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Zur "neuen Dimension von Dummheit"

Zur “neuen Dimension von Dummheit”

Stephan M. Kalhamer am Dienstag, März 9, 2010

So zitiert die Bildzeitung den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt Bezug nehmend auf den Überfall auf die EPT Berlin. Das ganze Thema stimmt mich traurig.

Seit Jahren bin ich stets bemüht, Poker in seinem zeitgemäßen Licht zu zeigen. Poker lässt sich schon lange nicht mehr erfolgreich zocken. Die taktischen Elemente des Spiels sind von vielen Spielern erkannt. Der Trend der Einsätze hat eine eindeutige Richtung hin zu denen, die das Spiel zu kalkulieren verstehen.

Trotzdem gibt es immer noch massive Vorurteile. Sehr oft bestehen sie aus blanker Unkenntnis heraus. Deshalb ist der Schaden dieses Überfalls nun auch so massiv: Poker erreicht endlich das breite Publikum! Aber leider nicht mit einer positiven Schlagzeile von einem wahren Champion des Sports. Nein! Räuber rücken uns ins Rampenlicht, in den Blickwinkel all derer, die Poker zuletzt von Terrence Hill gespielt gesehen haben, den aktuellen Trend zum Denksport hin skeptisch sahen und nun die Verbindung Poker und wilder Westen bestätigt sehen. Es wird Jahre dauern bis sich diese Verknüpfung im Gehirn so vieler wieder lösen lassen wird. Wirklich schade!

Wenigstens war vieles sehr aufschlussreich in den letzten Tagen:

Götz hat vollkommen Recht, wenn er Boris dankbar ist. Sein Mitwirken am Turnier hat den Fokus der Medien zumindest einigermaßen in geordnete Bahnen lenken können. Nicht auszumalen, was die Boulevardblätter und Privatsender aus dieser Story sonst noch gemacht hätten. Da kann wirklich alles passieren wie man zum Beispiel an der Darstellung von Sandra Naujoks als große Turnierfavoritin sehen kann. Nicht dass wir uns falsch verstehen: das ist keine Skepsis an Sandra oder ihrem Spiel. Es ist nur einfach so, dass man in Pokerkreisen nie auf die Idee käme einen Favoriten für ein 1.000er Teilnehmerfeld zu benennen. Das ist einfach nur Unsinn und zeigt deutlich, was noch alles zu tun ist, damit Poker auch nur annähernd verstanden wird.

Sehr lehrreich war für mich auch mein Versuch Robert Werthan im Sat1 Frühstücksfernsehen zu sehen und vor allen zu hören. Ich weiß nun wieder ganz genau, warum ich kaum fernsehe. Die Sendung ist ein einziger Verweis auf die nachfolgenden Sendeminuten, in denen dann wirklich etwas passiert. Echt! “Halten Sie durch, nur noch ein wenig Werbung und dann, ja dann, Sie werden schon sehen…” Nicht zu fassen, dass das funktioniert. Ich jedenfalls habe dem Inhalt zum Trotz ausgeharrt und plötzlich war er da, unser Pokerfirma-Augenzeuge. Er wurde befragt, ging in Denkerpose, holte Luft und dann kam Werbung. Fast! Da warte ich doch gerne noch einmal eine Stunde.

Drittens offenbarte die Extremsituation von Berlin auch einiges über die Pokerszene selbst. Sogar bei einem solch ernsten Thema echauffiert sich der geneigte Finder der Kommentarfunktion über Themen wie Warteschlangen beim Buy-in. Mit ruhigen Gewissen kann ich nun also wieder dazu übergehen, die Kommentare genauso intensiv zu lesen wie ich es vor meinen beiden letzten Beiträgen zum Thema “Poker ist Sport(+)” getan habe.

Abrunden möchte ich meinen heutigen Beitrag mit einem zweischneidigen Ausblick: Mir graut etwas davor, dass man die Täter fasst. Auch hier möchte ich bitten, mich nicht falsch zu verstehen. Natürlich will ich, dass man sie fasst und sie bestraft werden. Aber ich bin leider davon überzeugt, dass eine Festnahme Poker ziemlich schlecht aussehen lassen wird. Schon heute musste ich in meinem Intro die Worte “Bildzeitung”, “Polizei” und “Überfall” unangenehm nahe an die mir sympathischen Letter “EPT” rücken. Was, wenn die Berlin-Gangster-Story ein Gesicht, einen Namen und konkreten Hintergrund bekommt? Das kann unschön werden. Schnell ist man dann mit Generalisierungen über Spielsucht oder andere gängige Angriffe auf den Pokersport bei der Hand. Dann ist plötzlich der Täter ein Opfer des Pokersports – damit wären wir Pokerspieler dann etwa die Täter? Vielleicht würde uns dies endlich einen und das ständige gegenseitige Diskreditieren wäre beendet. Am Pokertisch darf, soll und muss jeder auf sich selbst schauen, aber damit ein Spiel überhaupt unter vernünftigen Bedingungen zusammenkommt, dafür kann und sollte man auch zusammen eintreten.

Zahler zocken – Könner kalkulieren
Stephan M. Kalhamer für

the-gambling-institute.eu
- calculated gaming -


Kommentare
  1. ferdinand am Mittwoch, März 10, 2010

    strategie von kali… schreibe in jedem artikel ein paar mal POKER ist SPORT und irgenwann wird man mir glauben

  2. poker-das-gangsta-spiel am Mittwoch, März 10, 2010

    allein der slogan “zahler zocken – könner kalkulieren – ist schon eine pharse – ne frechheit einfach!
    hab` in die glaskugel geschaut, kahli …
    sie sagt, die gangster stammen aus dem pokerumfeld. loser, die verluste eintreiben mußten – da halfen keine schlauen sprüche und noch nicht mal all die schlauen bücher, clips und all der glück & reichtum versprechende kram….
    POKER = GLÜCKSSPIEL und da könnt ihr noch so wehmütig ins land hinausschreien und mit phrasen des glücks & wohlstandes frohlocken!!!
    Spiele selbst seit ca. 20 jahren und weder der autor noch ein anderer neuzeitlicher prophet kann erlebtes (tatsächlich immer wiederkehrend zugetragenes – kein theoriekram: “kommt darauf an…”) wiederlegen! euch geht es doch nur darum, einen neuen geldstrom in gang zu setzen (als onlinebetreiber, buchautoren, merchandise-verkäufer …) und frischfleisch an die tische zu bekommen, frisches geld, das sich leicht abgreifen läßt und ein sorgenfreies leben ermöglicht.
    wäre poker sport gäbe es selbstverständlich favoriten, diejenigen nämlich, die die meiste erfahrung haben, die am härtesten “trainieren” und die, die durch EIGENLEISTUNG zum sieg eines geregelten wettbewerbs steuern!!!
    oder wollt ihr auch noch die grundsätze allgemein-gültiger wettkampfregeln neu erfinden?? bei poker allerdings entscheidet der fall der NÄCHSTEN KARTE und sonst NIX, das war schon immer so! ein besoffener kann ein turnier gewinnen oder ein “holzfäller” wie gehabt, welche “leistung” soll das sein; es ist nur GLÜCK!! so sehen keine leistungssportarten oder -sportler aus – so sieht reinstes GLÜCKSSPIEL aus!!!
    es fällt mir mittlerweile schwer noch ACHTUNG für all die pokerpropheten aufzubringen, so heuchlerisch hier junge leute an die tische gelockt werden, ohne daß diese auch nur ansatzweise über die tücken des spiels bescheid wissen. ihr redet nur von CHANCEN, aber in wahrheit gehen an die 93% als verlierer vom tisch und da drängst sich zwangsläufig schon die frage nach den “experten” auf. es müßte hunderte bücher geben, die vor den gefahren & tücken warnen, nur darin spiegelt sich nicht das bild neuzeitlichen heldentums; “götter”, die uns alle in die knie zwingen, um in saus & braus mit dem geld anderer leben zu können. die einen kappieren`s nach ein paar tausender verlust, die anderen erst wenn haus, hof und familie darunter leiden. hab das alles erlebt, wie hunderte von existenzen zugrunde gingen. das waren nicht alles schlechte spieler und süchtige …
    erwachsene leute, die haargenau wissen, was sie tun, verbreiten solchen unsinn und das schlimmste daran, sie kennen die folgen für die frischlinge nur allzu genau!!
    die räuber haben poker in aller öffentlichkeit auf dümmste, lächerlichste und diletantischste Art & Weise (allerdings äußerst unterhaltsam) – also in pokermanier – bestohlen, aber weit gefährlicher sind jene, die es HEIMTÜCKISCH machen und unkundigen, jungen leuten illusorische hoffnungen verkaufen, um sie dann gnadenlos ins offene messer laufen zu lassen! POKER IST KEIN SPORT – und wahre KÖNNER kalkulieren nicht nur, sondern MÜSSEN manchmal auch zocken, sonst können sie niemals gewinner werden!!
    Warum erzählst du der masse nicht von einer strategie, die der autor selbst am tisch anwendet – runter-blinden bis der arzt kommt und nur mit den besten 5-6% ins spiel einsteigen, weil der rest zu riskant erscheint!! wenn nicht mal er selbst an seinen schreibkram glaubt, wen will er dann BELEHREN??!? ich stimme zu, daß es für autoren cleverer ist, sich von den tischen fernzuhalten, damit gesagtes nicht an die öffentlichkeit gelangt und die kids zum schluß zweifel an den inhalten der pokerliteratur hegen. WASSER BLEIBT WASSER und WIRD NICHT ZU WEIN, das hat noch KEINER geschafft! nach der festnahme der täter wird poker genau in jenem licht erscheinen, in dem es strahlt – in der gesellschaftlichen grauzone, wo leute beworben, angelockt und abkassiert werden, vergleichbar mit gewinnversprechungen von kaffeefahrten; sie sind der millionste gewinner, DER AUSERWÄHLTE eben – was für ein kranker und widerwärtige unsinn

  3. pantelinho am Mittwoch, März 10, 2010

    @ poker-das-gangsta-spiel

    Finde deinen Kommentar etwas zu krass formuliert. Sind aber interessante Ansätze dabei.
    Bin selber leidenschaftlicher Pokerspieler und stimme Dir völlig zu, dass es immer wesentlich mehr Verlierer als Gewinner geben wird. Dessen sollte sich jeder bewusst sein. Ein ehrlicherer und offener Umgang mit diesen Thema wäre durchaus wünschenswert.

  4. Robert Werthan am Mittwoch, März 10, 2010

    die denkerpose war durchaus notwendig. sat1 wollte blut, chaos, skandal, versagen oder zumindest schwerverletzte und genau das wollte ich ihnen nicht bieten. jeder positiv begonnene satz wurde unterbrochen. ich musste tatsächlich überlegen welche hintertüre die frage haben kann (“einer der täter ist ja ein spieler”) und wie ich antworten soll, weil ein falsches wort, oder gar ein satz und “HA! wussten wir es doch pokerspieler=verbrecher”. vorbereitung für den moderator gab es keine, die wollten keine positiven nachrichten hören oder zumindest dinge nahe der wahrheit und ich war schockiert, wie jemand um 6 uhr früh hysterisch und pseudolustig herumhüpfen kann und soooo laut sein. wenn schon frühstücksfernsehen, dann das morgenmagazin.

  5. papamuja am Mittwoch, März 10, 2010

    @poker-das-gangsta-spiel

    Schön, wie du es schaffst, deine Argumente immer wieder selbst zu wiederlegen. “Poker ist Glücksspiel” aber das Geld der angelockten Fische ist leicht abzugreifen??? Was denn nun?
    93% verlieren. Ja und? Von diesen 93% spielen die meisten zum Spaß und um keineswegs existenzgefährdende Beträge. Das es die süchtigen Hardcore-Verlierer gibt und dass es viel zu viele sind, ist klar. 0,01 Prozent der Jungen und Mädchen, die in Deutschland Fußball spielen, schaffen es irgendwann, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Die restlichen spielen trotzdem mehrheitlich weiter und haben Spaß daran und das ist gut so!

  6. Angela am Mittwoch, März 10, 2010

    @ poker-das-gangsta-spiel: Wie bist Du denn drauf?

    Herr Kalhamer schreibt, dass Poker durch den Raubüberfall in die Öffentlichkeit gerückt wurde, aber leider mit negativen Schlagzeilen, die an „Wilden Westen“ und „Revolverhelden“ erinnern. Er schreibt weiter, dass Boris Beckers Teilnahme an der EPT in den Medien positiv rüberkommt.

    Der Ausblick von Herrn Kalhamer (wenn die Täter dingfest gemacht werden) erschreckt. Natürlich ist das Spekulation. Aber wie ist es denn beispielsweise nach jedem Amoklauf an einer Schule in der Vergangenheit gewesen? Da wird ganz schnell verallgemeinert, schuld sind dann immer die üblichen „Ballerspiele“…. damit tut man fast allen Computerspielern unrecht, und doch – immer sind es die gleichen Schlagzeilen. Es ist also schon gut möglich, das auch hier, nach Festnahme der Täter, schnell Verallgemeinerungen bei der Hand sind… Spielsucht, zerstörte Existenzen etc.

    Du hast Dir viel Mühe gemacht, so einen langen Kommentar zu formulieren. Respekt. Du findest es „unterhaltsam“, wie der Raubüberfall abgelaufen ist? Erzähl das doch mal den Leuten, die das live miterlebt haben – vielleicht fanden die den Überfall ja genauso „unterhaltsam“ wie Du…

    Dein gesamter Kommentar zeigt nur, das Du der Meinung bist, Poker ist ein Glücksspiel. Ok, das ist Deine Meinung und es ist gut, seine Meinung zu vertreten. Persönliche Angriffe gehören imo hier aber wohl nicht an diese Stelle.

    Ich hoffe, die Täter werden schnell gefasst. Ich fand den Überfall keineswegs „unterhaltsam“.

  7. Poker, ein schöner Sport am Mittwoch, März 10, 2010

    Armer “Poker das Gangsta Spiel”, scheinbar bist du einer dieser Loosing Player die trotzallem zur Spielsucht neigen, anders kann ich mir diesen Frust nicht erklären.
    Allein aus meinem Bekanntenkreis, und damit meine ich jetzt nicht die wirkliche “Pokerszene” leben 15 Leute gut durch Poker, bzw. verdienen schönes Geld neben ihrem Job. Diese Leute haben alle zwar etwas den Bezug zum Geld aber nicht zum Leben verloren. Keiner würde Haus und Hof verzocken, wofür gibt es denn ein BANKROLL MANAGEMENT!? Du musst echt unterscheiden zwischen Pokerspielern und Gamblern!
    Bilde dich doch mal etwas weiter, dann verlierst du auch nicht nur und frustest hier nicht rum – bzw. machst anderen Angst vor diesem Spiel.

  8. Hai frisst Fisch, Fischer tötet Hai am Mittwoch, März 10, 2010

    Ochje, die tollen Hai Pfründe könnten nun gefährdet sein und die Öffentlichkeit ein schlechtes Bild von Poker bekommen. Was für ein Bild von Poker ist denn bitte ein Gutes. Etwa die Tatsache das in dieser Minute hundertausende junge Menschen ihr Geld online verdonken in der Hoffnung die Million irgendwann mal zu machen und dabei ihr Leben ruinieren. Oder die hochbezahlten Pokertrommler die immer neue Fische züchten sollen um die wenigen gierigen Haie damit zu füttern, oder etwa die monströsen Online Poker Gelddrucker die Milliarden für NIX absaugen.
    Poker ist eine Sucht, und Süchtige können nicht klar denken und ohne klaren Gedanken ist der Mensch verloren.
    Wer das anders sieht der arbeitet wohl irgendwie für einen Pokeranbieter.

  9. Robert Werthan am Mittwoch, März 10, 2010

    poker ist eine sucht? ich kenne eine frau, die geht jeden tag 20km joggen ergo alle jogger sind süchtige. ich kenne einen mann, der liebt es 3x die woche fallschirm zu springen, ergo alle fallschirmspringer sind süchtige. ich kenne eine gruppe, die geht jede woche 4x in die saune ergo alle saunagänger sind süchtige. lieber hai, überdenke bitte deine argumentation.

  10. jack am Mittwoch, März 10, 2010

    @gangstaspiel
    unfassbar was sich manche leute doch für eine übersicht einbilden. ich denke, dass jeder der mal ein wenig über pokerstrategien gelesen hat oder sich einfach nur über eine hand mal ein paar mehr gedanken gemacht hat durchaus sehr gut beurteilen kann, dass poker eben alles andere als ein glücksspiel ist. das muss aber nicht heißen, dass fische nie etwas gewinnen können. und eben das macht dieses spiel so interessant.

    @ Bild
    wie wärs mit ner gegendarstellung – poker das skillgame!?

  11. ferdinand am Mittwoch, März 10, 2010

    poker-das-gangsta-spiel… was für ein wohltat diese zeilen zu lesen anstelle des pseudointelletuellen gelabbers. einen punkt möchte ich noch kommentieren weil kalhamer dies auch thematisiert hat – er schreibt:

    “Es ist nur einfach so, dass man in Pokerkreisen nie auf die Idee käme einen Favoriten für ein 1.000er Teilnehmerfeld zu benennen”

    an der WESOP (mainevent) gehen sämtliche TOP-Spieler an den start und man kann zu 99,99 % behaupten, dass es keiner von diesen ins finale (finaltable) schaftt – in welcher anderen sportart gibt es sowas z.b. fussball die letzten 10 weltmeisterschaften setzten sich IMMER die Favoriten durch – brasilien,- argentienien;- Italien,- Deutschland,- Italien,- frankreich,-England nur gerade 4x konnten sich (relative)aussenseiter auf dem 3ten platzieren (polen,-schweden,- kroatien,- türkei) oder um von der grössenordung her ein vergleichbaren event zu nehmen wien marathon man kann 10 favoriten von tausenden teilnhmer nennen einer davon wird ganz sicher gewinnen und der rest grösstenteils eine topplatzierung erreichen.. die liste liesse sich endlos weiterführen quintessenz in einem grossen pokerturnier brauchst du x-mal den pokergott um am schluss zu oberst zu stehen kalhamer weiss das auch schön trotzdem ist poker für ihn kein glücksspiel sondern spitzensport – gestern noch schnell den videoclip mit jennifer tilly geschaut nach kalhamer eine sportveranstaltung erster güte – nur wo jeniffer in ihrem sportoutfit aufgestanden ist im engen kleid mit üppigen decollte und wahrscheinlich auf higheels dachte ich wow was für eine geile sexywomen und kalhamer dachte ganz sich wow was für ein geiler sport :-) noch ein letzter gedanke in welcher sportart kann man an weltmeisterschaften “WSOP” teilnehmen wo es gerade mal 2 selektionskriterien gibt: mindestens 21 jahre alt und man muss etwas über 10k dollar hinblättern

  12. monaco franze am Mittwoch, März 10, 2010

    Verehrte Kollegen,

    es ist mehr Können dabei als beim Roullette. Schließlich muß man wissen das 5 von der gleich Farbe besser sind als in einer Reihe. Beim Roullette muß man mit den Chips nur die Zahlenfelder belegen (Chips in die vorgesehenen Felder mit Zahlen legen). Ausserdem sind die sprachlichen Herausforderungen höher, raise heißt beispielsweise Erhöhung einer Wette. Kürzlich hat sich noch eine freundliche Dame neben mich gesetzt, mein gegenüber meinte nach gewisser Zeit die Sch…soll verschwienden. Also ich plädiere für nievauvolle Sportart vergleichbar mit Golf.
    Euer Franze vom
    Kings

  13. Frank_BS_KK am Donnerstag, März 11, 2010

    mich k….. es an, Beiträge ohne Groß-/Kleinschreibung zu lesen, speziell von Schreibern / Protagonisten dieser Seite. Wenn ich einmal aus dem Schreibstil (Fehler, Grammatik usw.) den Durchschnitts-IQ der Spieler schätze, komme ich so auf 110 etwa. Hey Leute, wenn Ihr etwas erreichen wollt durch Eure Beiträge (aktuell liest die halbe deutsche Presse hier mit), dann schreibt doch bitte in einem akzeptablen Stil!?

  14. Felix Osterland am Donnerstag, März 11, 2010

    @ Poker-das-Gangsta-spiel:

    well done! sicher etwas übertrieben und teilweise unsachlich – liest sich wie angestaute Wut, Abscheu oder eine dauerfolge von bad beats …

    - aber eins steht mal fest und da geb ich dir recht: der bereich -Suchtprävention- ist äußerst bedeutsam und sollte imo in jedem medium, welches sich mit poker beschäftigt, thematisiert werden. sucht, in welcher form auch immer (ob normal, kontrollierbar, schädlich oder krank),ist einfach ein fester bestandteil von poker und sollte nicht vernachlässigt werden. vielleicht können wir hier ja sone art mental-ecke installieren, einen psychologen als schreiberling engagieren!!! was sagen sie herr schrage?

  15. Felix Osterland am Donnerstag, März 11, 2010

    ach ja @ werthan: natürlich kann man -sucht- auf alle alltäglichen dinge, die man gerne und mehrmals ausübt, übertragen. aber im unterschied zu poker, kann man beim saunen, wandern, schwimmen, briefmarken sammeln ,masturbieren etc. nur sehr mühsam seine existenz ruinieren – du als losing player solltest das wissen ;)

  16. poker-das-gangsta-spiel am Donnerstag, März 11, 2010

    danke kids, da hab` ich doch glatt mehr comments abgestaubt als der profi khali – eddy & ich: wir lieben euch!!!

  17. poker-das-gangsta-spiel am Donnerstag, März 11, 2010

    bei all dem GLORIA-HALLELUIA hier, kann es nicht schaden, wenn ein erfahrener spieler zum SELBST- & EIGENSTÄNDIGEN NACHDENKEN anregt. laßt euch nicht von der glücksspielindustrie hinters licht führen, es lohnt sich nicht – es sind zu 90% nur kurzfristige träumereien, aber 100% der beteiligten an und außerhalb der tische jagen euer geld!
    ich nehme mir gelegentlich die zeit, um 1-2std. die kleinen tische NL 2/4 und 5/10 zu spielen und es ist teilweise erschreckend, mit welcher UNKENNTNIS & mit welchen ERWARTUNGEN dort neue spieler an die tische kommen! es sind berechtigte, mahnende worte, glaubt mir! schon einmal genaue beobachtungen & aufzeichnungen über den algorythmus von online-seiten gemacht und tendenzen festgestellt oder nur welche vermeintlich erkannt? sie lauern überall, die traps dieser industrie … und WER GEWINNT MIT ABSOLUTER SICHERHEIT: der spieler oder die industrie?!? bingo

  18. stephan am Donnerstag, März 11, 2010

    ich verstehe nicht, warum manche immer wieder – ungefragt – eine grundsatzdiskussion über poker anfangen!? der artikel vom kalhamer handelt doch von einem ganz anderen thema, oder ist keinem von euch aufgefallen?

    @poker-das-gangsta… du bist der meinung, dass poker ein glücksspiel ist und dass nur die pokerindustrie gewinnt und spielst aber trotzdem seit 20 jahren!? du bist nicht der hellste oder?

  19. Angela am Donnerstag, März 11, 2010

    Danke stephan, Du bringst es auf den Punkt!

  20. Icy am Donnerstag, März 11, 2010

    Diese Vergleiche Poker mit irgendwelchen sportarten is doch wirklich mal sehr weit hergeholt, kann alles drehen und wenden wie ich es hören will, ihr schreibt z.b bei marathon gewinnt immer der favorit, bei poker ist das nicht der fall. ich schreib jetzt bei einen marathon gewinnt derjenige der das ganze jahr trainiert, von diesen 1000 leuten sind doch 990 hobbysportler! sport ist sehr dehnbahr, es gibt denksport, extremsport funsport, und halt profisport wo auch hobbysportler mitmischen können, und so ist es bei poker. ist ein profisport wo auch viele hobbysportler aktiv mitspielen können!
    und da der faktor glück in jeden sport dabei ist(z.b skispringen der wind. bei formel eins überholmanover etc.) und bei 1000 teilnehmer halt ein bisschen glück dazu gehört gewinnen halt immer andere! aber die profis die dieses spiel sehr gut spielen (nicht jeder profi) setzen sich im gesamten immer durch. es gibt nicht einen favoriten beim pokern sondern immer mehrere!

    desweiteren 90% verlieren beim Poker, und nur 10% gewinnen, jetzt musst du mir sagen wieviele gewinnen in anderen sportarten, also meines wissens gibts da auch immer nur siegesprämien für die vorderen Plätze!

    Das einzige was ich zustimmen muss, leider gibt es leute die alles verzocken. mit sicherheit auch nicht wenige. aber diese Spieler (ich nenn sie mal glückspieler) würden ihr geld sonst anderswertig verzocken, casino schreit da förmlich, sie würden es sogar schneller verzocken! diesen Glücksspielern ist in diesen punkt nur mit therapie zu helfen, aber nicht wenn man sagt pokern ist ein glücksspiel!

  21. Wolfgang am Samstag, März 20, 2010

    Hallo,

    ein paar Dinge fallen hier drin immer wieder auf. Und zwar sind das zum einen Kommentare, die total unsachlich sind und zum anderen welche, die kein Mensch vernünftig lesen kann, da in ihnen komplett die Orthographie (falls es Erklärungsbedarf gibt: Orthographie = normierte Schreibkonventionen für Wörter und die Setzung der Satzzeichen) fehlt. Lächerlich ist das, sowas überhaupt zu veröffentlichen.

    Die Unsachlichkeit in den Kommentaren kommt doch meistens nur von der Unzufriedenheit des jeweiligen Verfassers. Es kann doch nicht sein, dass sich jemand die Mühe macht einen Artikel zu verfassen und der nächste dann hergeht und sagt, du Idiot (wenn auch nicht wörtlich) hast völlig unrecht und ich sag dir jetzt mal wie es wirklich ist.
    Artikel sind da, um zum Denken anzuregen. Sie sind da, um zum Diskutieren anzuregen. Aber eben nicht, um die/den Verfasser zu diffamieren, was hier wirklich oft passiert. Das zeigt doch wiederum nur, dass es manchen an der guten Kinderstube fehlt oder sie SO dermaßen frustriert durchs Leben laufen, dass sie glauben ihren Frust an jeder Ecke loswerden zu müssen.

    Um auf den Artikel von St. Kalhamer zu kommen. Ich denke er versucht hier nur zu veranschaulichen, was in den Medien mit diversen Themen gemacht wird bzw. wie mit ihnen umgegangen wird und was das im Umkehrschluss für die weitere Entwicklung dieses Themas bedeutet. Hier ist es Poker oder besser Livepoker und der Überfall bei der EPT in Berlin. Für die Medien ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Wobei ich ja glaube, dass überhaupt erst die Teilnahme von Charlotte Roche und Boris Becker das ganze Turnier zusammen mit dem Überfall so in die Medien gebracht hat. Hinzu kommt vielleicht noch der Einsatz des Securities, der sich todesmutig dazwischen warf (was ich persönlich eigentlich ziemlich dumm finde, das muss ich jetzt schonmal sagen und mein das auch ernst. Er rettete ja keine Person mit seinem Eingreifen, begab sich selber aber in Todesgefahr. Und für was? Wegen Geld, das sicherlich versichert war. Aber ist halt sein Job, naja..)
    Wäre auch mal interessant zu sehen, was berichtet worden wäre, wenn Becker und Roche nicht teilgenommen hätten. Vergessen wir mal nicht unseren Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric, der ja auch am Start war ;)

    Und wenn hier schon so oft die Diskussion über Poker gleich Sport aufkommt. Poker ist halt kein körperlich betriebener Sport (wobei in Turnieren, die über mehrere Tage gehen auch GANZ sicher die Physis eine große Rolle spielt, das halte ich für unbestritten). Sondern Poker ist ein Mindgame, also Denksport, was ich jetzt auch zum Sport zählen würde, ist ja bei Schach nicht anders.