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	<title>Poker Firma &#187; Sven Lucha</title>
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		<title>Folding Kings</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 08:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Robert Werthan hat ihn zuletzt interviewt und zu seinem Ruf, als großes Talent zu gelten, befragt. Wie talentiert Ronny Kaiser wirklich ist, bewies er gestern in einer spektakulären Hand beim Mainevent der EPT in Vilamoura. Wer kennt sie nicht die Cooler. Wie soll ich aus dieser Hand kommen? Ich hatte doch Kings, die kann ich hier nie folden! Wer konnte ahnen, dass er wirklich Asse hält...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Robert Werthan hat ihn<a href="http://www.pokerfirma.de/news/ronny-kaiser-es-gibt-bessere-dinge-als-ein-pokerbuch-zu-lesen/58441"> <span style="color: #ff9900;">zuletzt interviewt</span></a><span style="color: #ff9900;"> </span>und zu seinem Ruf, als großes Talent zu gelten, befragt. Wie talentiert Ronny Kaiser wirklich ist, bewies er gestern in einer spektakulären Hand beim Mainevent der EPT in Vilamoura. Wer kennt sie nicht die Cooler. Wie soll ich aus dieser Hand kommen? Ich hatte doch Kings, die kann ich hier nie folden! Wer konnte ahnen, dass er wirklich Asse hält&#8230;</p>
<p>Ronny Kaiser wusste es, naja, oder er war sich zumindest sicher genug, Kings zu entsorgen. Aber der Reihe nach. Es läuft der Mainevent der EPT in Vilamoura im schönen Portugal. Von anfangs 384 Spielern sind gegen Ende von Tag zwei noch knapp 80 im Rennen. 56 bekommen Geld, der Weg in the money ist also nicht mehr weit.</p>
<p>Ronny Kaiser hält gut 160k, also etwas über Average. Bei Blinds von 1200/2400 Ante 200 raist Marcin Horecki auf 5600, die Ronny vom Hi-Jack mit KK nur bezahlt. Nun geht Pieter de Korver, der Sieger des EPT Grand Final 2009 in Monte Carlo, vom Small Blind aus für 71.200 Chips all-in. Horecki, der sowohl de Korver als auch Kaiser gecovert hat, callt das All-in. Nun überlegt Kaiser lange und foldet schließlich. Im Showdown gewinnen Horeckis AA gegen de Korvers QQ. Wie kann Ronny Kaiser mit einem effektiven Stack von 70 BB mit KK vs AA nicht nur nicht broke gehen, sondern nur 2,5 BB verlieren?</p>
<p>Ronny hat die Hand und ihren Verlauf perfekt gelesen. Grundsätzlich kann er natürlich bei einem Standard-opening von Horecki nicht von Assen ausgehen. Sein Call ist ein klares Slowplay, kombiniert mit einem Bluffinduce. In dieser Phase des Turniers haben viele Spieler einen Restealstack. Durch seinen Call in später Position legt er sozusagen ein Restealszenario auf. Pieter de Korver tut nun das, was Ronny Kaiser sich wohl erhofft hat: er shippt all-in. Jedoch hat hier auch de Korver großes Pech, denn er hält mit QQ eine Monsterhand und läuft gegen zwei! bessere Hände. Nun callt Horecki den All-in. Horecki ist kein Unbekannter. Er ist Mitglied im Team Pokerstars Pro und ein respektierter Spieler unter den Profis. Warum callt er hier „nur“ und mit welchen Händen tut er dies? Diese Frage wird sich Ronny wohl gestellt haben. Denn durch den Call gibt er Ronny neben dem Fold zwei verschiedene Optionen: da beide Spieler ca. 100k left haben, könnte Ronny selbst all-in gehen und versuchen Horecki, zum Folden zu bringen oder Ronny könnte die 70k callen, um in Position postflop weiterentscheiden zu können. Beide Szenarien sind für Horecki mit lediglichen guten Händen nicht erstrebenswert. Hätte er also eine solche Hand, mit der er vermutet gegen den All-in von de Korver vorne zu liegen, würde es mehr Sinn machen zu isolieren, also selbst All-in zu gehen, um gegen de Korver Heads-up zu kommen. Außer natürlich er hält Preflop die Nuts.</p>
<p>Außerdem sind Ronnys Kings sehr gut versteckt. Durch seinen Preflop-call vermutet wohl keiner, auch nicht Horecki, ein solches Monster bei dem Schweizer. Der Call von Horecki kann somit sinnvollerweise ein Angebot an den jungen Schweizer sein, einen Move auszupacken. Und dies würde er in dieser Situation wohl fast nur mit Assen machen, da der aktuelle Pot, den er sozusagen riskiert mit 150k ebenfalls schon sehr groß ist.</p>
<p>Diese Lunte hat Ronny gerochen. Er macht hier einen überragenden Fold.</p>
<p>Leider ist es im Poker nicht immer so, dass Skill mit Erfolg belohnt wird. Kurz darauf war Ronny Kaiser Preflop All-in. Er traf wieder eine sehr gute Entscheidung, brachte seine Jetons mit AKs gegen AJ unter. Er traf sogar noch den King am Flop, jedoch eine Dame und eine Zehn brachten seinem Kontrahenten die Runner-Runner Straight und für Ronny den Busto.</p>
<p>Jedoch Hut ab vor diesem Spieler. Der wird in den nächsten Monaten und Jahren weiterhin noch groß von sich aufhorchen lassen.</p>
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		<title>EPT San Remo oder die Vorteile der Frauen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 19:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Die Vorteile der Frauen sind uns Männern ja hinlänglich bekannt, wir Männer sind den Frauen oft hilflos ausgeliefert. Bei der EPT in San Remo nun haben die Frauen erneut in einer - noch Männerdomaine -  den Männern gezeigt wie es geht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Die Vorteile der Frauen sind uns Männern ja hinlänglich bekannt, wir Männer sind den Frauen oft hilflos ausgeliefert. Bei der EPT in San Remo nun haben die Frauen erneut in einer &#8211; noch Männerdomaine -  den Männern gezeigt wie es geht.</p>
<p>Aber der Reihe nach. Mit zwei Pokerfreunden, Konstantin Bücherl und Daniel Drescher, reisten wir von Regensburg aus mit dem Auto an. Zum Glück hatten wir keinen Flug gebucht, denn die waren ja alle gestrichen worden. Auch unsere Träume vom großen EPT Triumph sollten sich wie in einer Staubwolke auflösen.</p>
<p>Wir starteten alle an Tag 1b. Dieser begann relativ pünktlich und die Organisation war für italienische Verhältnisse gut (was wohl vor allem an dem Team um Thomas Kremser lag). Bei der ersten Pause aber dann schon der erste Bad Beat.</p>
<p>Zwei Toiletten für 800 Pokerspieler. Ewig lange Schlangen auf der Herrentoilette.  So müssen sich die Damen stets auf Konzerten oder anderen Veranstaltungen fühlen. Die eigentliche Männerdomaine, schnell auf die Toilette zu gehen, war Vergangenheit. Die ersten Italiener gingen jetzt schon on Tilt (was bekanntlicherweise schnell passiert). Dies war ja ohnehin der vorrangige Grund gewesen, diese EPT zu spielen: das italienische Temperament und die den meisten Italienern angeborene Spielfreude.</p>
<p>Ich hatte einen sehr angenehmen Tisch, viele Italiener. In meiner ersten größeren Hand raiste ich mit TT und wurde vom italienischen Button gecallt. Am JT4 mit zwei Herz Flop checkraiste ich meinen Gegner auf seinen halben Stack, er stellte insta ohne mit der Wimper zu Zucken seine insgesamt 14k mit Qh6h  in die Mitte. Turn pairte sich das Board mit der 4 und die 8h sorgte für einen Aufschrei am River. Unlucky, meinte er, mit Flush gegen Fullhouse auszuscheiden. Incredibile! Italienisches Temperament halt.</p>
<p>Nach einigen Auf-und Abs konnte ich dann Tag 1 mit 43k leicht unter Average beenden.</p>
<div id="attachment_47996" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/liv.jpg"><img class="size-full wp-image-47996" title="Liv Boeree" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2010/04/liv.jpg" alt="" width="250" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Liv Boeree</p></div>
<p>Day 2 wurde neu ausgelost, an meinem Tisch befanden sich zum Glück wieder ein paar offensichtlich spielfreudige italienische Freunde und auch die spätere Siegerin  Liv Boeree. In den zwei Levels, in der ich ihr beiwohnen durfte, spielte sie aber keine einzige Hand, obwohl sie mit  30k keinen komfortablen Stack hielt. Sie sollte ja recht behalten. Denn Italiener lassen sich ungern etwas von einer Frau sagen, italienisches Temperament kann es wohl nicht vertragen, wenn eine Frau einem Mann etwas vormacht. Und so sollte Liv Boeree stets bezahlt werden, wenn sie KK hielt oder ein Set floppte. Keine Kritik an ihrem Spiel von meiner Seite, im Gegenteil, ein großes Lob. Sie hat unglaublich gut performt. Vor allem hat sie erkannt, dass sie bezahlt wird, wenn sie setzt. Daran hat sie sich orientiert und es perfekt ausgenutzt.</p>
<p>Meine eigene Geschichte ist kurz erzählt. Anfang Tag 2 konnte ich meinen Stack auf 55k ausbauen, ehe es zu meiner letzten Hand des Turniers kam. Ich raiste in Midposition (Blinds 800/1600 200 Antes) mit zwei roten Königen auf 4k. Wie erwartet wurde ich vom italienischen Bigstack aus dem SB gecallt. Er war ca. 40 Jahre, dunkle Sonnenbrille, Designerhemd, der Italiener schlechthin. Er hatte bis dato ca. 70% seiner Hände gespielt und allen versucht klar zu machen, dass er der Tablecapitano war. Der Flop kam QJ4 zwei Herz. Er checkte, ich setzte 7k, er raiste auf 20k. Diesen Move hatte er vorher schon öfter gemacht, leider hielt er diesmal keinen Einfachhit oder Draw, sondern 44, die er mir feirlich nach meinem All-in präsentierte. Leider kein K und kein Backdoorflush und ich war busto.</p>
<p>Denke er hat zumindest einen Teil dieser Chips sinnvoll weitergegeben, an Liv Boeree. Für nächstes Jahr plane ich die EPT San Remo erneut zu spielen, da das Feld wirklich sehr fischig war. Oder würde es vielleicht doch mehr Sinn machen, meine Freundin zu coachen und sie spielen zu lassen? Mal sehen, denke aktuell liegt zweiteres näher!</p>
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		<title>Einzelkämpfer im Team</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Machen wir uns nichts vor, als Pokerspieler ist man ein einsamer Hund. Pokerspieler sind nun mal  Einzelkämpfer. Sie versuchen sich alleine gegen alle anderen durchzusetzen. Das gilt für Cashgame wie fürs Turnier, es zählt nur der eigene Stack. Die anderen wünschen einem viel Glück.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Sie loben die Hand im Showdown. Jedoch geschieht dies aus Anstand, ist in den wenigstens Fällen ehrlich gemeint. Auch wenn man den Gegenüber sympathisch findet, man will eigentlich nur eines: seine  Jetons! Man kämpft sich durch ein Event und ist niemandem Rechenschaft schuldig außer sich selbst.<br />
Klasse finde ich deshalb immer wieder Teamcups. Da wird die Sparte der Pokerspieler in eine Gruppe gesteckt und es gibt ein gemeinsames Ziel. Da werden Einzelkämpfer zu Teamplayern.<br />
Gestern war es bei der CAPT Bregenz wieder soweit, das 3k Teamevent stand an. Pro Team gingen drei Spieler an den Start. Jeder Spieler eines Teams startet in einem der drei Flights mit einem Startstack von 10k. Zusätzlich besaß jedes Team einen „Reservestack“ der als Rebuy oder als Add-on verwendet werden konnte. Nach Level 8 wurden dann die verbliebenen Stacks eines Teams zu einem zusammengefasst und sozusagen das Final-MTT gespielt.<br />
Nun gibt es viele verschiedene Faktoren, die im Vergleich zu einem „normalen“ MTT  dazukommen. Jedem Team stand es frei nach jedem Level &#8211; mit 45min war viel Zeit zum Spielen gegeben- die Plätze intern zu tauschen. Die Stacks blieben am Platz, nur die Spieler konnten gewechselt werden. So war es möglich, die eigenen Stärken im Team ausnutzen. Manche Spieler sind Shortstackspezialisten, andere können einen Bigstack besonders gut handeln. Manche können beides, idealerweise hat man solche Allrounder im Team. Es gibt natürlich auch gegnerische Spielertypen, mit denen man persönlich besser zurecht kommt oder die dem eigenen persönlichen Spielstil nicht entgegenkommen. Dies sind alles Entscheidungsgründe, die mitberücksichtigt werden sollten.<br />
Insgesamt hatten sich 24 Teams gefunden, die um das Preisgeld und den Titel kämpfen sollten. Ich selbst war mit Julian Herold und Frank D., zwei sehr guten und erfahrenenen MTT-Spielern, im Team Donkr am Start.<br />
Gemein ist aber in allen Pokerevents, dass man Hände gewinnen muss und das sollte uns an diesem Tag nicht gelingen. Wir verloren die entscheidenden Flips und es wollte einfach nicht laufen.<br />
Ein Beispiel:<br />
In Level vier hatte ich bei Blinds von 150/300 25 Antes einen 6k Stack übernommen. Ein klarer Restealstack. Es sollte sich bald eine „Traumsituation“ ergeben. Dachte ich zumindest, als ich im BB saß, KK erblickte und daraufhin alle Jetons in die Mitte schob. Ein Spieler hatte UTG+1 auf 800 geraist, drei weitere Spieler gecallt, über 3500 Jetons also schon im Pot. Mit gut 5k mehr vermutete ich schon auch noch einiges an Foldequity zu besitzen, jedoch callte sowohl der ursprüngliche Raiser als auch der erste Caller. Auch der letzte Spieler mit Option tankte lange, bevor er foldete. Der Flop schien harmlos, doch am 9 6 2 J J Board brachten auch die verbliebenen zwei Spieler ihre restlichen Jetons im Sidepot unter. Showdown: AA des Spielers UTG+1, 99 des anderen zum Fullhouse. Ein äußerst „kaltes Deck“, denn auch der dritte Spieler (der letztlich doch gefoldet hatte) hätte mit 66 ein Set gefloppt. So war ich mit meinen Königen auf allen Straights klarer Dog.<br />
In der letzten Hand vor der Dinnerbreak war dann Frank mit unserem letzten Stack All-in. Doch auch dieser Coinflip ging im Showdown verloren und so hatten wir früh frei. Auch die Titelverteidiger mit Michi Keiner, Sandra Najoks und Dragan Galic, die den Event bei der CAPT Seefeld noch gewonnen hatten, schieden früh aus. Aufgrund der sehr guten Struktur konnte das Event gar nicht an einem Tag zu Ende gespielt werden. Bei vier verbliebenen Teams wurde an der Bubble, drei Plätze werden bezahlt, um vier Uhr früh das Turnier unterbrochen und heute fortgesetzt.<br />
Ab morgen geht dann aber wieder endgültig jeder Spieler für sich ins Rennen. Dann ist der Pokerspieler als Einzelkämpfer wieder nur auf sich alleine gestellt. Bis er beim nächsten Teamevent wieder bei seinen Freunden mitfiebern kann. Denn nur wenn es auch im eigenen Interesse liegt, nimmt man den meisten Pokerspielern ehrliche Anteilnahme ab.</p>
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		<title>Die Magie des Laufs</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/die-magie-des-laufs/40117</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 14:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>„Er läuft und läuft und läuft!“ Wer kennt ihn nicht, den Duracell Hasen. Oder den Lauf im Poker.
Viele Spieler jammern sehr oft über die negative Ausprägung der Varianz, doch es gibt sehr wohl auch die positive: den absoluten Lauf. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>„Er läuft und läuft und läuft!“ Wer kennt ihn nicht, den Duracell Hasen. Oder den Lauf im Poker.<br />
Viele Spieler jammern sehr oft über die negative Ausprägung der Varianz, doch es gibt sehr wohl auch die positive: den absoluten Lauf. </p>
<p>Es scheint alles zu gelingen. Jeder Move sitzt, jede Hand hält, jeder wichtige Showdown wird gewonnen. Coinflips sind scheinbar 80%er, mit Selbstverständnis werden auch eigene Suckouts zur Kenntnis genommen. Doch wie erklärt sich das? Es ist phasenweise unerklärlich. Ist es nur Glück?<br />
Nehmen wir ein paar Beispiele teils renommierter Profis.</p>
<p>Letzte Woche fand die CAPT in Seefeld statt. Mit dabei wie fast zu erwarten war, einer der wohl besten österreichischen Turnierspieler Harry Casagrande. Unbestritten hat er Edge in diesen Feldern. Doch seine Ergebnisse der letzten Woche sind besonders beeindruckend, vor allem, wenn man mitberücksichtigt, dass dieses mal Rekordteilnehmerfelder am Start waren:<br />
4. Platz im € 250 Bounty Turnier  (230 Teilnehmer)<br />
2. Platz im € 200 Rebuy PL Omaha bei (107 Teilnehmer)<br />
15. Platz im € 1k NL Hold´em Event von (220 Teilnehmer)<br />
3. Platz im € 2k NL Hold´em Mainevent (192 Teilnehmer)<br />
Viermal im Geld, davon drei Top Vier Platzierung sprechen für sich. Eine klasse Performance. Im Mainevent war er in mittlerer Turnierphase extrem short, fand dann aber doch erneut den Weg an den Final Table.</p>
<p>Nehmen wir den Tschechen Jan Skampa. Ein eher unbeschriebenes Blatt. Bis zum August des letzten Jahres. Dann schaffte er es, bei der WPT in Bratislava den Finaltable des $ 4.000 Events zu erreichen (er wurde letzlich Achter). Eine Woche darauf gewann er das $1.500 WPT Merit Cyprus Classic in  Kyrenia. Wieder nur zwei Monate später gelangte er erneut an den Finaltable, diesmal bei der EPT in Vilamoura und belegte Platz vier in diesem hochkarätigen Feld. Der große Wurf gelang ihm dann wieder kurz darauf, als er Back to Back den Finaltisch der EPT erreichte, dieses Mal in Prag und den Event sogar für sich entschied. Eine unglaubliche Serie für einen bis dato unbekannten Spieler. </p>
<p>Diese Cinderella Story konnte ein Spieler sogar noch toppen: Der 26 Jahre junge Martin Kabrhel. Bis Juni 2009 noch ohne Hendonmob Eintrag erreichte er zunächst bei mehreren kleineren und mittleren Turnieren Topplatzierungen. Dann ging sein Stern auf. Beim Mainevent der Pokereuropameisterschaft in Baden setzte er sich gegen ein Topgegnerfeld durch und gewann den Titel. Nur einen Monat später siegte er beim $ 2.000 Sideevent der EPT in Vilamoura. In Prag erreichte er nicht nur Back to Back den Finaltable des $ 2.000 Sideevents, sondern siegte erneut. Wer nun meint der Lauf ist zu Ende, der täuscht sich gewaltig. Vor wenigen Tagen gewann er bei der EPT in Deauville das $ 20.000 High Roller Event. Was für eine Serie. Innerhalb weniger Monate hat Kabrhel vier Titel gegen große und sehr starke Gegnerfelder geholt. Mal sehen wie lange dieser Lauf anhält.</p>
<p>Aber was macht diese Läufe aus? Haben diese Spieler mehr Glück?<br />
Es spielt vieles zusammen. Einerseits sicherlich die positive Auslenkung der Varianz. Anderseits hilft das gewonnene Selbstvertrauen ungemein. Glaubt man an sich, trägt man sein Spiel schlüssiger vor. Das ist unbestritten. Und halten die Gegner einen für schier unbesiegbar, verstärkt sich das noch einmal.</p>
<p>Den Lauf kann jeder Spieler bekommen. Nur je spielstärker ein Gegner ist, desto wahrscheinlicher ist dieser. Und je besser man performt, desto länger läuft der Hase in die richtige Richtung.<br />
Man kann sich sein Glück also sehr wohl erarbeiten. Man nehme als Beispiel auch Luca Pagano. Wer sechsmal am Finaltable einer EPT sitzt, der kann nicht nur Glück oder einen Lauf haben, der ist einfach ein überlegener Spieler. Somit wäre es wohl zu einfach solche Serienerfolge nur auf den Lauf eines Spielers zu schieben. Das Glück in allen Ehren &#8211; aber alle hier genannten Spieler haben Außergewöhnliches geleistet und sind von der positiven Seite der Varianz für ihren Skill belohnt worden.</p>
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		<title>Action pur in Seefeld</title>
		<link>http://www.pokerfirma.de/news/action-pur-in-seefeld/39409</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 17:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Das kleine schnuckelige Casino im ansonsten ruhigen Örtchen Seefeld platzt aus allen Nähten. Die Casino Austrian Poker Tour sorgt für Action pur. „Seat open“, „Bitte beim Cashgamecounter melden“, hallt es ständig durchs Casino. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Das kleine schnuckelige Casino im ansonsten ruhigen Örtchen Seefeld platzt aus allen Nähten. Die Casino Austrian Poker Tour sorgt für Action pur. „Seat open“, „Bitte beim Cashgamecounter melden“, hallt es ständig durchs Casino.</p>
<p>Ein Rekordturnier jagt das nächste. Die Teilnehmerzahlen sorgen dafür, das etliche Spieler zunächst mit der Warteliste vorlieb nehmen müssen.<br />
Es ist eng, heiß und es herrscht hektisches Treiben an und abseits der Tische. Diese Atmosphäre trägt dazu bei, dass es nicht lange dauert, bis ein Spieler ein Turnier verlässt. Zügig werden schon in den ersten Level alle Jetons in die Tischmitte geworfen, obwohl die Struktur zu Beginn sehr deep ist und eigentlich viel Platz zum Spielen lässt.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 242px"><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-500-16-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_160110_opening.jpg"><img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-500-16-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_160110_opening.jpg" alt="Marcel Pipal und " width="232" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Marcel Pipal und Edgar Stuchly</p></div>
<p>Denn auch in den „kleineren“ Events startet man mit 10.000 Jetons. Selbstredend sorgt allerdings der Zeitdruck in diesen Events- man muss ja innerhalb eines Tages von circa 200 auf einen glücklichen Gewinner herunterspielen- für eine nennen wir sie mal Powerstruktur. Vor allem aufgrund der schnell steigenden Antes ist ordentlich Alarm an den Tischen garantiert. Ein All-in jagt in späten Phasen das nächste, keine endlosen Bubble-Plays und auch die Final Tables gehen zügig zu Ende. Ein großes Lob an die Organisatoren um Marcel Pipal und Edgar Stuchly. Die Turniere laufen reibungslos ab. Auch das Drumherum ist äußerst angenehm.<br />
Weitere Action garantieren die etlichen Cashgametische. Ab Blinds von 5/5 werden sowohl NL Holdem als auch PL Omaha Tische angeboten. Wieder kommt es zu langen Wartelisten. Alle ausgeschiedenen Spieler eilen zum Cashgamecounter.<br />
Vielleicht hat man sich das Glück ja fürs Cashgame aufgespart.<br />
Die 5/5 Tische werden teilweise wie 10/10 Tische gespielt, 200BB Stacks sind keine Seltenheit.<br />
Der abgelegenste Tisch im Raum hält dann noch ein besonders Schmankerl bereit. Wer noch nie gesehen hat, wie Klein- bis hin zu Mittelklassewagen innerhalb weniger Augenblicke über den Tisch wandern und ständig den Besitzer wechseln, ist das Railen am 50/50 PLO Tisch Pflicht. Das ist besser als Fernsehen. Viele Stars der Pokerszene sind am Start. Aber auch einige „No Names“ versuchen ihr Glück gegen die Etablierten.<br />
Wem das immernoch nicht genügend Adrenalin war, für den bietet unser nettes Nachbarland Österreich aktuell die Handball EM. Im nahegelegenden Innsbruck spielte Mittwoch Deutschland in der Vorrunde gegen Slowenien. Wer noch nie ein Handballspiel live gesehen hat- bis Mittwoch gehörte ich auch dazu- es ist absolut zu empfehlen. Kein Vergleich zu den zig Fußballspielen, in denen einfach in der meisten Zeit wenig bis nichts passiert.<br />
<a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_finale_220110_dsc04286.jpg"><img class="alignright" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_finale_220110_dsc04286.jpg" alt="" width="232" height="154" /></a>Handball ist Adrenalin pur. Vor allem, wenn das Heimatland spielt. Hoffen auf einen Treffer, bangen um die Verteidigung. Fehlstart für die nach der Auftaktniederlage gegen Polen zum Siegen verdammte deutsche Truppe von Heiner Brand. 2:8 nach wenigen Minuten. Werden wir Zeugen eine historischen Schlappe? Zur Halbzeit immernoch 11:16 zurück.<br />
Doch die Deutschen besinnen sich auf ihre so oft beschworene Tugend, den Kampfgeist. Niemals aufgeben. In der zweiten Halbzeit wird es dramatisch. Bis auf zwei Tore dran, wieder auf fünf Tore weg. Das hält doch keiner aus. Dann doch noch der Ausgleich. Der wie ein Rumpelstilzchen über den Platz springende deutsche Keeper Bitter hält und Deutschland hat in der letzten Spielminute wirklich noch die Möglichkeit in Führung zu gehen, das wäre zum ersten mal in dieser Partie. Es gäbe keinen besseren Zeitpunkt. Keinen hält es mehr auf den Sitzen, alle stehen. Doch die Deutschen verwerfen und das Spiel endet 34:34. Puhhh.<br />
Zurück ins Casino.<br />
Dort folgt der nächste Adrenalinstoß für mich. Im 1k Event sind noch knapp 90 Spieler von ursprünglich 220übrig. Mein Stack liegt mit 34k leicht über dem Average. Bei Blinds von 400/800 (100 Antes) raist ein aggressiv aufspielender Rumäne UTG seine dritte Hand in Folge auf 2000. Ich bin am Zug. Kings. Reraise auf 5900. Doch zu meiner Überraschung höre ich schon ein Call, bevor ich meine Hand von den Jetons genommen habe. Ein älterer Herr zu meiner linken, gerade neu am Tisch, findet wohl Gefallen an seiner Hand. Raise UTG, Reraise UTG+1 und dann Call. Hmmm. Alle anderen folden bis zum ursprünglichen Raiser. Der bezahlt ebenfalls und checkt den QT9 Flop zu mir. Knapp 20k im Pot, im setze meine beiden Kontrahenten, die ich leicht covere All-in. Snappcall vom Herrn zu meiner Linken. Ups. Da bin ich wohl geschlagen.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_210110_sven_lucha.jpg"><img class="alignright" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_210110_sven_lucha.jpg" alt="http://www.pokerfirma.de/wp-content/gallery/capt-seefeld-2010-nlh-1000-21-01-2010/capt_seefeld_2010_nlh_210110_sven_lucha.jpg" width="232" height="154" /></a></p>
<p>Der Rumäne foldet. „Oben unten Straße“ announciert er, während er seine Jetons selbstbewusst nach vorne schiebt. AJ offsuit. Wow, mit dieser Hand hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, hatte eher auf AQ gehofft, vor slow gespielten Assen oder einem Set 9er oder 10er Angst gehabt. Aber nun gut, ich bin vorne. Es geht um einen doppelten Average Pot. Doch gleich am Turn dreht sich das Blatt: 8. Nun verbleiben mir drei Buben zur höheren Straße. Die lassen sich aber am River nicht blicken und ich verbleibe mit 3k ultrashort, die ich gleich in der nächsten Hand mit K9 an A8 abtrete. Später fragt mich ein Spieler, ob es nicht ich war, der seine Jetons mit KK an „Franz im Glück“ abtreten musste. Franz im Glück ist der Spitzname der werten Herren, da er dieses wohl des öfteren am Pokertisch bemüht. Nun gut, ich wünsche im selbiges auch in Zukunft.<br />
Jetzt bin ich wieder zu Hause. Genug des vielen Adrenalins. Wobei. Gleich startet das entscheidende Vorundenspiel Deutschland-Schweden um den Einzug in die Hauptrunde und das lässt auf viel Action hoffen&#8230;</p>
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		<title>Juve vs Bayern oder QQ vs AT</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 11:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>22.11., ein trister November Tag für den FC Bayern München, der gegen Bayer Leverkusen zu Hause nur 1:1 spielt, somit im dritten Spiel in Folge sieglos bleibt und als siebter nun schon sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>22.11., ein trister November Tag für den FC Bayern München, der gegen Bayer Leverkusen zu Hause nur 1:1 spielt, somit im dritten Spiel in Folge sieglos bleibt und als siebter nun schon sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat. </p>
<p>Zudem stehen die Münchner auch in der Champions League mit vier Punkten Rückstand auf den zweiten Platz bei nur noch zwei ausstehenden Spielen kurz vorm dem Aus. Nicht mal drei Wochen später herrscht grenzloser Jubel in bayrischen Landen. Der FC Bayern hat sich mit einem sensationellen 4:1 in Turin und dem vierten Sieg in Folge doch noch für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. </p>
<p>Danach sah es aber vor der Partie wirklich nicht aus. In Pokersprache stand etwa AT (FC Bayern) gegen QQ (Juventus Turin). So sahen es zumindest die Wettanbieter. Ein wirklich schönes Szenario am Pokertisch für das Paar Damen, der Gegner muss einen aussucken und das tut er hier ja nur in ca. drei von zehn Fällen. Ebenso hervorragend die Ausgangslage für Juve, ihnen hätte ein Unentschieden zum Weiterkommen genügt, Bayern musste also treffen.</p>
<p>Sechs Spieler sind noch übrig am WSOP Final Table, Joe Cada ist mit 33 all in gegen Jeff Shulmans JJ. Einen Tag später hallen „Joe, Joe, Joe“ Sprechchöre durchs Rio Casino, denn Joe Cadas Pocket Nines halten im Heads-up Darvin Moons QJ stand und er gewinnt das Mainevent der WSOP.<br />
Auch Joe Cada musste in der WSOP mit seinen zwei Dreiern treffen. Die Bayern taten es ihm gleich. Sie trafen. Gleich viermal. Joe Cada ist jetzt Weltmeister, wie er das wurde, danach fragt schon jetzt keiner mehr. Bayern ist in der Champions League weiter und was vor Wochen war, kümmert heute keinen mehr. Wer Erfolg hat, hat Recht. Im Fußball wie im Poker.</p>
<p>Es gibt viele Parallelen zwischen Poker und Fußball. Ein großer Sieg kann alles umkehren. Wie oft hört man in den Pokerszene von langen Durststrecken vor allem bei MTTs. Diese sind auch ganz normal, das liegt in der Natur der MTTs. Meist werden nur zehn Prozent bezahlt, davon wiederum erreichen knapp 20% den Finaltable und nur einer wird es schließlich gewinnen. Man muss über 500 andere Spieler in die Knie zwingen bevor man ein EPT gewinnt, teilweise weit über 1000 um ein WSOP Bracelet zu ergattern. Diese Durststrecke ist aber mit einem Schlag vergessen, landet man den großen Coup. Nur ein Erfolg macht all das zuvor da gewesene Leid vergessen.</p>
<p>Wie beim FC Bayern. Der zweifellos grandiose Sieg bei Juventus Turin lässt auf einen Schlag alle Kritiker des holländischen Trainers van Gaal, der seit Wochen im Kreuzfeuer der Kritik stand, verstummen. Es ist im Fußball, wie im Poker, vieles selektive Wahrnehmung. Nun wird angeführt, Bayern sei auch in der Bundesliga schon seit acht Spielen ungeschlagen. Bei diesen Spielen ist allerdings auch die Serie von drei Unentschieden dabei, die damals als drei sieglose Spiele in Folge und somit negative Serie ausgerufen wurde. Schon interessant wie sich Negatives binnen kürzester Zeit in etwas Positives verwandelt.</p>
<p>Ebenso wenig wie vor Wochen ein Tipp auf Bayern Weiterkommen in der CL für viele Sinn gemacht hätte, wäre auch niemand auf das 20% Szenario von Joe Cada mit viel Begeisterung eingestiegen. Jedoch verwandelte sich diese Underdog Situation zu seinen Gunsten. Er startete einen Lauf. Er  gewann sieben Millionen Dollar mehr, als er für den sechsten Platz gewonnen hätte und mit dem Titel größte Anerkennung, Ruhm und Bekanntheit in der Pokerbranche.</p>
<p>Beim Poker wie im Fußball gibt es so etwas wie einen Lauf, man muss nur darauf gefasst sein. Wenn es läuft, dann scheint alles leicht. Die Gegner folden bei einem Bluff, sie bezahlen, wenn man die Nuts hält und man trifft, wenn man es muss.<br />
Wie bei den Bayern gestern. Selbst der Rückstand des frühen 1:0 für Turin machte den Bayern nichts aus. Man glich aus. Danach landeten zwei Abpraller bei Olic und Gomez, die jeweils versenkten. Und wenn es schon mal läuft dann richtig. Zu guter letzt traf auch noch der als Fehleinkauf abgeschriebene Tymoshchuk zum 4:1 Kantersieg.</p>
<p>Mal sehen wie lange die Euphorie anhält. Denn sowohl im Fußball wie im Poker ist das Geschäft schnelllebig und nur eines sicher: Die nächste Niederlage und der nächste Bad Beat kommen bestimmt. Darauf kann man &#8211; unabhängig von der Quote &#8211; wetten.</p>
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		<title>Everest Freeroll oder wie viele Bubbles hat ein Turnier</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 13:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Schauplatz - der Münchner Löwenkeller. Fünf glückliche Qualifikanten, der Traum vom großen Geld beim € 400.000 Montesino Grand Slam. Und ich als Floorman mitten drinnen. Statt Bier und Brezen gab es Bad Beats und eine dreifache Bubble.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Schauplatz &#8211; der Münchner Löwenkeller. Fünf glückliche Qualifikanten, der Traum vom großen Geld beim € 400.000 Montesino Grand Slam. Und ich als Floorman mitten drinnen. Statt Bier und Brezen gab es Bad Beats und eine dreifache Bubble.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-35060" style="border: 0pt none;" title="ep_muenchen2" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen2.jpg" alt="" width="210" height="141" /></a>Poker in Wiesnatmosphäre? Das war mein erster Gedanke, als mich Everest Poker bat, Floorman beim Freeroll-Event im Münchner Löwenbräukeller zu sein. Denn der Weg zum € 400.000 garantiert nach Wien führte über München. Die Location dort ist vor allem durch seinen Inhaber und Wiesnwirt Christian Schottenhamel sehr bekannt. Wiesnstimmung sollte zwar nicht aufkommen, aber es wurde ein gelungener Abend.</p>
<p>Siegfried Dichtl und Manfred Schiegl von der Eventfirma Poker München stellten kompetente Dealer und für Everest Poker war Marketingchef Olaf Schimpf vorort. In Zusammenarbeit mit Radio Charivari sollten von ursprünglich 70 qualifizierten Spielern fünf ein Package für Wien inklusive dem Antritt beim Super-Satellite zum € 400.000 garantiert Grand Slam im Montesino Casino erhalten. Dabei werden sich von wiederum maximal 70 Spielern zehn ein Ticket im Wert des € 2.200 Buy-ins erspielen. Also eine wirklich ordentliche Chance.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen3.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-35062" style="border: 0pt none;" title="ep_muenchen3" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen3.jpg" alt="" width="210" height="141" /></a>Von den 70 gemeldeten Spielern traten letzlich nur 34 an. Das lag wohl auch daran, dass diese sehr weite Anreisewege, ein Spieler war zum Beispiel aus Berlin, auf sich nehmen mussten. Diese 34 nahmen das Event aber dann sehr ernst.</p>
<p>In netter, schon vorweihnachtlicher Atmosphäre (das lag wohl hauptsächlich an der Dekoration), dauert es lange bis die erste Bubble &#8211; wer muss als Erster gehen &#8211; kurz vor Level vier platzte. Von der gefühlten Enttäuschung war dies die eigentliche Bubble des Turniers.</p>
<p>Es wurde für ein Freeroll überraschend diszipliniert gespielt. Bis zur Dinnerbreak nach Level 6 waren erst drei Spieler ausgeschieden. Wohl aus Angst nicht an dem wirklich ausgiebigen und sehr leckerem kostenlosen Buffetschlemmen teilnehmen zu dürfen. Natürlich war auch die sehr gute Struktur, die wir in Absprache mit Olaf Schimpf anbieten konnten, ein Grund hierfür. Mit 10.000 Startstack bei Anfangsblinds von 25/50 hatten die Spieler mit 200 BB reichlich Chips zum Pokerspielen.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen4.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-35063" title="ep_muenchen4" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen4.jpg" alt="" width="210" height="141" /></a>Mit Einführung von Antes nahm das Spiel dann Fahrt auf. Die üblichen Dramen des Pokersports spielten sich ab, Asse die von Kings geknackt wurden, es gab viel Stoff zum Diskutieren und damit herrschte auch eine ausgelassene Stimmung.</p>
<p>Die Bubble zum Final-Table der letzten Neun &#8211; Leute berichten einfach unglaublich gerne von einer Final-Table-Teilnahme &#8211; platzte mit einem lautem Aufschrei der Entrüstung, als ein Spieler sein Unverständnis darüber kundtat, dass er mit QQ von geriverten zwei Paar von 97 an die Rails geschickt wurde.</p>
<p>Am neu ausgelosten Final-Table merkte man nun, dass die Spannung und die Ernsthaftigkeit weiter stieg. Für Entscheidungen wurde gefühlte Ewigkeiten getankt. Deshalb beschlossen wir, keine weitere Blinderhöhung durchzuführen und mit der aktuellen Blindstufe vernünftig und nicht mit forcierte automatischen All-ins bis zur eigentlichen Bubble bei sechs Spielern durchzuspielen. Es wurde um die Tickets regelrecht gekämpft, gefoldet was das Zeug hielt. Ein Spieler legte mit verbliebenen 5 BB gar AK preflop weg. Er sollte recht behalten, denn er erhielt schlussendlich ein Ticket.</p>
<p><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-35061" style="border: 0pt none;" title="ep_muenchen1" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/ep_muenchen1.jpg" alt="" width="210" height="141" /></a>Das letzte Spiel des Abends und die endgültige Bubble fand dann nach halb zwei Uhr morgens statt. Der Chipleader raiste das Minimum vom Button. Der Big Blind bezahlte, um dann auf einen K76 Flop mit 85 für einen Openender seine restlichen Chips in die Mitte zu schieben. AK callte, Turn und River blankten und die fünf Supersatellitequalifikanten für das Montesino waren gefunden. Gratulation an Peter Lammel, Sören Weiss, Peter Lochmeier, Ludwig Maile und Evelin Vucaj . Deren mitgereister Freund litt vor allem bei All-in Entscheidungen sichtlich fast mehr wie sie selbst. Als Belohnung darf er aber nun mit auf diese Wienreise, die zudem einen Besuch auf der Everest VIP- Party und einem Christmas-Shopping in der schönen Innenstadt beinhaltet.</p>
<p>Alles in allem eine gelungene Veranstaltung mit fünf Gewinnern, die letztlich drei Bubbles überleben mussten. Das Gegnerfeld in Wien wird hart, aber mit einer solch bestandenen Prüfung im Gepäck müssten die Fünf eine gute Chance haben. Viel Glück dabei auch von mir!</p>
<p><i>Ed note: Auch Ihr könnt beim Everest Poker Satellite in Wien mit ein wenig Glück dabei sein &#8211; <a href="http://www.pokerfirma.de/news/gewinnspiel-%E2%80%9Epoker-grand-slam-super-satellite-powered-by-everest-poker%E2%80%9C/35024">Pokerfirma.de verlost zwei Wien-Packages.</a></i></p>
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		<title>Das Falsche tun zum richtigen Zeitpunkt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 12:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Darvin Moon hat als Runner-up des WSOP Mainevents knapp  $ 5,2 Mio verdient. Sein Vater fährt nun einen rosaroten Cadillac und ist froh, dass sein Sohn nicht auf ihn gehört hat. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Darvin Moon hat als Runner-up des WSOP Mainevents knapp  $ 5,2 Mio verdient. Sein Vater fährt nun einen rosaroten Cadillac und ist froh, dass sein Sohn nicht auf ihn gehört hat.</p>
<p>„Das Falsche tun zum richtigen Zeitpunkt“ ist eine Redewendung, die in der Pokerwelt oft als Rechtfertigung dafür genommen wird, wenn jemand einen offensichtlichen Spielfehler begangen hat, ihm aber das Glück hold war. Er gewann trotzdem, ausgelegt wird es, dass er deshalb gewonnen hat, nicht etwa weil er zum Beispiel seinen Gegner, sondern weil er den Verlauf des Glücks wohl sehr gut vorhersagen konnte.</p>
<p>Der aktuelle Runner-up des WSOP Mainevents, Darvin Moon, ist das personifizierte Beispiel für „Das Falsche tun zum richtigen Zeitpunkt“. Wenn man auf seinem Weg vom Setup hin bis zum Heads-up einige seiner Entscheidungen betrachtet, kommen Fragen auf.</p>
<div id="attachment_34789" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/darvinmoon.jpg"><img class="size-full wp-image-34789 " title="Darvin Moon" src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/uploads/2009/11/darvinmoon.jpg" alt="" width="180" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Darvin Moon</p></div>
<p>Moon hatte das Mainevent-Ticket in einem $130 Satellite gewonnen. Sein Vater hatte ihm nahegelegt, die $10.000 für den familieneigenen Holzfällerbetrieb auszahlen zu lassen &#8211; sie hätten das Geld wohl gut gebrauchen können. Anscheinend eine Existenzfrage, auf die Moon lapidar, „Die Firma hatte nie so viel Geld, dann brauchen wir das jetzt auch nicht“, antwortete. Vor allem bekam diese Sichtweise noch einen besonderen Beigeschmack durch die eigene Einschätzung seiner Chancen: „Über 6000 der Spieler sind besser wie ich&#8230;Wenn es hier ums Kartenspielen geht, seid ihr mir so weit voraus, dass ich keine Chance habe&#8230;“.</p>
<p>Es hatte auch nicht den Anschein, als hätte er die Zeit zwischen dem Tag 8 des Mainevents und dem Beginn des Finaltisches im November dazu genutzt, sich eine passende Strategie für den Final Table zurecht zu legen.</p>
<p>Kein Spieler wird je den Finaltisch oder gar das Heads-up eines solchen Turniers erreichen, ohne auch etliche Situationen mit Glück bewältigt zu haben. Doch bemühte Moon das Glück besonders oft, nach dem augenscheinlichen Anblick sogar vorsätzlich. Ob nun Phil Iveys Traum, das Mainevent zu gewinnen oder Steve Begleiters Hoffnung auf den großen Coup, sie wurden beide von Moons 25%  zerstört.</p>
<p>Er schere sich nicht so um Wahrscheinlichkeiten. Nun gut, das Board gab ihm oft genug recht, um seine These zu belegen. Alleine im Heads-up fehlte eine Karte, um ihn vom Holzfäller zum Weltmeister zu küren. Cada hatte preflop auf 3 Mio geraist, Moon gecallt. Den Flop T95 rainbow beide gecheckt. Die T am Turn checkte Moon erneut, um auf eine 3 Mio Bet von Cada, diesen All in zu setzen, was in etwa noch einmal gut 45 Mio (also 3-4 mal potsize) bedeutete. Moon hatte Cada gecovert. Ob man dies hier mit einem Openender (87) und vermuteten gut 15% Gewinnwahrscheinlichkeit im Callfall bei einem aktuellen 3:1 Chiplead tun sollte, ist sehr fraglich. Sicher ist: Cada callte mit J9, Moon war klarer Underdog für einen riesen Pot. Moon tat demnach das Falsche.<br />
Der River blankte, Cada verdoppelte. Moon tat es hier also auch zum falschen Zeitpunkt. Kein Lauf hält ewig, sein Glück war aufgebraucht.</p>
<p>Kurze Zeit später entschied Cada das Heads-up endgültig für sich. Aber auch Darvin Moon ist jetzt mehrfacher Millionär: knapp $ 5,2 Mio für Platz zwei! Es sei ihm vergönnt. Vor allem, wenn man seine anfängliche Entscheidung sieht, die $ 10.000, die vor dieser WSOP sehr viel Geld für ihn bedeuteten, vorsätzlich ohne vermuteten Skill zu riskieren.</p>
<p>Folgt er nun seinen Worten „Wenn ich gewinne, werdet ihr mich bis nächstes Jahr nicht mehr sehen. Nach dem Turnier gehe ich in meine Kleinstadt zurück, um zu arbeiten und allen Leuten aus dem Weg zu gehen“, führt ein Leben  nicht mit Fokus auf Poker und bemüht das Glück nicht mehr weiter dazu, falsche Entscheidungen mit dem richtigen Ausgang zu versehen, dann hat er im Nachhinein wirklich alles richtig gemacht.</p>
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		<title>„Never give up“</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 13:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lucha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/>Vergangene Woche war wieder Pokertime im Casino Seefeld. Im Rahmen der Mountain Poker Party wurden etliche Turniere gespielt. Ich selbst nahm an dreien davon teil, dem 2k Teamevent , dem 800 NLH und dem 1,5k NLH Mainevent.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.pokerfirma.de/wp-content/themes/pokerfirma/caticons/top_k.jpg" class="caticon" width="37" height="34" alt="" title="Kolumnen" /><br/><p>Vergangene Woche war wieder Pokertime im Casino Seefeld. Im Rahmen der Mountain Poker Party wurden etliche Turniere gespielt. Ich selbst nahm an dreien davon teil, dem 2k Teamevent , dem 800 NLH und dem 1,5k NLH Mainevent.</p>
<p>Im Teamevent trat ich mit zwei Freunden aus dem Münchner Raum an. Diese Veranstaltung bekam klasse Feedback. Allen Leuten gefiel das Spielsystem mit drei parallelen Heats (dabei 2 Rebuys) und einem Final-MTT. Wir waren das ganze Turnier gut dabei, scheiterten dann aber kurz vor dem Geld und belegten Rang 5.</p>
<p>Ausführlicher möchte ich über das 800 NL Hold´em Event berichten, der ganz im Zeichen des Mottos „Never give up“ stand. Mit einem Startstack von 8.000 ging es für 84 Teilnehmer bei 20 Minuten Blindlevel und 25/50 los. Ich erwischte einen guten Tisch und konnte meinen Stack auf 10k ausbauen. Bei Blinds von 50/100 set-mine ich nach einem Midposition Openraise auf 300 und zwei Callern mit 44 im BB. Der Flop kommt mit <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/ha.gif' alt=':Ah:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/h7.gif' alt=':7h:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/d4.gif' alt=':4d:' class='wp-smiley' /> perfekt &#8211; dachte ich zumindest. Ich spiele 800 an (denke, dass mich ein gutes Ass auf jeden Fall raisen, gegen einen Checkraise von mir allerdings vielleicht folden wird), und bekomme die gewünschte Raise auf 2.200 vom ursprünglichen Raiser. Ich pushe all in und werde von 77 gecallt, die letzte 4 verweigert sich auf Turn und River und ich bin runter auf 1.500 Jetons.</p>
<p>Danach hieß es kämpfen. Vielleicht liegt es daran, dass ich von je her viel Sport mache &#8211; ich spiele seit ich klein bin Tennis und habe auch Jahre lang Fußball gespielt: Abschenken liegt nicht in meiner Natur.</p>
<p>In jedem Sport ist Kampfgeist eine Tugend. Viele wollen Poker als Sport sehen, wie ich finde zurecht. Allerdings gehört es dann auch dazu, dass man nicht aufgibt. Mir verblieben zwar nur noch 1/6 Average, aber aufgeben wollte ich trotzdem noch lange nicht.</p>
<p>So pushte später ein Spieler mit über 10BB all in, nachdem er kurz zuvor etliche Chips unglücklich abgegeben hatte. Er hielt J2, sein Tilt wurde bemerkt und er wurde gecallt. Mit diesem Stack hätte er auf jeden Fall sinnvoll weiterspielen können. Er ging aber fast ohne weiteren Widerstand aus dem Turnier.</p>
<p>Natürlich wirkte der Weg zurück zum Average Stack, weiter  bis an den Final Table, rein in die Presigeldränge oder gar bis ins Heads-up unendlich weit, aber es sollte sich lohnen auch die nächsten Entscheidungen überlegt zu treffen.</p>
<p>Nachdem ich ein paar mal ungecallt pushen durfte, verdreifachte ich mich, als ich preflop mit AK vs KQ vs QJ die Oberhand behielt auf 7k. Kurze Zeit darauf setze ich einen Cutoff-Raiser mit 99 vom Button aus all in. Er bezahlt mit AJ, ich gewinne den Flip. Weiter geht’s showdownfrei rauf auf 20k und ich bin wieder Average. Dann der nächste Rückschlag. Ich raise bei Blinds 400/800 100 Ante einen Openlimper auf 3.200. Er bezahlt und der Flop kommt A83. Nachdem er meine 4.800er Conti all in raist, gebe ich meine Kings gegen diesen Staightforwardspieler (der mich hier wohl nie blufft) auf.</p>
<p>Bis zur Pause bekomme ich weder Spot noch weitere gute Karten und ich bin auf knapp 10k. In der ersten Hand nach der Break sitze ich bei Blinds von 600/1200 100 Antes mit A2 am Cutoff, der BB befindet sich noch in der Pause, also nur Button und SB als Gegner. Ich pushe und werde leider von Willi Breuers QQ gecallt. Diesmal habe ich Glück und verdopple auf gut 20k. Danach läuft es sehr gut. Ohne Showndowns rauf auf 28k, die ich dann bei 1500/3000 400 Antes mit AQ suited gegen eine 9.000 Openraise einstelle. Der Herr glaubt an sein KJ, zum Glück zu unrecht und ich bin bei 60k.</p>
<p>Diesen Midstack verwalte ich durch die Bubble, die bei 8 Spielern platzt. Danach bin ich einmal preflop all in, splitte mit <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/da.gif' alt=':Ad:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/dk.gif' alt=':Kd:' class='wp-smiley' /> gegen <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/ca.gif' alt=':Ac:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/ck.gif' alt=':Kc:' class='wp-smiley' /> und <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/sa.gif' alt=':As:' class='wp-smiley' /> <img src='http://www.pokerfirma.de/wp-content/plugins/smilies-themer/poker/cardsymbol/sk.gif' alt=':Ks:' class='wp-smiley' /> . Ja wirklich, dreimal AK suited in einer seven-handed Partie.</p>
<p>Kämpfen lohnt sich auch am Final Table, denn der Chipleader spielt sehr aggressiv und nimmt einen nach dem anderen Spieler aus dem Turnier. So klettere ich Platz für Platz in den Preisrängen nach oben. Schließlich sind wir zu dritt und ich pushe meinen 50k shortstack bei 2000/4000 500 Antes und gewinne mit K5 vs A2. Nach einem ungecallten Reship bin ich hoch auf 150k.</p>
<p>Mit diesem Stack gehe ich ins Heads-Up, nachdem der Chipleader erneut zuschlägt und mit QJ die Jacks eleminiert. Mit einem 5:1 Chiplead im Rücken spielte er auch gegen mich weiter aggressiv. Ich gebe meine ersten beiden Big Blinds auf, repushe seinen dritten Raise mit King-high und werde von Ace-high gecallt. Seine Ass hält und er gewinnt verdient das Event. Glückwunsch nochmal von mir an Julian Herold, ein würdiger Sieger.</p>
<p>Doch auch für mich hat sich das Kämpfen gelohnt. Nach dem Motto „Never give up“ hab ich es als anfänglich absoluter Shortstack bis ins Heads-up geschafft. Darauf hätte in Level 2 selbst ich nicht mehr gewettet &#8211; es sei denn für die richtige Quote.</p>
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