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Joe Cada – Ein „richtiger“ Weltmeister

Pokerfirma Redaktion am Samstag, November 21, 2009

Noch keine zwei Wochen ist es her, dass PokerStars Pro Joe Cada das Main Event der World Series of Poker 2009 gewonnen und damit Teamkollegen Peter Eastgate als jüngster Weltmeister aller Zeiten abgelöst hat. Und schon jetzt steht fest, dass die Pokerwelt wieder einen „richtigen“ Weltmeister hat.

2006 siegte Jamie Gold – der Skandal rund um seinen Deal und sonstige verbale Entgleisungen gingen um die Welt. 2007 folgte Jerry Yang – damals kein Vollblut-Pokerspieler und auch heute nicht. 2008 war dann das Jahr von Peter Eastgate. Er war endlich wieder ein Vorzeigespieler, der nicht nur PokerStars repräsentierte. Sein größtes Defizit für die große Pokernation Amerika war jedoch seine Nationalität. In Europa ist der Däne ein Held, in Amerika hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Mit Joe Cada haben nun auch die USA wieder den „richtigen“ Weltmeister.

Erst 21 Jahre alt war er bei seinem Sieg, seit wenigen Tagen ist er 22. Sein Studium hat er zu Gunsten von Poker aufgegeben, zu gut lief es für den Online-Pro. Seit der WSOP im Juni haben sich auch die Live-Erfolge dazugesellt. Rund zwölf Events hat er gespielt, zwei Cashes schaffte er. Dann kam das Main Event und als Millionär ging er in die 100 Tage bis zum Final Table. Zwischendurch schnappte er sich beim PokerStars World Championship of Online Poker das $1.050 Second Chance Event und cashte weitere $128k.

Als Joe Cada am 10. November über Darvin Moon triumphierte und sich den Weltmeistertitel samt $8.546.000 holte, tat er nicht nur sich selbst etwas Gutes. Denn Poker braucht Aushängeschilder, Botschafter und Fürsprecher in der großen weiten Welt. Und mit Joe Cada hat man 2009 wieder einen gefunden. Sein Besuch bei David Letterman letzte Woche zeigt, dass mit dem Sieg von Joe Cada die Pokerwelt gewonnen hat. Sympathisch, ein wenig zurückhaltend und dennoch überzeugend in der Sache „Poker“.

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Kommentare
  1. Wieso am Samstag, November 21, 2009

    Ach ja? Wenn man Poker als Glücksspiel betrachtet, ist er ein „RICHTIGER“ WELTMEISTER. Immer mit der schlechteren Hand All-In. Selten einen schlechteren Spieler, selten schlechteres Poker gesehen. Wieder mal einer dieser Beiträge von Pokerfirma, auf die die Pokerwelt gewartet hat.

  2. ego am Samstag, November 21, 2009

    höchst sympathisch der mann, aber die frage darf gestellt werden: welcher deutschsprachige spieler, wäre ebenso bescheiden nach dem sieg eines main event bracelets? bzw. wieviele landsleute würden den gewinn ausschliesslich auf glück und in keiner weise auf spielerisches vermögen zurückführen? die amerikaner sind mir zum grössteil höchst suspekt, aber das wort neid steht in unseren breiten sicher öfter in gebrauch

  3. full house am Samstag, November 21, 2009

    Ich kann es auch nicht mehr hören. Immer wird von den besten gesprochen aber nie davon das diese Leute mehr Glück haben als andere. Poker ist ein reines Glücksspiel und jeder der was anderes behauptet hat keine Ahnung und ist total blöd.

  4. Genie_007 am Samstag, November 21, 2009

    Hm, also der letzteren Aussage stimm ich natürlich vollkommen zu. 8) Und wieviel Glück Joe Cada am Finaltable hatte ist im Nachhinein egal, ich schätze mal er ist trotzdem ein guter Pokerspieler, sonst wäre er nicht mit 21 schon ein Pokerprofi. Hätte mich aber trotzdem viel mehr gefreut wenn Antoine Saout gewonnen hätte.

  5. ego am Samstag, November 21, 2009

    entweder full house ist ein sarkast oder ein idiot aber auf jeden fall bestätigt er eine these

  6. iIsildur09 am Samstag, November 21, 2009

    Pokerfirma ueberlebt nur wenn der Pokerboom anhaelt. Poker ueberlebt nur wenn es kein Glueckspiel ist. Deshalb veruschen alle die von Poker profitieren wollen allen zu verkaufen das Poker Geschicklichkeit ist. Der Boom ist aber eindeutig vorbei. Und wenn einer die ganze Zeit all in gehet und mit 2-2, 3-3 seine all ins gewinnt und noch Weltmester wird, dann hat das nichts mit Geschicklichkiet zu tun. Eher ein online poker pro kid, der unbefangen und nichts zu verlieren hat, aber alles gewinnen kann. Dieser Final table kann nicht gut fuers Poker sein. Da waren zuviele suck outs und jeder hat es nun realisiert, das es mehr Glueck als Koennen ist, um so ein Turnie zu gewinnen.

    Liebe Pokefirma: Die fetten Jahre sind vorbei

  7. ego am Samstag, November 21, 2009

    verstehe ich euch richtig? nach euren thesen, müsste man sich einfach bei zb der wsop für alle 55 turniere anmelden und im laufe von sagen wir 10 jahren, müsstest ihr dann zumindest ein bracelet gewinnen …nur dem glück wegen? oder ist es einfach nur ein verzweifelter aufschrei von minderbegabten spielern, welche glauben das spiel durchschaut zu haben, ständig verlieren und glauben sie haben nur pech gehabt und bezeichnen deshalb ihre, vielleicht wirklich besseren gegener als glückskinder?

  8. Thomas Pratter am Samstag, November 21, 2009

    Hat es mit Glück zu tun, dass er mit 2-2, 3-3, usw. all-in geht oder hat er davor eine bewusste (un)geschickte Entscheidung getroffen ? Ich denke, man muss sich erst in die Lage bringen, in der Glück ausschlaggebend wird. Wieviele verhauen sich ihr Spiel von vornherein durch eine Vielzahl von schlechten Entscheidungen…

  9. ShadowBJ21 am Samstag, November 21, 2009

    Nicht nur ein sehr symphatischer Weltmeister sondern auch wieder einer der sich zumindest ein wenig mit dem Background und der Historie der WSOP auseinandergesetzt hat. Heutzutage für einen 21-jährigen nicht unbedingt selbstverständlich.

    Ich fand es auch schade, dass er “nur” durch das Verteilen von zwei wirklichen Bad-Beats am Ende gewonnen hat. Aber aufgrund dieser zwei Hände zu sagen sein Sieg war unverdient finde ich auch nicht fair.

    Ich persönlich kann jedenfalls mit diesem Weltmeister weit besser leben als mit Jerry Yang und Jamie Gold.

  10. wolfi am Samstag, November 21, 2009

    meine meinung ist, das pokerspiel kein glücksspiel ist, bzw. glück ist es nur dann wenn es schlechte struckturen sind oder man bekommt wenig anfangschips, so ist es, aber solche super turniere wie EPT (erst heuer) und WSOP main event haben net viel mit glück zu tun wenn man geschickt spielt. bei solchen turnieren kann man sein glück steuern finde ich. aber das wichtigste ist, das man menschenkenntnisse hat finde ich und sich gut anpassen kann und gute starthände folden kann! naja, joe cada hatte natürlich zum richtigen zeitpunkt das auch das nötige glück, aber zuvor wo die blinds noch niedriger waren, hat er sehr oft sehr gut gespielt. wenige fehler gesehen. (das was man halt gesehen hat)

  11. Wolfgang am Samstag, November 21, 2009

    Wenn Poker bloss ein Glücksspiel ist und eh alles Sch.. ist, warum schreibt und lest Ihr dann hier? Wahrscheinlich haben Spieler wie Full House oder Wieso gerade Ihre mühsam zusammengesparten 5 Euro bei irgendwelchen Mikrolimits im Internet verloren. Selbstverständlich mit Pech. Man sollte hier 20 Euro für das Kommentieren verlangen, dann würden diese unqualifizierten Hartz-IV-Beiträge nicht auftauchen.

  12. ego am Sonntag, November 22, 2009

    chapeau wolfgang

  13. dirk am Sonntag, Januar 17, 2010

    joe cada, “das kind” war kein wirkliches kind mehr. er hat viel viel live mit grossen buy ins gespielt. und wie wir alle wissen, muss man konsequent sein spiel spielen, verbessern, lernen und man wird eines tages auch grössere gewinne einfahren. der mann hat einfach , sicherlich auch mit glück, aber auch mit viel viel training, verstand, mut und können seinen long run ins geld gebracht. war eben im richtigen turnier zur richtigen zeit. man gönne es ihm. hat kein depp gewonnen. hat einer gewonnen, der dran gearbeitet hat. seht ihn euch hier an, da hat er noch neben elton von pro7 gesessen und gepokert. so wie wir alle.

    http://www.pokerstars.de/tvtotal/eltonbahamas/