, können quasi nichts mehr dazu gewinnen, haben kein Potenzial nach oben. Denn sie sind „oben“. Das richtet den Blick nach unten ins Grauen. Draws haben Phantasie, tragen die Gedanken hoch. Doch sie sind „unten“. Das ist so traurig wie wahr.</p>
<p>Heute Nachmittag spielt Bayern in Bochum in der Bundesliga. Mein Freund und Kollege Sven Lucha hat in <a href="http://www.pokerfirma.de/news/juve-vs-bayern-oder-qq-vs-at/36407">seiner aktuellen Kolumne</a> hier auf Pokerfirma schon manches Lesenswerte über Parallelen Fußball und Poker geschrieben, Götz&#8217; Kommentar dazu lass ich mal so stehen wie er ist, wenn der den VFL und die Asse gleich setzt.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.de" target="new">the-gambling-institute.de</a></p>
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		<title>WSOP 2009 &#8211; Das Duell &#8211; Kalhamer twittert live</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 01:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Stephan Kalhamer sitzt in Las Vegas und verfolgt live das Heads-up Duell zwischen Darvin Moon und Joe Cada. Für all jene, die nicht dabei sein können, bietet er auf Twitter eine ganz spezielle Live-Coverage an, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Los geht es um 22 Uhr Las Vegas Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p><script src="http://widgets.twimg.com/j/2/widget.js"></script><br />
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		<title>Forecast Mainevent Heads Up</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 13:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Darvin Moon stellt sich auf seinem Weg zum Titel nur noch Joe Cada in den Weg. Montagnacht ab 10 Vegastime - also im Laufe des Dienstagmorgens in Deutschland - tragen sie ihr letztes Gefecht aus. Was wird uns erwarten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Darvin Moon stellt sich auf seinem Weg zum Titel nur noch Joe Cada in den Weg. Montagnacht ab 10 Vegastime &#8211; also im Laufe des Dienstagmorgens in Deutschland &#8211; tragen sie ihr letztes Gefecht aus. Was wird uns erwarten?</p>
<p>Darvin hat ziemlich genau den Stack, den er zu Beginn des Finaltisches auch hatte. War ein Drittel aller Chips gegen acht Mitstreiter noch eine Macht, ist er nun natürlich behind. Denn Joe hat quasi die komplette „Opposition“ auf sich vereinen können.</p>
<p>Doch nicht nur der 2:1 Chiplead spricht für Joe. Meines Erachtens nach steht es skilltechnisch sogar noch weit besser für den jungen Mann aus Michigan. Ich war vor Beginn des Finaltisches sicher, dass Darvin die 103 Tage Pause genutzt hat und man im doch recht klar abgesteckten Rahmen des Finaltisches kaum mehr Defizite in der Spielauffassung erkennen würde.</p>
<p>Hier habe ich mich sehr geirrt. Kompetenz hat Darvin vor allem in einem Feld: er gewinnt die Spiele „post decision“. Damit meine ich, dass er wahrlich wilde Dinge tut und dann alles dem lieben Gott überlässt. Darauf verließ sich ja auch einst Jerry Yang („Lord, if you want me to go further now, send me a four“) und Darvin gelingt dies bislang auch erstaunlich konstant. Aber Lauf, Glück, Vorsehung &#8211; wie auch immer man es nennen will &#8211; habe ich noch nie jemanden nachhaltig <i>für die Zukunft </i>prophezeien sehen.</p>
<p>Letztlich wird meist denen Glück nachgesagt, die sich einfach wieder und wieder für die bessere Hälfte entscheiden. Ich prophezeie also Joes Sieg. Er braucht einen großen Showdown weniger und ich tippe stark darauf, dass er in großen Pots auch große Equity haben wird. Denn Moon pfeift auf Wahrscheinlichkeiten. Hier eine willkürliche und problemlos erweiterbare Auswahl:</p>
<p>Darvin nimmt Phil Ivey per Preflop-Call mit AQ vs. AK vom Tisch. Danach pusht er in ein Opening von Steven Begleiter mit fast 1.000% Potsize. Steven hält QQ, callt, ist gegen Darvins AQ weit vorne, muss aber nach dem River nach Hause.</p>
<p>Seinen finalen Gegner Joe baute Darvin selbst auf: Als dieser am Existenzminimum dahinvegetierte und eigentlich nur noch erst nach dem noch stärker blutenden Jeff Shulman ableben wollte, meinte Darvin mit K9 massiv 4-beten zu müssen. Doch Joes Airlines halten in diesem Spiel.</p>
<p>Ein anderes Mal verliert Darvin an einem 999-K-2 Board mit 8-hoch gegen 10-hoch. Das kann ja passieren aber die Postflopaction lief so: Darvin check-callt den Flop und checkt dann zweimal um 8-hoch einbringen zu dürfen.</p>
<p>Natürlich ist nicht jedes dieser Spiele zweifelsfrei negativ zu beurteilen. So sehe ich keinen großen Fehler im AQ Call gegen Ivey. Der völlig überdimensionierte Push danach gegen Steven aber macht wirklich wenig Sinn. Die 4-Bet mit K9 ist auch nicht nur schlecht, weil Joe hier nur selten callen kann. Hat Darvin Joe auf einen weit größeren 3-Bet Range als All-In-Call-Range, so ist die Spielidee klar und auch gut. Im Spiel mit einem 999-Flop aber kann man einfach nicht erst Out-of-Position callen und dann mit 8 hoch zweimal checken. Wenn er am Flop callt, dann ist das ein Float. Ein Float hat aber nun mal einen späteren Bluff in der Intention. Wenn dieser ausbleibt, warum dann floaten?</p>
<p>Wie auch immer. Ich habe jedenfalls eine klare Meinung zu Darvins Spiel. Joe soll einfach preflop die Pots klein halten und auf Darvins wilde Postflopmaneuver warten.Viel Geduld wird er nicht brauchen. Ich werde es <span style="color: #ff9900;"><a href="http://www.pokerfirma.de/news/wsop-2009-das-duell-kalhamer-twittert-live/34629">euch mitzwitschern</a></span>. Bin gespannt, bis bald.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.de" target="new">the-gambling-institute.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Forecast Mainevent Finaltable</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 18:35:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pokerwissen]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>7. November 2009, Noon, pacific Time: cards are in the air again. Es geht um viel. Wer wird das Rennen machen? Gibt es vielleicht eine kleine Sidebet mit Value? Schauen wir auf die Fakten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>7. November 2009, Noon, pacific Time: cards are in the air again. Es geht um viel. Wer wird das Rennen machen? Gibt es vielleicht eine kleine Sidebet mit Value? Schauen wir auf die Fakten.</p>
<p>ICM bei neun Spielern mit neun verschiedenen Payoutstufen ist recht aufwendig. Einfacher haben wir es als Zuschauer &#8211; und zwar in doppelter Hinsicht: Wirklich nachhaltig interessieren wir uns nur für den Sieger und wetten können wir auch nur auf diesen. Wir haben also ein gefühltes Winner-takes-it-all. Das ist leicht zu modellieren. Man teilt einfach nur den Stack eines jedes Spielers durch alle Jetons im Turnier und hat die ICM-Schätzung für die jeweiligen Siegwahrscheinlichkeiten.</p>
<p>Legen wir los! So sieht es zu Beginn des Finaltischs aus:</p>
<table style="border-collapse: collapse; height: 205px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="495">
<col style="width: 61pt;" span="2" width="81"></col>
<col style="width: 23pt;" width="30"></col>
<col style="width: 186pt;" width="248"></col>
<col style="width: 72pt;" width="96"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;">
<td class="xl65" style="height: 12.75pt; width: 61pt;" width="81" height="17">Player   Name</td>
<td class="xl66" style="width: 61pt;" width="81"></td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 23pt;" width="30">Age</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 186pt;" width="248">Town</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 72pt;" width="96">Chip Count</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">DARVIN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">MOON</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">46</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">OAKLAND, MARYLAND</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">58.930.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">ERIC</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">BUCHMAN</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">30</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">HEWLETT, NEW   YORK<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">34.800.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">STEVEN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">BEGLEITER</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">47</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">CHAPPAQUA, NEW   YORK<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">29.885.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JEFF</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SHULMAN</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">34</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">LAS VEGAS,   NEVADA<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">19.580.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JOSEPH</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">CADA</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">21</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">SHELBY TOWNSHIP,   MICHIGAN<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">13.215.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">KEVIN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SCHAFFEL</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">52</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">CORAL SPRINGS,   FLORIDA<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">12.390.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">PHIL</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">IVEY</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">32</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">LAS VEGAS,   NEVADA<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">9.765.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">ANTOINE</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SAOUT</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">25</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">SAINT MARTIN DES   CHAMPS, FRANCE</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">9.500.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JAMES</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">AKENHEAD</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">26</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">LONDON, UNITED   KINGDOM<span> </span></td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">6.800.000,00</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl68" style="height: 12.75pt;" colspan="4" rowspan="2" height="17"></td>
<td class="xl68">total</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl70">194.865.000,00</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Somit ergeben sich folgende Zahlen:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 372pt;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="495">
<col style="width: 51pt;" width="68"></col>
<col style="width: 68pt;" width="91"></col>
<col style="width: 70pt;" width="93"></col>
<col style="width: 61pt;" span="3" width="81"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="height: 12.75pt; width: 119pt;" colspan="2" width="159" height="17">Player Name</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 70pt;" width="93">ICM-Prop (win)</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 61pt;" width="81">„fair“ Odds</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 61pt;" width="81">offered Odds</td>
<td class="xl67" style="border-left: medium none; width: 61pt;" width="81">„Bet-EV“</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">DARVIN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">MOON</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">30,24%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">3,30671984</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">5</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">51,21%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">ERIC</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">BUCHMAN</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">17,86%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">5,59956897</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">5,1</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">-8,92%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">STEVEN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">BEGLEITER</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">15,34%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">6,52049523</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">7,5</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">15,02%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JEFF</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SHULMAN</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">10,05%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">9,95224719</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">7,2</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">-27,65%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JOSEPH</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">CADA</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">6,78%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">14,7457435</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">15</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">1,72%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">KEVIN</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SCHAFFEL</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">6,36%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">15,7276029</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">16</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">1,73%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">PHIL</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">IVEY</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">5,01%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">19,9554531</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">7</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">-64,92%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">ANTOINE</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">SAOUT</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">4,88%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">20,5121053</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">21</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">2,38%</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl65" style="border-top: medium none; height: 12.75pt;" height="17">JAMES</td>
<td class="xl66" style="border-top: medium none;">AKENHEAD</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">3,49%</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">28,6566176</td>
<td class="xl67" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">17</td>
<td class="xl69" style="border-top: medium none; border-left: medium none;">-40,68%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wären alle November-Niners gleich gute Spieler, so wäre das ICM Modell so nahe an der Wirklichkeit, dass Darvin Moons Sieg bereits eine „Sicherheit“ von gut 30% genösse. James Akenhead hätte nur etwa 3,5% Chance auf das Bracelet der Bracelets. „Faire“ Odds ergeben sich dann einfach durch „Stürzen“ der Wahrscheinlichkeiten.</p>
<p>Nun sind aber nun einmal keine zwei Pokerspieler gleich gut, Poker ist skill-affin. Die besten Wettquoten, die ich über mehrere Anbieter hinweg ausmachen konnte, stehen in der vorletzten Spalte unter „offered Odds“. Der Unterschied zwischen fairen und real gebotenen Odds ist ein interessantes Maß für den Skill, der jedem Spieler zugeschrieben wird.</p>
<p>So traut man Phil Ivey Unmenschliches zu. Das Wettangebot ist horrend schlecht, falls Phils Chips nicht in besonders guten Händen wären, sondern einfach nur Chips wären. Wie die von Joseph oder Kevin oder Antoine. Diese drei werden vom Wettmarkt ziemlich nahe an ihren Stacks bewertet. Wenig Respekt genießt Steven Begleiter. Er verfügt nach aktueller Meinung über mehr Chips als Skill. Am Ärgsten trifft es Darvin Moon. Dem Holzfäller mit absolutem Chiplead traut niemand etwas zu, obwohl er über ein Drittel aller Chips verfügt. Wer die Wette zu 5 abschließen kann, macht sicher keinen Fehler. Poker ist zwar ein Geschicklichkeitsspiel, doch es braucht Zeit, damit der stete Tropfen Skill, den Fels Luck zermürbt. Ob Ivey diese Zeit hat, wird sich zeigen. Ich sehe es mir live in Vegas an und <a href="http://www.twitter.com/kalhamer" target="new">twittere</a> für euch mit.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer<br />
<a href="http://www.the-gambling-institute.de" target="new">the-gambling-institute.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pokerfirma.de/news/forecast-mainevent-finaltable/34472/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Focus-Titelthema &#8220;Trainieren Sie Ihren Zukunfts-IQ&#8221;</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/kolumnen/zum-focus-titelthema-trainieren-sie-ihren-zukunfts-iq/32078</link>
		<comments>http://www.pokerfirma.de/kolumnen/zum-focus-titelthema-trainieren-sie-ihren-zukunfts-iq/32078#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 19:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan M. Kalhamer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Pokerwissen]]></category>
		<category><![CDATA[fähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[focus]]></category>
		<category><![CDATA[lernfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[multitasking]]></category>
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		<category><![CDATA[seminar]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.pokerfirma.de/kolumnen/zum-focus-titelthema-trainieren-sie-ihren-zukunfts-iq/32078</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>"7 Fähigkeiten, die Sie weiterbringen werden (z.B. wirklich klug entscheiden)" heißt es im Untertitel. Für den Pokerspieler liest sich das an wie die Lizenz, Geld zu drucken. Was kann einen denn noch aufhalten, wenn man es beherrscht, wirklich klug zu entscheiden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Tolle Zitate säumen den Einstiegstext:</p>
<p><i>„Das Gehirn ist wie ein Werkzeug, das sich an alle neuen Situationen anpassen kann“</i> Wem es gelingt, sich bis ins hohe Alter für Neues zu begeistern, wird sich ohne Probleme in der Zukunft zurecht finden, erklärt Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung. Weiter meint er:<i> „Nur wer die Angst vor der Technik kultiviere, bekomme ein Problem.“</i></p>
<p>Volker Stein, Betriebswirtschaftsprofessor an der Universität Siegen meint: <i>„Kopfarbeiter müssen ein starkes Interesse daran haben, ihr Wissen fortwährend zu vertiefen und zu vernetzen, damit sie die Tragweite von Entscheidungen erkennen.“</i></p>
<p>Beides unterschreibe ich ohne Wenn und Aber und beides hat Relevanz für den modernen Pokerspieler. Er ist geistig in Bewegung, offen für neue Ideen, ruht sich nicht aus im aktuell vielleicht lukrativen Spiel.</p>
<p>Wenn ich an anderer Stelle im Text lese, dass sich das Hirnareal zur Steuerung des Daumens von Jugendlichen in den letzten Jahren signifikant vergrößert hat, weil so viel ge-sms-t wird, dann glaube ich, dass mein stärkster Gehirnmuskel inzwischen klar das Areal ist, in dem das Multiplizieren und Addieren von einfachen Prozentzahlen ausgeführt wird. Erwartungswerte habe ich wahrlich viele gebildet in den letzten Jahren, bestimmt mehr als selbst quassligste Kids an Kurznachrichten produzieren.</p>
<p>Interessant finde ich auch einen Abschnitt im Text der Masstabling-Bezug hat. Es wird eine Büroalltagssituation beschrieben, in der jemand gerade eine email tippen möchte, ein Kollege etwas fragt und das Telephon klingelt. Man habe „das Jonglieren mit Informationen als intellektuelle Übung zu sehen“. Der Gedanke ist zielführend. Entscheiden muss ich die Dinge ja ohnehin, warum nicht mit dem Ansporn es als Training denn als Stress zu empfinden? Wir zahlen den Fitnessclub, wollen aber den Wasserkasten ungern die Treppe hoch tragen?! Sähe ich dies als Training, sparte ich mir den Mitgliedsbeitrag und meine Frau freute sich. Alles wäre gut.</p>
<p><strong>Was sind nun die 7 Fähigkeiten, die uns fit für die Zukunft machen?<br />
</strong><br />
Lernfähigkeit<br />
Multitasking<br />
Belastbarkeit<br />
Teamfähigkeit<br />
Flexibilität<br />
Entscheidungsfreude<br />
Kreativität</p>
<p>Zur <strong>Lernfähigkeit</strong> ist nicht viel zu sagen. Alles liegt auf der Hand. In der Passage über <strong>Multitasking</strong> erscheint mir ein Satz besonders wichtig: „Erledigen Sie nur vertraute Aufgaben parallel. Diese schafft das Gehirn auch mit halber Kraft.“ Ein sehr guter Grundsatz zur Frage wie viele Partien man gleichzeitig spielt.</p>
<p>„Stress ist wie eine Violinensaite. Ohne Spannung gibt es keine Musik. Wird die Saite zu sehr gespannt, reißt sie.“ meint der Psychotherapeut Allen Elkin zur <strong>Belastbarkeit</strong>. Wie recht er doch hat. Wie teuer spiele ich? Wie lange? Wie intensiv? Wann droht mir Überlastung? Ein wichtiges Thema, das meist unter den Teppich gekehrt wird, aber bei Missachtung bares Geld kostet.</p>
<p><strong>Teamfähigkeit</strong> ist am Pokertisch selbst kaum von Nöten, ist es doch ein Spiel jeder gegen jeden. Dennoch lernt man im Austausch mit Gleichgesinnten wesentlich effizienter denn rein aus eigener Kraft. <strong>Flexibilität</strong> findet unmittelbar ihren Platz, wenn es darum geht, was einen Pokerspieler erfolgreich macht. Gewinnstrategien erkennen, sie umsetzen, sie aber auch wieder sein lassen, wenn sie nicht mehr taugen. Das ist Poker.</p>
<p>Nun zur <strong>Entscheidungsfreude</strong>. Allein dieser Begriff rechtfertigt die Aufarbeitung des Artikels im Pokerkontext. Poker ist ein Entscheidungsspiel. Man spielt mit Entscheidungen. Spielen soll Freude machen. Um als Spieler erfolgreich zu sein, sollte man Freude empfinden, entscheiden zu dürfen. </p>
<p>Konkret möchte ich folgenden Auszug aus dem Interview des Focus mit dem Gehirnforscher Gerhard Roth zitieren:</p>
<hr />
<i>Focus: Wie viel Ratio enthalten unsere Entscheidungen und wie viel Emotion?</p>
<p><a href="http://www.focus.de/magazin/archiv/jahrgang_2009/ausgabe_42/" target="new"><img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/10/focus_zukung.jpg" alt="" title="focus_zukung" width="100" height="124" class="alignright size-full wp-image-32080" /></a>Roth: Emotionen sind immer notwendig, um überhaupt etwas zu tun – die reine Vernunft ist wirkungslos. Ihre große Leistung ist es, Möglichkeiten und Alternativen und deren jeweilige Konsequenzen aufzuzeigen. Welche Möglichkeiten wir dann akzeptieren, wird dann immer emotional entschieden. Wir können also rein emotional, aber nicht rein rational handeln.</p>
<p>Focus: Was macht einen guten Entscheider aus?</p>
<p>Roth: Er oder sie muss zum Beispiel vom Naturell her die Fähigkeit haben, einen kühlen Kopf zu bewahren, das heißt, sich nicht starken unmittelbaren Impulsen hingeben. Diese Stressresistenz und Impulshemmung wird sehr früh in der Kindheit geprägt und ist auch zum Teil über das Temperament angeboren.</i></p>
<hr />
<p>Ich hoffe, euch ein wenig Interessantes ans Herz gelegt zu haben. Den kompletten Artikel findet <a href="http://www.focus.de/magazin/archiv/jahrgang_2009/ausgabe_42/" taget="new"><strong>Ihr hier</strong></a>.</p>
<p>Ich entscheide mich jetzt mal für einen Kaffee, das recht emotional und dabei hoffentlich gut.</p>
<p>Zahler zocken – Könner kalkulieren<br />
Stephan M. Kalhamer<br />
the-gambling-institute.de</p>
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